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Dienstag, 23.01.2018

Länderreport / Archiv | Beitrag vom 23.04.2012

Wenn der Knast leer ist

Das sächsische Stollberg tut sich mit seinem Gefängnis-Erbe schwer

Von Michael Frantzen

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Die Stollberger hadern mit ihrem Gefängnis-Gebäude. (AP)
Die Stollberger hadern mit ihrem Gefängnis-Gebäude. (AP)

Stollberg hat ein Problem, ein steingewordenes. Es thront über der Stadt: "Schloss Hoheneck". Was idyllisch anmutet, hat eine düstere Geschichte: Hoheneck war zu DDR-Zeiten ein Gefängnis, bis zu 1600 Frauen waren dort eingesperrt, darunter viele politische Opfer. Was mit dem Gemäuer anstellen?

Ein westdeutscher Investor wollte daraus ein Hotel mit "Jailhouse Feeling" machen. Ein schlechter Scherz - fanden nicht nur Opferverbände und stoppten das Vorhaben. Nach langer Funkstille reden Stadt, Opfer und Investor, vermittelt durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten, endlich miteinander. Über Alternativen. Eine europäische Begegnungsstätte, ein Archiv, Räume, die von ehemaligen Häftlingen eingerichtet werden könnten - plötzlich scheint vieles möglich zu sein.

Das Manuskript zur Sendung im PDF-Format und im barrierefreien Text-Format.

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