Seit 13:05 Uhr Länderreport
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 13:05 Uhr Länderreport
 
 

Interview / Archiv | Beitrag vom 22.01.2016

Shermin Langhoff initiiert AufrufSolidarität mit türkischen Kollegen

Shermin Langhoff im Gespräch mit Liane von Billerbeck

Podcast abonnieren
Shermin Langhoff, Intendantin den Berliner Maxim-Gorki-Theaters (picture alliance / dpa / Claudia Esch-Kenkel)
Shermin Langhoff, Intendantin den Berliner Maxim-Gorki-Theaters (picture alliance / dpa / Claudia Esch-Kenkel)

Vor den deutsch-türkischen Regierungskonsultationen fordern Künstler in einem offenen Brief, bei den Verhandlungen rechtsstaatliche Grundsätze nicht über Bord zu werfen. In nur 18 Stunden hätten bereits 12.000 Menschen den Brief unterzeichnet, sagt die Intendantin des Berliner Gorki-Theaters, Shermin Langhoff.

Die Partnerschaft mit der Türkei dürfe nicht bedeuten, bei Menschenrechtsverletzungen wegzusehen. Das fordern Künstler und Kulturschaffende vor den deutsch-türkischen Regierungskonsultationen in einem offenen Brief an die Bundesregierung.

Nach Angaben Shermin Langhoffs, Intendantin des Berliner Maxim-Gorki-Theaters und Initiatorin des Aufrufs, haben binnen 18 Stunden bereits 12.000 Menschen das Schreiben unterzeichnet.

Solidarität mit den türkischen Kollegen

Es gehe dabei nicht um einen "naiven Brief", der einfach nur die politischen Praktiken in der Türkei anprangern wolle, sagt Langhoff im  Deutschlandradio Kultur. Es gehe vielmehr darum, dass die Bundesregierung bei den Regierungskonsultationen mit der Türkei bestimmte Grundsätze einhalten solle. "Denn in unserem Namen geschehen diese Regierungskonsultationen und auch die Entscheidungen, die unsere Regierung trifft, und natürlich haben wir hoffentlich Einfluss in unserer Demokratie in Deutschland noch auf diese unsere Regierung."

Außerdem wollen die Unterzeichner Langhoff zufolge Solidarität mit den Kollegen und Kolleginnen in der Türkei bekunden. "Wie Sie alle wissen, sind vorvergangene Woche 27 Wissenschaftler verhaftet worden –  viele werden verfolgt mit Disziplinarverfahren, haben voraussichtlich keine Chance mehr auf Karriere – , die einen Friedensappell unterzeichnet hatten."

mit der Mitunterzeichnerin Olga Grjasnowa zu dem Offenen Brief.

 

Mehr zum Thema

Türkische Initiative "Adademiker für den Frieden" - "Kritik soll im Keim erstickt werden"
(Deutschlandradio Kultur, Fazit, 15.01.2016)

Frage des Tages - Wie gefährlich erleben Sie Istanbul?
(Deutschlandradio Kultur, Kompressor, 13.01.2016)

Interview

AfD im Bundestag"Keine Gefahr, sondern eher eine Chance"
Alexander Gauland, Spitzenkandidat der Partei Alternative für Deutschland (AfD) und Alice Weidel, Spitzenkandidat der Partei Alternative für Deutschland (AfD), jubeln am 24.09.2017 auf der Wahlparty ihrer Partei in Berlin. (picture-Alliance / dpa / Julain Stratenschulte)

Die AfD lässt die Fünf-Prozent-Hürde weit hinter sich und zieht erstmals in den Bundestag ein. Ist deshalb die Demokratie gefährdet? Nein, sagt Politikwissenschaftler Wolfgang Merkel. Die Auseinandersetzung mit der AfD sei sogar eine Chance für die etablierten Parteien.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur