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Weltzeit | Beitrag vom 14.03.2018

Neue Not im reichen KongoWer profitiert von Krisen und Chaos?

Christopher Unger im Gespräch mit Andre Zantow

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Kirchennahe Demonstranten in der Demokratischen Republik Kongo protestieren gegen Präsident Kabila. Ein Mann in der Mitte der Gruppe trägt ein großes Kreuz. (AFP / John Wessels)
Kirchennahe Demonstranten in der Demokratischen Republik Kongo protestieren gegen Präsident Kabila. (AFP / John Wessels)

Zwei Millionen Kinder sind laut UN im Kongo von Hunger bedroht, Hunderttausende auf der Flucht. Cholera-Fälle häufen sich. Im April laden die Vereinten Nationen zu einer Geberkonferenz - doch die Profiteure der Armut sitzen ebenfalls im Präsidentenpalast.

Die Katholische Kirche im Kongo führe derzeit die Oppositions-Bewegung gegen Präsident Kabila an, schildert unser Ost- und Zentralafrika-Korrespondent Christopher Unger. Regelmäßig gebe es Proteste, seitdem Joseph Kabila die ursprünglich für Ende 2016 geplante Wahl immer wieder verschiebt. Dabei kommt es zu Zusammenstößen mit der Polizei, bei denen auch schon Menschen getötet wurden.

Der neue Wahltermin ist für den 23. Dezember 2018 vorgesehen.

Kabila profitiert von der Wahlverzögerung

Warum Präsident Kabila von einer erneuten Verzögerung der Wahl und vom Chaos im Land profitiert, schildert Christopher Unger im Interview. Er geht auch auf die drohende humanitäre Krise im Land ein und die angestrebten Gegenmaßnahmen der Vereinten Nationen.

"Wahlen im Kongo sind nicht ganz so einfach. Das Land ist sechsmal größer als Deutschland, weite Teile sind Urwald. Die Regierung hat nun die Idee gehabt, die Wahl mit Wahlcomputern zu machen, damit Stimmzettel nicht verschwinden können, damit die Auszählung nicht tagelang dauert.

Es gab vor einigen Wochen die Vorstellung eines solchen Tablet-Computers, das hat aber nicht funktioniert. Und da ist natürlich die Frage, wenn das schon in der Hauptstadt nicht funktioniert, wie soll das laufen im tropischen Regenwald? Darin sehen jetzt viele einen Trick von Joeseph Kabila, damit er länger im Amt bleibt."

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