Seit 09:05 Uhr Im Gespräch

Montag, 18.06.2018
 
Seit 09:05 Uhr Im Gespräch

Interview / Archiv | Beitrag vom 14.11.2016

Naturschauspiel "Supermond"Viel Mond um nix

Mirko Krumpe im Gespräch mit André Hatting

Podcast abonnieren
Ein große Vollmond, vor dem sich ein Passagierflugzeug abhebt.  (AFP / Adrian Dennis)
Der "Supermond" wird kaum anders aussehen als sonst auch, sagt Astrophysiker Mirko Krumpe. (AFP / Adrian Dennis)

Heute spielt sich am Himmel seltenes Naturschauspiel ab - der Mond kommt der Erde so nahe wie seit 70 Jahre nicht mehr. Astrophysiker Mirko Krumpe warnt allerdings vor zuviel Euphorie - mit bloßem Auge lasse sich die Veränderung fast nicht erkennen.

Der Vollmond, der heute nacht am Himmel aufgeht, ist, so hört man, ein ganz besonderer - ein "Supermond". Weil er der Erde besonders nahe kommt, wird er größer als sonst sein. Auf ein außergewöhnliches Spektakel dürfe man trotzdem nicht hoffen, sagt Mirko Krumpe vom Leibniz -Institut für Astro-Physik in Potsdam.

Effekt des Ereignisses ist klein

Der Effekt des Ereignisses sei relativ gering, sagt Krumpe im Deutschlandradio Kultur. Im Vergleich zu einem normalen Mond werde der heutige nur sieben Prozenzt näher und 15 Prozent heller sein. "Das Auge kann das eigentlich gar nicht wahrnehmen." Zur Beobachtung seien Sternwarten geeignet. "Aber selbst dort ist das nicht sehr auffällig, weil der Effekt halt wirklich so klein ist."

Für Wissenschaft nicht interessant

Die Bezeichung "Supermond" sei durch einen Astrologen in den 70er-Jahren geprägt worden und in den letzten Jahren bei Hobby-Astronomen und in der Presse populär geworden. In der Astrophsyik selbst gebe es den Begriff hingegen gar nicht. Auch das Himmelsereignis als solches sei für die Wissenschaft nicht übermäßig interessant, so Krumpe. "Es ist einer von vielen Vollmonden". 

Hören Sie hier das . Welche Bedeutung der Mond in der Literatur hat, beschreibt Joachim Kalka in seinem Feature.

Mehr zum Thema

Trio am Abendhimmel - Mond, Saturn, Venus
(Deutschlandfunk, Sternzeit, 02.11.2016)

Pseudowissenschaften - Der Mond und die Welteislehre
(Deutschlandfunk, Sternzeit, 18.09.2016)

Mond, Saturn, Antares und Mars - Das vergängliche Himmelsquartett
(Deutschlandfunk, Sternzeit, 08.09.2016)

Interview

Die enthemmte CSUProbier's mal mit Gemütlichkeit!
09.05.2018, Berlin: Horst Seehofer (CSU), Bundesminister für Inneres, Heimat und Bau, kommt zu einer Pressekonferenz. Er äußerte sich zum Thema Familiennachzug. (picture alliance / dpa / Carsten Koall/)

Die CSU legt mit ihrer Flüchtlingspolitik die Axt an die Koalition. Der Schweizer Philosoph Andreas Urs Sommer rät, die Aufregung darüber "runter zu temperieren" - die Bundesrepublik werde nicht untergehen, nur weil die CSU Rabatz macht.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur