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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 05.11.2009

Sag mir, wo die Bücher sind …

Zur Lage der Bibliotheken in Sachsen-Anhalt

Von Susanne Mack

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Blick in ein Bücherregal einer Bücherei (Stock.XCHNG / Paul Ijsendoorn)
Blick in ein Bücherregal einer Bücherei (Stock.XCHNG / Paul Ijsendoorn)

Musste erst Bundespräsident Köhler das Dilemma zahlloser Bibliotheken ansprechen, damit es ein Medienthema wird? Etwa 8000 Bibliotheken sollen in Ostdeutschland nach der Wende geschlossen, zirka 80 Millionen Bücher vernichtet worden sein.

Die Frage nach dem WARUM ist die eine, die andere Frage ist nicht minder gewichtig: Welche Folgen hat das? Und zwar in Zeiten, da alle von Bildung reden und ein jeder weiß, dass der eigentliche Schutz des souveränen Bürgers sein Denkapparat ist. Auch in Sachsen-Anhalt.

Linke: "Guten Tag. Sie sind hier in der Stadtbibliothek in Mücheln. Mücheln im Geiseltal. Die Hauptstadt des Geiseltals!. In Sachsen-Anhalt. Zwischen Merseburg und Querfurt."

Karin Linke, die Chefin. Der Müchelner Stadtbibliothek.

Die "Hauptstadt des Geiseltals" zählt rund 6000 Seelen. Ein verschlafenes Nest mit geflickten Straßen. Der Kommune fehlt es an Geld, aber auf die Bibliothek will man hier nicht verzichten.

Linke: "Na ja, wir haben nicht gleich nach der Wende sofort unsere Regale leer gemacht, da hätten wir ja vor leeren Bibliotheksregalen gestanden. Wir mussten erstmal warten, was wir für einen Etat kriegen, dass wir neue Bücher kaufen könnten. Und ich muss ehrlich sagen, wir haben auch heute noch DDR-Bücher im Regal stehen. Es war ja nicht alles schlecht!"

"Erinnere Dich.
Ich versuche es.
Du musst Dich erinnern!
Es ist lange her. Jahre sind vergangen.
Du kannst es nicht vergessen haben. Es war gestern.
Weiter! Erinnere Dich!"

Christoph Hein. Horns Ende. Aufbau-Verlag 1985

Linke: "Christoph Hein ist heute noch einer meiner Lieblingsschriftsteller. Und warum sollte ich da die ganzen Bücher aussondern? Das war gute Literatur! Und man kann ja nicht alles auf’n Müll schmeißen, was soll denn das?"

Anderswo hat man anders gedacht. Die Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft, zentrales Auslieferungslager für Bücher in der DDR, hat 1991 50.000 Tonnen druckfrischer Bände auf einer Müllkippe nahe Leipzig "entsorgt".

Da wurden nicht nur die Klassiker des Marxismus-Leninismus abgekippt oder die Schriftsteller der DDR, sondern auch Dürrenmatt und Mark Twain, Jack London und Puschkin, Hemingway, Gogol und Brecht.

Was in DDR-Verlagen gedruckt worden war, ließ sich zu Wendezeiten schwer verkaufen.

Richter: "Aber dass das ein Grund sein muss, dass man überhastete und ohne groß drüber nachzudenken etwa anderthalb bis drei Millionen neue Bücher auf den Müll geschmissen hat … Das war eben nicht nur marxistisch-leninistische Literatur, Parteiliteratur, sondern das war eben alles. Von der bildenden Kunst über die Weltliteratur, allgemeine Belletristik, einfach alles!"

Eberhard Richter. Vorsitzender der Peter Sodann Bibliothek e.V.

Richter: "Wenn man noch weiß, dass im Einigungsvertrag steht, die kulturelle Seite in Ostdeutschland darf nicht beschädigt werden … Das ist ’ne Kulturschande größten Ausmaßes eigentlich! Aber das ist untergegangen. Ich selbst habe das auch nicht so zur Kenntnis genommen. Wir waren alle dabei, neue Existenzen für uns zu schaffen, beruflich und fachlich, dass also die gesamte Bevölkerung ein bisschen übersehen hat."

Einer zumindest hat die ostdeutsche Bücher-Tragödie nicht übersehn. Peter Sodann. Schauspieler. Und damals Intendant des Neuen Theaters in Halle. Er wurde Zeuge, wie eine Gewerkschaftsbibliothek "abgewickelt" wurde, sprich ihr gesamter Bücherbestand auf den Müll gekarrt wurde.

Zeidler: "Der hat die Bücher zum Teil dort wieder rausgeholt, die da abgekippt wurden regelrecht, ja. Und dann hat er sie gesammelt in seinem Theater, da hatte der einen Raum. Und das wurden immer mehr, immer mehr."

Christel Zeidler aus Merseburg. Und dass die Hallenser Gewerkschaftsbibliothek nur eine von vielen war. Frau Zeidlers Lieblings-Bücherei in Merseburg-West ist auch Geschichte.

Zeidler: "Da bin ich sehr, sehr gerne hingegangen. Und dann plötzlich hieß es, die wird auch geschlossen, es muss gespart werden. Wir haben Protestschreiben abgefasst, wir haben Unterschriften gesammelt - das hat leider nichts genützt, die wurde geschlossen."

Die DDR verfügte über ein dichtes Netz an öffentlichen Bibliotheken. Ihre Nutzung war kostenlos. Jede Stadt, in größeren Städten jeder Stadtteil, auch die meisten Dorfgemeinden führten eine eigene Bücherei. Schulen und Betriebe ebenfalls.

Zu Beginn der 90er-Jahre begann in Ostdeutschland das große Bibliothekensterben. In der Bundesrepublik gibt es kein Bibliotheksgesetz, eine Kommune kann eine Bibliothek unterhalten, muss aber nicht. Und Bibliotheken sind teuer.

Linke: "Das hängt dann immer mit dem Engagement bestimmter Leute zusammen."

Rund 8000 öffentliche Bibliotheken sind im Osten Deutschlands inzwischen geschlossen worden. Auch in Sachsen-Anhalt gingen vielerorts die Lichter aus.

Linke: "Also, es gab mal nach der Wende zirka 250 hauptamtliche Bibliotheken, jetzt sind es nur noch 89 im Regierungsbezirk Halle. Ja, das ist sehr traurig, muss ich sagen. Aber die ganzen Betriebe sind weggebrochen. Mit Menschen haben sie’s ja genauso gemacht, die wurden dann einfach entlassen. Bücher wurden auch entlassen."

"Was eigentlich noch
Mutet man mir zu und soll ich aushalten
Ohne aus der Haut zu fahren.

Was soll ich noch
Hinnehmen als ruhmreiche Strategie
Oder erklärbare Taktik
Oder als Witz?

Das Lachen ist mir vergangen."

Volker Braun. Gedichte. 1976.

Vor vier Jahren suchte Peter Sodann nach einer neuen Bleibe für seine inzwischen beträchtlich gewachsene Sammlung von Büchern aus der DDR.

Zeidler: "Aber Halle hat sich nicht interessiert gezeigt, und da ist er dann auf Merseburg gekommen. Und hier wurde er dann mit offenen Armen empfangen."

Auf knapp 200.000 Bände ist die Sammlung inzwischen gewachsen, schätzen Eberhard Richter und Sabrina Hahndorf, die den Katalog betreut.

Richter: "Wir werden immer nur gefragt: Ihr sammelt DDR-Literatur!, und da sage ich: Jawohl, aber wir sammeln viel mehr als das. Wir sammeln die gesamte Literatur, die hier erschienen ist. Vor 1949 natürlich auch!"

Hahndorf: "Alles, was in der DDR gedruckt worden ist und auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone."

Richter: "Die Bücher kommen nicht nur aus dem Osten, sie kommen aus ganz Deutschland. Interessant ist, das vor allen Dingen aus den alten Bundesländern, von Hamburg bis an den Bodensee, viele uns anschreiben, anrufen und sagen: Wir haben Bücher, die haben wir damals, als wir öfter die DDR besucht haben und den Zwangsumtausch bezahlen mussten, dafür haben wir uns Bücher gekauft."

Hahndorf: "Bringen es halt viele her, weil es ihnen doch zu schade ist, wegzuwerfen. Es hängen ja doch Erinnerungen dran."

Vielleicht Ist die Bibliothek in Merseburger Goethestraße inzwischen ja der bequemste Weg, Opas verstaubte Büchersammlung zu entsorgen. Läuft der Verein nicht Gefahr, sich massenweise Traktate des Marxismus-Leninismus einzuhandeln, die heute keiner mehr will?

Richter: "Das stimmt, damit muss man rechnen, dass manche solche Hintergedanken haben. Aber das sind wirklich absolute Ausnahmen. Und es ist tatsächlich nicht so, dass wir 100 mal Geschichte der KPdSU oder so etwas … Wer hat denn die vierzig Bände von Marx-Engels-Gesamtausgabe oder die vierzig Bände von Lenin gehabt? Sondern es ist einfach die Literatur, die die Leute für sich persönlich gesammelt haben."

Zeidler: "Mehr Belletristik als alles andere."

Richter: "Und es ist ganz erstaunlich, was man da so vorfindet."

Zum Beispiel Böll und Aitmatow, Hemingway, Gogol und Thomas Mann. Bücher aus DDR-Verlagen, die in Leipzig anno 1991 auf dem Müll gelandet sind.

Oder auch - Günter Gereke: "Ich war königlich-preußischer Landrat". Ein Buch von 1971.

"Ich hatte keinen Titel und verfügte auch nicht über Vermögen. Natürlich hatten mich meine Kriegsverwundungen und mein Eisernes Kreuz aufgewertet. Regierungspräsident in Potsdam war ein Herr von der Schulenburg. Er galt als Typ des unnahbaren preußischen Adeligen, der jeden bürgerlichen Emporkömmling ablehnte. – Schulenburg behandelte mich eisig. 'Von Gereke?' fragte er, als ich mich bei ihm meldete. 'Nein, Herr Regierungspräsident, Gereke.'"

Richter: "Ich nahm das Buch in die Hand, schlag’ das auf Da war 'ne Widmung drin. Und die Widmung sagte: 'Dem Genossen sowieso für hervorragende Parteiarbeit, war so Anfang 70 oder 71, Unterschrift: Erster Kreissekretär der SED-Kreisleitung Worbis.' - Ist das nicht herrlich?"

"Und wir haben die Bücher, um die es geht, praktisch zur Zeit nur noch in Privathand, wie gesagt, in öffentlichen Bibliotheken ist nun eigentlich alles vorbei."

Eigentlich. – Die Stadt Mücheln hat eine "uneigentliche" Bibliothek.

Linke: "Wir haben dann so, wie wir Geld bekommen haben, über Jahre unseren Bestand neu aufgebaut und sind immer noch dabei."

In den Regalen stehen die "Nachwende–Bücher" in trautem Verein mit solchen aus der DDR.

Linke: "Zum Beispiel haben wir hier Erwin Strittmatter drin. Sehen Sie hier 'Der Laden'. Und 'Tinko', ist auch ein sehr schönes Buch."

"Schon am Morgen ist es wie im Frühling. Ich reiße das vortägige Blatt vom Kalenderblock. Eine fette schwarze Zehn wird sichtbar. Über der Zehn steht 'Oktober'. Schon den zweiten Tag bin ich nicht in der Schule. Die Kartoffel und Großvater sind daran Schuld."

Erwin Strittmatter. Zwischen Mario Simmel und Patrizia Shaw.

Lindner: "Die vertragen sich, ne."

Diese "Ost-West-Mischung" ist Leser-Willen, sagt Karin Linke.

Linke: "Es sind einige Leser, die wollen direkt Bücher aus DDR-Verlagen."

Die Bibliothekschefin geht auf ein breites Regal aus Kiefernholz zu.

Linke: "Goethe, Schiller, Storm, Arnold Zweig, Tucholsky …"

Linke: "Das ist noch von Leipzig vom Reclam Verlag von 1976. Und zwar ist das das Deutsche Lesebuch. Von Luther bis Liebknecht. Das ist noch von Stefan Hermlin herausgegeben, sehe ich gerade. Da ist Martin Luther drin, Kloppstock, Ulrich von Hutten, Thomas Münzer, Schiller … Wir haben auch Karl Marx, Friedrich Engels 'Landschaften' zum Beispiel."

"Sieh, wie der Gott der Liebe
sich in die Welt versenkt.
Und dass er ihr verbliebe,
sich ihr im Menschen schenkt!
Trägst Du nicht alllerwegen
Den Gott im Busen dein ?
So laß’ ihn frei sich regen,
und seiner würdig sein."

Linke: "Dann gibt’s wieder auch Goethe oder Robert Schumann, Joseph von Eichendorff, Rosa Luxemburg mit ihren 'Briefen aus dem Gefängnis' …"

"Wissen Sie, innerlich fühle ich mich in einem Stückchen Garten oder im Feld unter Hummeln und Gras viel mehr in meiner Heimat – als auf einem Parteitag. Ihnen kann ich ja wohl das alles sagen: Sie werden nicht gleich Verrat am Sozialismus wittern."

Eben hat Karin Linke wieder eine Bananenkiste voll alter Bücher bekommen.

Linke: "Da sind zum Beispiel wunderschöne Kunstbände drin. Ein sehr schöner Bildband über die Tretjakow–Galerie. Oder hier haben wir den Dom zu Halberstadt. Viele Leser fragen uns halt, ob sie uns die Bücher bringen können? Die Oma ist gestorben, da sagen wir halt, bevor sie die wegschmeißen, bringen sie se, und wenn wir sie nicht für unseren Bestand brauchen, dann geben wir sie halt für die Peter Sodann Bibliothek hin."

Karin Linke chauffiert die Bücher selbst. Von Mücheln nach Merseburg. In die Goethestraße.

Richter: "Wir sind jetzt hier in einem kleinen ehemaligen Kindergarten, der also schon in den 50er-, 60er-Jahren gebaut wurde."

Letztes Jahr war die Sammlung der in- und ausländischen Literatur aus DDR-Verlagen noch im Schlossgartensalon untergebracht. Jetzt wird der Pavillon im Park renoviert, darum der Umzug in die Goethestraße. Das alte Quartier war stilvoller, seufzt Christel Zeidler. Der Verein trauert noch. Um die Arbeit bei offenen Türen und Vogelgezwitscher. Und um das Publikum.

Zeitler: "Wer im Schlossgartensalon spazieren ging, also in dem Park, der kam dann gucken: 'Ach, was machen sie denn hier? - Das und das - Ja, das ist ja wunderbar! Also die Bevölkerung hat das ganz positiv aufgenommen.'"

Richter: "Im Grunde genommen gibt es ganz wenig Leute, die sagen: 'Was macht ihr denn da? Das ist nicht nötig?', sondern die meisten sagen: 'Menschenskinder! Das ist in Ordnung, das ist nötig, das brauchen wir.'"

Nicht eben ein komfortables Anwesen, dieser ausgediente Kindergarten aus den Sechzigern, das neue Verwaltungsgebäude der Bibliothek. Baracke, grauer DDR-Putz. "Wir rechnen mit Einbrüchen. Kein Bargeld im Haus. Der Kühlschrank ist leer." vermeldet ein Schild an der Eingangstür. Presspappe. Letzten Winter war’s hier ziemlich ungemütlich."

Zeitler: "Da funktionierte die Heizung dort nicht, da haben die im Kalten gesessen."

Und unermüdlich Bücher aus- und umgepackt, sortiert, geordnet, in den Katalog aufgenommen."

Richter: "Das ist jetzt hier der zweite Durchgang aus einem Ein-Euro-Jobber-Projekt, das jetzt ausläuft."

Zeitler: "Die waren alle sehr traurig. Zu der Abschlussveranstaltung am Montag sind viele nicht gekommen, weil sie gesagt haben: Das verkraften wir nicht. Da hatten die Männer sogar Tränen in den Augen, wirklich wahr. Das war’s dann, und nun fängt ne andere Truppe an."

ABM-Kräfte, die alles neu lernen müssen. Nicht eben sinnvoll, meint Eberhard Richter. Der hätte gern seine alte Mannschaft behalten, aber da war nichts zu machen. Behördlicherseits.

Auch Sabrina Hahndorf musste gehen, 18 Monate hat sie beim Bücherprojekt gearbeitet. Sabrina ist 24 Jahre alt und kannte Literaten aus der DDR bisher nur vom Hörensagen.

Hahndorf: "Ich kenne jetzt mehr DDR-Schriftsteller als meine Familienmitglieder und Verwandten und Freunde zusammen. Kant haben wir auch. Zum Beispiel 'Die Aula'."

"Da sitzt einer über seiner Schreibmaschine, raucht zuviel, bläst Staub von den Tasten, beißt in einen Apfel und denkt an Schiller dabei, starrt auf das leere Papier und dann auf die Uhr, hat schon wieder eine Zigarette in Brand und nennt das alles Arbeit."

Richter: "Mann kann doch über Kant denken, was man will! Es geht aber um das Buch, und dieses Buch hat seinen Platz in der Literaturgeschichte, das ist gar keine Frage."

Hahndorf: "Die Aula, die haben wir mittlerweile, ich glaube, 38 verschiedenen Auflagen."

Irgendwann wird man wohl aussortieren müssen, allein aus praktischen Gründen.

Hahndorf: "Wir werden sicherlich nicht 50 Mal das Kommunistische Manifest hier stehen haben am Ende, weil, es leiht sich keiner 50mal das Ding aus."

Landen dann vielleicht doch wieder ein paar Bücher auf dem Müll? Eberhard Richter will darüber nicht nachdenken. Noch nicht. Ihn beschäftigen erstmal die Geldnöte des Vereins.

Richter: "Es muss eine Stiftung gegründet werden. Es müssen Mäzene und Sponsoren müssen gefunden werden, die uns unterstützen."

Damit ein neues und endgültiges Quartier für die Sammlung gefunden werden kann.

Richter: "Ein bisschen Spinnen in dieser Frage ist natürlich unerlässlich."

Eberhard Richter träumt … Von einem alten Kloster in der Nähe, das gerade renoviert wird. Aber wirklich spruchreif ist die Sache noch nicht.

Der Verein "Peter Sodann Bibliothek" will ein Stück deutscher Kulturgeschichte bewahren. Damit sich kommende Generationen ein differenziertes Bild machen können vom Leben und Lesen in der DDR.

Richter: "Das kann man dann aber nur, wenn man die Literatur, die da die Menschen bewegt hat, die eine Rolle gespielt hat, die aktuell war, wenn man die berücksichtigen, noch benutzen kann. Weil: da steht ja mehr drin als in Parteibeschlüssen!"

Linke: "Ruth Kraft hab’ ich auch gerne gelesen."

"Die Kunst, Damen zu empfangen." 1983.

"Staufferfett und Kombizange haben für die Reparatur an Stülps Vehikel nicht ausgereicht. Der Motor läuft zwar, aber er rülpst und stöhnt. Artur gibt nach stundenlangem Herumbasteln auf. Immerhin-rüber-nach-Zwebetha-kommste-allemal!"

Richter: "Dort kann man auch über das Leben der Menschen selbst noch etwas feststellen, und das ist eigentlich der Sinn der Sache auch für Literatur. Und deshalb geben wir hier auch nicht auf. Auch wenn es ziemlich schwierig ist. Dazu ist schon zuviel auf dem Müll gelandet."

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