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Freitag, 15.12.2017

Studio 9 - Der Tag mit ... | Beitrag vom 08.08.2017

Studio 9 - Der Tag mit Tilman SpenglerZeit für Veränderungen

Moderation: Marcus Pindur

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Der Publizist Tilman Spengler bei der Verleihung des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises 2011 für Fernsehjournalismus.  (picture alliance / dpa / Horst Galuschka)
Der Publizist Tilman Spengler. (picture alliance / dpa / Horst Galuschka)

Der Sinologe und Publizist Tilman Spengler gehört zu den besten Kennern Chinas. Wie beurteilt er den jüngsten Kurswechsel Pekings gegenüber Nordkorea, das nun die UN-Sanktionen mitträgt? Auch in Afrika spielt der Einfluss Chinas eine große Rolle.

China hat überraschend zugesagt, die verschärften UN-Sanktionen gegen Nordkorea zu unterstützen. Wie es zu diesem Kurswechsel in Peking kommt, diskutieren wir mit dem heutigen Studio-Gast, dem Sinologen und Publizisten Tilman Spengler. In den vergangenen Jahren ist der Einfluß des Riesenreiches auch auf dem afrikanischen Kontinent stark gewachsen, vor allem das wirtschaftliche Engagement. Angesichts des Mißtrauensvotums gegen Präsident Jacob Zuma in Südafrika und bevorstehende Präsidentwahl in Kenia bitten wir auch den Afrika-Experten und Journalisten Marc Engelhardt um seine Einschätzung der demokratischen Entwicklungen in Afrika und die Rolle des chinesischen Einflusses.

Ein weiteres Thema ist die Frage, wie es heute um die politische Korrektheit am Arbeitsplatz steht. Ein Google-Mitarbeiter verlor gerade in den USA seinen Job, nachdem er im Internet ein Manifest veröffentlicht hatte, in dem er Frauen die Fähigkeit absprach, in der IT-Branche erfolgreich zu sein.

Im Streit um die Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump hat die Stadt Chicago Klage gegen die Bundesregierung eingereicht. Wir wollen debattieren, ob es sich dabei nur um Symbolpolitik handelt oder um einen erfolgversprechenden Vorstoß gegen US-Präsident Donald Trump und dessen umstrittene repressive Einwanderungspolitik.

Tilman Spengler, geb. 1947 in Oberhausen und promovierter Sinologe, hat am Max-Planck-Institut für Sozialwissenschaften sowie an der Chinesischen Akademie der Wissenschaften geforscht. Er war 30 Jahre lang einer der Herausgeber des "Kursbuch", begleitete Politiker auf China-Reisen, arbeitete für Rundfunk und Fernsehen, drehte eine Reihe von Dokumentarfilmen und hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, unter anderem die Romane "Lenins Hirn" und "Der Maler von Peking".

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