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Kulturnachrichten

Montag, 26. Juni 2017

Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo in China freigelassen

Unheilbar krank

Der chinesische Friedensnobelpreisträger und Dissident Liu Xiaobo ist aus der Haft entlassen worden. Bei Liu sei im Mai eine unheilbare Leberkrebserkrankung festgestellt worden, kurz darauf sei er aus medizinischen Gründen freigekommen, sagte sein Anwalt Mo Shaoping der Nachrichtenagentur AFP. Liu werde nun in einem Krankenhaus in Shenyang behandelt. Der Schriftsteller und Systemkritiker saß seit 2009 in Haft, weil er sich für Menschenrechte in China engagiert hatte.

Auszeichnung für Tragikomödie "Zuckersand"

Bernd Burgemeister Fernsehpreis in München vergeben

Die Produzenten Uli Putz und Jacob Claussen sind für ihre DDR-Tragikomödie "Zuckersand" mit dem Bernd Burgemeister Fernsehpreis ausgezeichnet worden.
Der ARD-Film erzählt von zwei zehnjährigen Freunden in der DDR, die Ende der 70er Jahre vom Leben in Australien träumen. "Zuckersand" beginne wie eine nostalgische Erinnerung an einen heißen Kindersommer, bis das brutale Gewicht der Realität sie erdrücke, begründete die Jury die Preisverleihung am Sonntagabend in München.
Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wird gestiftet von der Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten. Er wird dem oder den Produzenten des besten Spielfilms aus der Reihe Neues Deutsches Fernsehen beim Filmfest München verliehen.

Michael Köhlmeier mit Literaturpreis geehrt

Die Auszeichnung der Konrad-Adenauer-Stiftung wird seit 1993 vergeben

Michael Köhlmeier ist der 25. Literaturpreisträger der Konrad-Adenauer-Stiftung. Der 67-jährige österreichische Autor gilt als bedeutender Erzähler mit einer großen Bandbreite - von Romanen und Novellen über Hör- und Drehbücher bis zu Nachdichtungen antiker Mythen oder österreichischer Sagen.Er erhielt die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichnungam am heutigen Sonntag im Weimarer Schloss Belvedere vom Vorsitzenden der Stiftung, Hans-Gert Pöttering. Die Konstanzer Kultur- und Literaturwissenschaftlerin Aleida Assmann bezeichnete Köhlmeier vor etwa 400 Gästen in ihrer Laudatio als "großen Erfinder und Erzähler". Seit 1993 werden von der CDU-nahen Stiftung Autoren geehrt, die der Freiheit das Wort geben. Zu den Preisträgern gehörten Sarah Kirsch, Günter de Bruyn, Herta Müller, Wulf Kirsten oder Daniel Kehlmann.

Knapp 40 000 Menschen auf Berliner Schlossbaustelle

Am Wochenende durfte besichtigt werden

Das Berliner Stadtschloss ist noch gar nicht fertig, dennoch hat es am Wochenende schon knapp 40 000 Besucher angezogen. Diese Zahl nannte Bernhard Wolter, Sprecher der Stiftung Humboldt Forum. Für die Besucher gab es neben Einblicken in unfertige Räume auch ein Programm mit Kunst, Kultur und kulinarischen Genüssen. Allerdings war nur ein Teil der Baustelle für die Öffentlichkeit begehbar. Geöffnet war die 30 Meter hohe Eingangshalle mit dem barocken Eosanderportal. Das auffällige Eingangstor wird nach historischen Plänen neu aufgebaut. "Bis Ende des Jahres sollen die Fassaden fertig sein. Für Ende 2018 möchten wir den Innenausbau fertig haben. Danach können dann die Museen und Veranstalter in das Schloss einziehen", so Bernhard Wolter.

"OST"-Zeichen auf Volksbühne ist weg

Demontage der Ära-Castorf

Er ist weg: der Schriftzug "OST" auf dem Dach der Berliner Volksbühne. Ein Kran hat die Buchstaben am Samstagabend während der letzen Vorstellung von "Die Brüder Karamasow" entfernt. Die Volksbühne hatte das auf Twitter angekündigt. Die Berliner Volksbühne ist - eine Woche vor dem Ende der Ära Castorf - nun um ein Wahrzeichen ärmer. Auch die bekannte Rad-Skulptur auf dem Platz vor dem Theater soll noch abgebaut werden, wie das Theater wissen ließ. Die Idee für das Speichenrad mit den Beinen stammte damals von Bühnenbildner Bert Neumann, der das Rad zum Logo für die Volksbühne machte. Die Spielzeit und die 25 Jahre dauernde Intendanz von Frank Castorf gehen am kommenden Samstag mit einem Straßenfest zu Ende. Neuer Leiter des Theaters wird der Belgier Chris Dercon. Er war zuletzt Direktor des Londoner Museums Tate Modern.

Trump-Sohn: Disney soll Johnny Depp entlassen

Der Schauspieler hatte einen 'schlechten Witz' auf Kosten Trumps gemacht

Der amerikanische Schauspieler Johnny Depp hatte auf einem Filmfestival im englischen Glastonbury einen "Witz" über einen Mordanschlag auf Donald Trump gemacht. Jetzt hat Donald Trump jr., der ältesteste Sohn des US-Präsidenten, darauf scharf reagiert. Er twitterte: "Ich würde glauben, es wird schwer für Disney, ihn zu halten." Danach verwies er auf den Hashtag "#FireDepp". Depp hatte auf dem Festival gefragt, wann ein Schauspieler das letzte Mal einen Anschlag auf einen Präsidenten verübt habe. Damit spielte er offenbar auf den Anschlag auf den ehemaligen US-Präsidenten Abraham Lincoln durch den Schauspieler John Wilkes Booth im Jahr 1865 an. Am Tag danach hatte sich Depp entschuldigt und mitgeteilt: "Es kam nicht wie beabsichtigt rüber, und ich beabsichtigte keine Bosheit". Der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, sagte in Washington, der Mangel an Empörung über Depps Äußerung und ähnliche Bemerkungen von Prominenten sei beunruhigend. Der Präsident habe deutlich gemacht, dass alle Formen von Gewalt verurteilt werden sollten.

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