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Kulturnachrichten

Sonntag, 23. Juli 2017

Gedenken an Loveparade-Unglück in Duisburg

Lichternacht und öffentliche Gedenkfeier

Mit einer "Nacht der 1000 Lichter" wird heute Abend in Duisburg der Opfer des Loveparade-Unglücks vor sieben Jahren gedacht. Sie findet am Vorabend des Jahrestages in dem Straßentunnel statt, der damals zum Veranstaltungsgelände führte. Ein Saxophonspieler begleitet das Gedenken musikalisch. Morgen gibt es um 17 Uhr eine Gedenkfeier an der Unglücksstelle. Diese Feier ist erstmals öffentlich. Nach Musik und Worten des Gedenkens erklingen 21 Glockenschläge. Ein weiterer Glockenschlag soll an das Leid der verletzten und traumatisierten Opfer erinnern. Am 24. Juli 2010 waren an einer Engstelle im Zugangsbereich des Technofestivals 21 Menschen erdrückt worden. Mindestens 652 wurden verletzt.

US-Schauspieler John Heard ist tot

Bekannt durch "Kevin"-Filme

Der amerikanische Film- und TV-Schauspieler John Heard ist im Alter von 72 Jahren gestorben. Das gab die zuständige Gerichtsmedizin im kalifornischen Santa Clara bekannt. Heard war vor allem als Vater des von Macaulay Culkin gespielten Jungen in den Filmen "Kevin - Allein zu Haus" (1990) und "Kevin - Allein in New York" (1992) bekannt. Für seine Rolle als korrupter Detektiv in der Erfolgsserie "Die Sopranos" wurde er 1999 für einen Emmy nominiert.

Wolfgang Engler: Werdet Schauspieler!

Trotz unsicherer Arbeitsverhältnisse

Wolfgang Engler, scheidender Rektor der Hochschule für Schauspielkunst
"Ernst Busch", kann jungen Menschen mit gutem Gewissen raten, Schauspieler zu werden. "Kommt, macht es!", sagte Engler im Deutschlandfunk Kultur. Es sei etwas Wunderbares. "Kaum dass Menschen auf die Welt gekommen sind, fangen sie an zu spielen, das scheint ja doch irgendwie ein Urtrieb zu sein", so Engler. Das auf eine lustvolle und professionelle Weise zu tun, sodass andere daran wieder Gefallen fänden, sei der Rest einer Utopie in einer Welt, die so vom Realen besessen ist, dass sie Mühe hat, auch nur ein Fingerbreit darüber hinaus zu denken, sagte Engler. Allerdings sei es heute schwieriger als früher geworden, eine Anstellung am Theater zu bekommen. Zwölf Jahre hatte der Soziologe und Philosoph Berlins kleinste Hochschule geleitet, jetzt geht er in den Ruhestand. Ihm folgt am 1. Oktober der Kulturmanager Holger Zebu Kluth, bisher war er Geschäftsführer der Hamburger Kammerspiele.

Kritik am neuen Volksbühnen- Programm

Diedrich Diederichsen: "Einfach hohl"

Der Poptheoretiker Diedrich Diederichsen ist vom neuen Konzept der Berliner Volksbühne nicht überzeugt. "Das Programm, das jetzt vorgestellt wurde, ist einfach hohl. Lauter Namen und Ideen, die schon lange überall vorkommen, von Tino Sehgal bis zu Boris Charmatz", sagte der 59-Jährige dem "Tagesspiegel". Es habe ihn "völlig ratlos" gemacht. Er vermisse ein Manifest, ein zentrales Motiv. An dem Theater hätten mit René Pollesch, Herbert Fritsch oder Christoph Marthaler "einfach die Spitzenleute im deutschsprachigen Theater gearbeitet", so Diederichsen weiter. "Und die gehen jetzt alle weg von der Volksbühne." Intendant Frank Castorf nahm Anfang Juli seinen Abschied an der Volksbühne, wo er 25 Jahre lang arbeitete. Er wird zur neuen Spielzeit von dem Belgier Chris Dercon abgelöst, der in der Berliner Kulturszene hochumstritten ist. Kritiker fürchten Kommerzialisierung und Beliebigkeit an dem traditionsreichen Theaterhaus.

Corny Littmann: "Ehe für alle" überfällig

Wichtiger symbolischer Schritt

Für den Hamburger Theatermacher Corny Littmann (64) ist die "Ehe für alle" ein überfälliger Schritt gewesen. Sie werde dazu beitragen, dass Schwule und Lesben "nicht mehr in einem solchen Maße diskriminiert werden wie bisher", sagte der 64-Jährige, der mit einem Mann verpartnert ist, der "Süddeutschen Zeitung". Abgesehen von dem damit verbundenen Adoptivrecht sei die zivilrechtliche Ehe für Homosexuelle ein wichtiger symbolischer Schritt. Diskriminierung könne ein Gesetz allein jedoch nicht beseitigen. "Die Frage, wie Schwule und Lesben am Arbeitsplatz behandelt werden, ist damit nicht aus der Welt", so Littmann.

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