Seit 06:07 Uhr Studio 9
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 06:07 Uhr Studio 9
 
 

Nachspiel / Archiv | Beitrag vom 22.07.2012

Politische Medaillen

Nationen nutzen die Olympischen Spiele zur Imageverbesserung

Von Ronny Blaschke

Podcast abonnieren
Olympische Ringe  (AP)
Olympische Ringe (AP)

Bei den Olympischen Spielen geht es um Medaillen und das Treffen von Kulturen. Und es geht um Politik. Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, bezeichnet den Sport als die "wahrscheinlich größte Kommunikationsplattform der Welt".

Die Geschichte von Nationalismus und Patriotismus auf olympischer Bühne ist lang: Schon 1908 in London weigerte sich das finnische Team, hinter der Fahne Russlands zu marschieren, obwohl das damalige Großfürstentum unter dessen Führung stand. Hitler nutzte die Spiele 1936 in Berlin zur Propaganda. Jahrzehnte später geriet Olympia zwischen die Fronten des Kalten Krieges.

Und 2008 wollte sich China in Peking als demokratisch und modern verkaufen. Auf der anderen Seite bietet Olympia die Öffentlichkeit für Proteste gegen Menschenrechtsverletzungen: 1968 demonstrierten amerikanische Bürgerrechtler während der Spiele in Mexiko gegen Rassismus. Und durch den Ausschluss Südafrikas von Sportveranstaltungen während der Apartheid sei "mehr Druck ausgeübt worden als durch Wirtschaftssanktionen und Wirtschaftsboykotte", sagt der Kölner Sportpolitik-Professor Jürgen Mittag.


Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat

Mehr bei deutschlandradio.de

Downloads:

Politische Medaillen (pdf)
Politische Medaillen (txt)

Nachspiel

1. FC SaarbrückenAbgehängter Traditionsverein
Inzwischen schon nicht mehr im Amt: Falko Götz kündigte am 2. März 2016 als Trainer des 1. FC Saarbrücken. (dpa / picture alliance)

Der 1. FC Saarbrücken, einst Gründungsmitglied der Bundesliga, hat in diesem Jahr erneut den Aufstieg in die Dritte Liga verpasst. Der FC will nun seine Amateurmannschaft durch die Übernahme eines anderen Vereins in die Saarlandliga "einkaufen". Aber da machen die Konkurrenten nicht mit.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur