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Freitag, 23.02.2018
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 23. Februar 2018

Michael Schulte singt beim Eurovision Song Contest für Deutschland

De 27 Jährige gewinnt den Vorentscheid deutlich

Mit dem Lied "You let me walk alone" soll er nach den Flops der vergangenen Jahre beim Finale in Lissabon für ein besseres Ergebnis sorgen. Sein Erfolg beim deutschen ESC-Vorentscheid hätte nicht deutlicher sein können. Sechs Konkurrenten bewarben sich um den deutschen Startplatz für den weltweit größten Musikwettbewerb. Im neuen Konzept des Vorentscheids hatte die ARD die Abstimmung in die drei Teile, internationale Jury, Fachpublikum und Zuschauerabstimmung aufgeteilt. Während auf den hinteren Plätzen die Bewertungen unterschiedlich ausfielen, gewann Schulte in allen drei Gruppen. Dass er zum Vorentscheid eingeladen wurde, liegt auch an seinem erfolgreichen Kanal bei Youtube. Dort hat er inzwischen mehr als 200.000 Abonnenten.

"Zukunftsmuseum" Nürnberger eröffnet nicht vor 2020

Das erklärte der Generaldirektor des Deutschen Museums

Eigentlich sollte die Außenstelle des Deutschen Museums in Nürnberg 2019 eröffnet werden. Aber dieser Termin ist nicht zu halten. Aber der Name steht fest: Sie soll den Untertitel "Zukunftsmuseum" tragen. Nach Auskunft von Wolfgang Heckl, Chef des Deutschen Museums, nehme aber die Ausstellungsfläche von 2900 Quadratmeter konkrete Form an. "Wir wollen etwas völlig Neues schaffen und uns mit der Zukunft auseinandersetzen", so Heckl. Das Deutsche Museum mit Stammhaus in München sieht sich als eines der bedeutendsten Technik- und Wissenschaftsmuseen der Welt.

Vor allem Frauen in #MeeToo-Arbeitsgruppe des Bühnenvereins

Das sagte Marc Grandmontagne nachtkritik.de

An die "25 Personen (IntendantInnen, VertreterInnen der Politik, VerwaltungsdirektorInnen)" umfasst die Runde, die sich "um grundlegende Fragen der Umsetzung von Geschlechtergerechtigkeit und Gleichstellung an Theatern und Orchestern" in Deuschland befassen soll. Das erklärte der Geschäftsführende Direktor des deutschen Bühnenvereins. Eingerichtet im Januar, soll sie im März das erste Mal tagen. Unter anderem sollen Verhaltensrichtlinien in Anlehnung an die Selbstverpflichtungserklärung des Londoner Royal Court Theatres vom November 2017 erarbeitet werden.Der Bühnenverein nehme "seine Verantwortung angesichts der #MeToo-Debatte sehr ernst", heißt es in einem gemeinsamen Schreiben mit dem Präsidenten des Bühnenvereins, Ulrich Khuon. Zuvor war kritisiert worden, dass Frauen in den Gremien des Bühnenvereins unterrepräsentiert sind.

Goldene Kamera in Hamburg verliehen

Petra Schmidt-Schaller und Volker Bruch als beste Schauspieler ausgezeichnet

Für ihr Lebenswerk wurden Christiane Hörbiger und Liam Neeson ausgezeichnet.
Bei der von Steven Gäthjen moderierten Veranstaltung ging es auch um die sogenannte #Metoo-Debatte. Ausgerechnet eine der besten Nachrichten des noch jungen Jahres verhagelte den Machern der Goldenen Kamera den sonst wohl stärksten Moment des Abends. Der mehr als ein Jahr in der Türkei inhaftierte "Welt"-Reporter Deniz Yücel sollte aus Solidarität einen Sonderpreis erhalten. Nach seiner Freilassung bat er aber die Veranstalter, auf die Auszeichnung zu verzichten. Julia Becker, Aufsichtsratsvorsitzende der Funke Mediengruppe, erinnerte deshalb an 281 Journalisten, die weltweit weiter im Gefängnis sitzen.
"Sing my Song" wurde als beste TV-Show ausgezeichnet und beste Serie wurde "4Blocks". Der Nachwuchspreis ging an Louis Hofmann. Der Zuschauer-Preis für die beste "Dokutainment"-Sendung ging an die Trödel-Show "Bares für Rares".

Kulturminister sieht in Genter Ausstellung keinen Präzedenzfall

Das sagte Sven Gatz im belgischen Fernsehen

Das Museum der Schönen Künste in Gent sorgt weiter für Schlagzeilen. Zwei Dutzend Gemälde russischer Avantgarde-Künstler sind zwar abgehängt, weil ihre Echtheit angezweifelt wird, aber damit sind nicht alle Fragen beantwortet. Warum ließ die Museumsleitung es bei den Zertifikaten bewenden, die der in Belgien lebende Besitzer der Bilder, Igor Toporovski, vorlegte - weil es an die 90.000 Euro gekostet hätte, die Gemälde mit Sachverstand prüfen zu lassen? Der flämische Kulturminister Sven Gatz sagte nun in einer Fernseh-Talkshow mit Blick auf die Wahrscheinlichkeit einer Fälschung: "Das kommt nicht nur in Belgien vor. In einer Ausstellung in Genua im vergangenen Sommer hatte man bei Zweidrittel der ausgestellten Modigliani-Bilder Zweifel an deren Echtheit."

Spanien: Empörung wegen Haftstrafe für Rapper

Unverständnis in allen politischen Lagern

Die Verurteilung des Rappers Valtònyc aus Mallorca zu dreieinhalb Jahren Gefängnis sorgt in Spanien für Empörung. Die Entscheidung des Obersten Gerichts, das ein früheres Urteil bestätigt hatte, wird nicht nur von linken Politikern, Rapper-Kollegen, alternativen Künstlern und Anti-System-Bewegungen kritisiert. Mit den Richtern des "Tribunal Constitucional" gehen auch Leute wie Toni Bolaño hart ins Gericht. "Das Urteil ist skandalös", schimpfte der angesehene Kolumnist der konservativen und monarchistischen Zeitung "La Razón" in einer Fernseh-Talkrunde. Unverständnis kommt auch von Expertenseite. Die Meinungs- und Kunstfreiheit sei nicht nur für Dinge und Aussagen gedacht, "die uns gefallen, sondern auch für jene, die uns missfallen oder sogar beleidigen", betonte der Sprecher des Richterverbandes "Jueces para la Democracia", Ignacio González Vega. Valtònyc wurde für schuldig befunden, in seinen Liedern unter anderem den Terrorismus verherrlicht, die Royals sowie Politiker beleidigt und mit dem Tode bedroht zu haben. Vor rund einem Jahr war er in erster Instanz vom Landgericht der Balearen verurteilt worden.

Heiner-Carow-Preis für Flüchtlingsfilm "Styx"

Preis erinnert an den Regisseur von "Die Legende von Paul und Paula"

Der Flüchtlingsfilm "Styx" von Regisseur Wolfgang Fischer ist bei der Berlinale mit dem Heiner-Carow-Preis ausgezeichnet worden. Die vergebende DEFA-Stiftung erklärte, mit "Styx" sei ein besonders beeindruckender Film gelungen. Tief berührend und mit dem meisterlichen Spiel der beiden Protagonisten stelle er elementarste Fragen der menschlichen Existenz. In dem Film wird eine selbstbewusste Ärztin (Susanne Wolff) bei einem Segeltörn plötzlich mit dem Schicksal kenternder Flüchtlinge konfrontiert. Sie funkt vergeblich um Hilfe und steht bald vor der Entscheidung, selbst etwas zu tun. Die Auszeichnung erinnert an den 1997 gestorbenen Regisseur Heiner Carow, der in den Babelsberger DEFA-Studios wichtige Filme drehte, etwa "Die Legende von Paul und Paula".

Programm erkennt Hassbotschaften

Hetzerische Wörter in Tweets werden in Echtzeit aufgespürt

Forscher der Universitäten Antwerpen und Hildesheim haben ein Programm entwickelt, das Hassbotschaften in deutscher Sprache auf Twitter aufspüren kann. Die Software entstand im vergangenen Jahr als Teil eines Projektes, bei dem die politische Kommunikation vor der Bundestagswahl untersucht wurde, wie die Universität Hildesheim mitteilte. Dazu analysierten der Antwerpener Sprachtechnologe Tom De Smedt und die Hildesheimer Medienlinguistin Sylvia Jaki Polit-Talkshows und Kommentare in sozialen Medien. "Um ein besseres Verständnis zu gewinnen, wie politisch motivierte Hassbotschaften in den sozialen Medien aussehen, berücksichtigen wir auch nonverbale Elemente wie Bilder oder Emojis", erklärte Jaki das Programm. Es spüre hetzerische Wörter und Wortkombinationen in Tweets in Echtzeit auf. Laut De Smedt kann die Software auch damit umgehen, dass sich die Sprache des Hasses verändert. In Tests habe das Programm eine Trefferquote von 80 Prozent erreicht.

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