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Mittwoch, 23.05.2018
 
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Kulturnachrichten

Mittwoch, 23. Mai 2018

Starautor und Pulitzer-Preisträger Philip Roth tot

Autor starb an Herzversagen in einem New Yorker Krankenhaus

Der US-Schriftsteller Philip Roth ist im Alter von 85 Jahren gestorben.
Das meldet die "New York Times". Sie bezieht sich auf einen engen Freund des Autors. Roth galt als einer der wichtigsten Schriftsteller seiner Generation und war mehrfach für den Literatur-Nobelpreis im Gespräch.
Zu den bekanntesten Werken des Pulitzer-Preisträgers gehören unter anderem die Roman-Trilogie «Der Ghostwriter», «Zuckermans Befreiung» und «Die Anatomiestunde».

Olga Tokarczuk gewinnt Man-Booker-Prize International

Autorin wird für ihren Roman "Flights" ausgezeichnet

Die Gewinnerin des wichtigsten britischen Buchpreises, der Man-Booker-Prize International, steht fest. Die polnische Autorin Olga Tokarczuk erhält die renommierte Auszeichnung für ihren Roman "Flights". Das Buch handelt von Reisen im 21. Jahrhundert und der menschlichen Anatomie. Die Jury beeindruckte, wie Tokarczuk in ihrem Roman Reiseerzählungen und Reisereflexionen perfekt mit Reisen durch Zeit, Raum und den menschlichen Körper verbindet. Bereits 2008 war Olga Tokarczuk für ihren Roman mit dem größten Literaturpreis Polens ausgezeichnet wurde. Seit 1969 wird der Man-Booker-Prize vergeben und neben dem beträchtlichen Preisgeld von 50000 Pfund - umgerechnet rund 57000 Euro – beschert es den Preisträgern meist auch einen hervorragenden Verkauf ihres ausgezeichneten Werks. Die Autorin teilt sich die Siegesprämie mit ihrer englischen Übersetzerin.

Stefan-Zweig-Biograf Alberto Dines gestorben

Der Brasilianer setzte sich zeitlebens für das Andenken an den Autor ein

Der brasilianische Journalist Alberto Dines ist tot. Er starb in Sao Paulo mit 86 Jahren, wie örtliche Medien berichteten. Prägend für sein Leben war die Begegnung, die er 1940 mit Stefan Zweig hatte. Im deutschen Sprachraum wurde Dines vor allem durch das Buch "Tod im Paradies" bekannt. Darin beschreibt er die letzten Lebensjahre des österreichischen Schriftstellers (1881-1942) in Brasilien.1981 veröffentlichte er die Zweig-Biografie "Morte no Paraiso", im Jahr 2006 wurde das Buch in Deutschland veröffentlicht. Als Journalist war Dines Chefredakteur der Tageszeitung "Jornal do Brasil" und lehrte in den 1970er Jahren an der Columbia-Universität in New York. Ab 1995 leitete er die Medienbeobachtungsstelle "Observatorio da Imprensa", die kritische Analysen zum brasilianischen Journalismus veröffentlichte. Dines gründete die gemeinnützige Gesellschaft "Casa Stefan Zweig", die dessen letztes Wohnhaus in der Stadt Petropolis 2012 in ein Museum umbaute. In dem Haus hatte der österreichische Autor unter anderem sein letztes und bekanntestes Buch "Schachnovelle" (1942) verfasst und seinem Leben im gleichen Jahr ein Ende gesetzt.

Bei Youtube Musik streamen

Alphabeth-Tochter mit Antwort auf Musikindustrie

Youtube startet einen Musik-Streamingdienst. Die Google, bzw. Alphabet-Tochter mit rund einer Milliarde Nutzern, tritt damit in Konkurrenz zu Spotify und Apple-Music. Der Musikwirtschafts-Forscher Peter Tschmuck sieht dies auch als eine Reaktion auf den Druck der Musikindustrie. „Auf Youtube wurde von Seiten der Musikindustrie ständig Druck ausgeübt. Man hat immer wieder kritisiert, dass viel zu wenig Geld an die Rechteinhaber von dem Werbekuchen abfällt.", sagte Tschmuck gegenüber Deutschlandfunkkultur. Von den 10 Milliarden US Dollar Werbevolumen, die nach Aussage Tschmucks im Musikumfeld vorhanden sind, wird bei den Musikschaffenden wenig ankommen, befürchtet der Musikwirtschaftsforscher. In Deutschland startet der neue Streamingdienst in Kürze.

Schauspielerin Renate Delfs mit 93 Jahren gestorben

Ihre Fernsehkarriere startete sie mit Mitte 50

Die Schauspielerin Renate Delfs ist tot. Sie starb bereits am Montag vergangener Woche im Alter von 93 Jahren in ihrer Geburtsstadt Flensburg, wie ihre Agentur mitteilte. Delfs Fernsehkarriere startete spät, nachdem sie nach dem Krieg verschiedene Berufe, fern der Bühne ausübte. Fernsehauftritte an der Seite von Manfred Krug brachten ihr mit Mitte 50 den Durchbruch. Renate Delfs war vor allem in Fernsehserien zu sehen. Von „Jauche und Levkojen" über „Adelheid und ihre Mörder" bis zur Donna-Leon-Verfilmung „Reiches Erbe" und der Komödie „Ein Tick anders" reicht die Palette. Die Beisetzung fand im engsten Familienkreis statt.

Deutscher Filmmusikpreis für Rachel Portman

Britische Komponistin schuf Musik zu mehr als 100 Filmen

Die britische Komponistin Rachel Portman erhält den Deutschen Filmmusikpreis. Die 57-Jährige habe sich mit ihren kreativen Kompositionen in der von Männern dominierten Filmmusikbranche durchgesetzt und werde die Auszeichnung in der Kategorie International erhalten, teilten die Organisatoren der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt mit. Am 26. Oktober wird der Deutsche Filmmusikpreis im Rahmen des Festivals zum fünften Mal vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören beispielsweise Harold Faltermeyer, Klaus Doldinger, Jeff Beal und Trevor Johnes. Rachel Portmann gelang den Angaben zufolge 1992 in Hollywood der Durchbruch mit der Musik zu "Die Herbstzeitlosen" mit Shirley MacLaine und Marcello Mastroianni in den Hauptrollen. Insgesamt habe sie Musik zu mehr als 100 Filmen verschiedener Genres geschaffen. Für ihre Musik zum Film "Emma" gewann sie im Jahr 1997 als erste Frau einen Filmmusik-Oscar.

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