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Kulturnachrichten

Donnerstag, 25. Mai 2017

Timothy Garton Ash erhält Karlspreis der Stadt Aachen

Historiker für seine Verdienste um die europäische Einigung geehrt

Der britische Historiker Timothy Garton Ash wurde mit dem Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen ausgezeichnet. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte den 61-Jährigen in einer Ansprache als "leidenschaftlichen Verfechter der Idee von Europa, von Freiheit und Aufklärung und Demokratie". Garton Ash sei "Chronist der Realität Europas, seines Wachsens und Werdens und auch seiner Widersprüche". Der undotierte Karlspreis wird traditionell am Himmelfahrtstag verliehen. Mit ihm werden seit 1950 Persönlichkeiten und Institutionen ausgezeichnet, die sich um die Einigung Europas verdient machten. Zu den früheren Preisträgern zählen der ehemalige US-Präsident Bill Clinton, Bundeskanzlerin Merkel und Papst Franziskus.

Protest gegen Behördenwillkür in der Türkei

Französischer Fotograf im Hungerstreik

Ein in der Türkei festgenommener französischer Fotograf ist in den Hungerstreik getreten. Laut der Organisation Reporter ohne Grenzen hat Mathias Depardon bereits seit Tagen nichts gegessen. Der in der Türkei ansässig gewesene Fotograf war für das Magazin „National Geographic im Einsatz. Am 8. Mai wurde er in der mehrheitlich von Kurden bewohnten Provinz Batman festgenommen. Von türkischer Seite gab es keinen Kommentar zu den Gründen für seine Festnahme.

Art Berlin zeigt auch Kunst des 20. Jahrhunderts

Das meldet das Kunstmagazin "Monopol"

Im September werden die Art Berlin Contemporary und die Art Cologne erstmals zusammenarbeiten. Das ist seit einigen Wochen bekannt. Nun gibt es auch Einzelheiten zur Art Berlin: Im Unterschied zur ABC wird nicht nur ganz neue Kunst gezeigt, sondern auch Kunst des 20. Jahrhunderts. Im Untertitel heißt die Messe nun "Fair for Modern and Contemporary Art". Auch das bisherige Format der Einzelpräsentationen wird aufgegeben. 100 Galerien nehmen an der Messe teil. Die Teilnehmerliste wird demnächst bekanntgegeben.

Facebook blockiert Holocaust-Leugnung nur in vier Ländern

Das berichten der britische "Guardian" und die "Süddeutsche Zeitung"

„Wir respektieren regionale Gesetze, wenn die Regierung deutlich gemacht hat, dass sie deren Umsetzung nachgeht“. So steht es in Schulungsunterlagen für Facebook-Mitarbeiter. Die Leugnung des Holocaust ist in 14 Ländern illegal. Aber "wir beziehen es nur auf die vier Länder, die dieses Thema bei uns aktiv verfolgen“ . Das sind laut dieser Unterlagen Deutschland, Großbritannien, Österreich und Israel. Dementsprechend entferne Facebook keine entsprechenden Inhalte „bis ein Land den politischen Willen nachgewiesen hat, nationale Zensurgesetze durchzusetzen“. In einer offiziellen Facebook-Mitteilung heißt es: „Wir nehmen Holocaust-Leugnung sehr ernst und entfernen diese beispielsweise in Deutschland. Wir erkennen die Bedeutung der Holocaust-Leugnung in Deutschland und in anderen Ländern und stellen sicher, dass unsere Mitarbeiter hierzu entsprechend trainiert und sensibilisiert sind.“

Dichter in Deutschland sind arme Poeten

Das besagt eine Umfrage des "Hauses für Poesie" in Berlin

200 Dichter wurden befragt. 55 Prozent antworteten auf die Frage, was sie mit ihrer Kunst im Jahr verdienen. Das Ergebnis: Nur jeder vierte Lyriker kommt mit seinen Gedichten auf mehr als 10.000 Euro im Jahr. 83 Prozent der befragten Poeten gaben an, auch mit Nebentätigen nur schlecht über die Runden zu kommen. Drei Viertel der Befragten leben demnach mit einem Jahresbruttoeinkommen unter dem Bundesdurchschnitt von 32.486 Euro. Für 77 Prozent liegen die Einnahmen jährlich bei 10.000 Euro oder weniger.

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Fazit

Ausstellung "How to live together" in Wien"Es geht um Empathie"
Ausschnitt aus dem Bild von Paul Graham, Beyond Caring, 1984/85 (Paul Graham, Courtesy Anthony Reynolds Gallery, London)

Um die Frage, wie wir zusammenleben können, dreht sich eine Ausstellung mit dem sprechenden Titel "How to live together" in der Kunsthalle Wien. Kurator Nicolaus Schafhausen über Gesellschaftsporträts von August Sander und Abbilder der Upperclass von US-Fotografien Tina Barney.Mehr

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