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Mittwoch, 24.01.2018

Kulturnachrichten

Mittwoch, 24. Januar 2018

Chile trauert um Schriftsteller Nicanor Parra

Parra galt als Begründer der "Antipoesi"

Chile trauert um einen seiner bekanntesten Dichter. Wie die Zeitung "La Tercera" berichtet, ist der als "Antipoet" weltbekannt gewordene Schriftsteller Nicanor Parra Sandoval im Alter von 103 Jahren gestorben. Zu seinen Auszeichnungen zählt der 2011 in Madrid verliehene Cervantes-Preis, einer der bedeutendsten Literaturpreise in der iberoamerikanischen Welt. Parra gilt als Begründer der sogenannten Antipoesie. Chiles Staatspräsidentin Michelle Bachelet sagte, Chile verliere einen der größten Autoren seiner Literaturgeschichte. Ihr gewählter Nachfolger Sebastian Pinera erklärte: "Das einzige, was ihm noch zur Unsterblichkeit fehlte, war, von dieser Erde zu gehen." International bekannt wurde Parra auch, weil die Werke des am 5. September 1914 in dem Andenstädtchen San Fabian de Alico geborenen Autors auf Initiative seines US-Kollegen Allen Ginsberg ins Englische übersetzt wurden.

Russland verbietet Stalin-Komödie

"The Death of Stalin" hätte diese Woche Premiere gefeiert

Nur wenige Tage vor der geplanten Premiere hat das russische Kulturministerium eine Komödie über den sowjetischen Diktator Josef Stalin verboten. Der Film "The Death of Stalin" des britischen Regisseurs Armando Iannucci verstoße gegen das Gesetz, teilte die Behörde in Moskau mit. Details nannte das Ministerium nicht. Ursprünglich sollte die britisch-französische Produktion mit Jeffrey Tambor und Steve Buscemi noch in dieser Woche in den russischen Kinos anlaufen. Darin werden die letzte Tage des Diktators im Jahr 1953 und der Machtkampf nach seinem Tod thematisiert. Dumaabgeordnete hatten den Film vorab als untragbar bezeichnet und ein Verbot gefordert. In Deutschland soll das Werk Ende März in die Kinos kommen.

Gomringer-Gedicht an Hochschulfassade wird übermalt

Mitarbeiter und Studierende der Alice Salomon Hochschule in Berlin haben abgestimmt

Im Herbst werden Verse der neuen Poetik-Preisträgerin Barbara Köhler die Südwand des Lehrgebäudes zieren. Das hat der Akademische Senat mehrheitlich beschlossen, nachdem alle Angehörigen der Alice Salomon Hochschule online über das Gedicht des Schweizers Eugen Gomringer abgestimmt hatten. Alleen / Alleen und Blumen / Blumen / Blumen und Frauen / Alleen / Alleen und Frauen / Alleen und Blumen und Frauen und ein Bewunderer" waren als Diskriminierung von Frauen kritisiert worden. Der Protest hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Das Deutsche PEN-Zentrum hatte vor Zensur gewarnt. Der 93 Jahre alte Gomringer bezeichnete die Entscheidung als "Eingriff in die Freiheit von Kunst und Poesie". Er behalte sich rechtliche Schritte vor.

Russland verbietet Stalin-Komödie

"The Death of Stalin" hätte diese Woche Premiere gefeiert

Nur wenige Tage vor der geplanten Premiere hat das russische Kulturministerium eine Komödie über den sowjetischen Diktator Josef Stalin verboten. Der Film "The Death of Stalin" des britischen Regisseurs Armando Iannucci verstoße gegen das Gesetz, teilte die Behörde in Moskau mit. Details nannte das Ministerium nicht. Ursprünglich sollte die britisch-französische Produktion mit Jeffrey Tambor und Steve Buscemi noch in dieser Woche in den russischen Kinos anlaufen. Darin werden die letzte Tage des Diktators im Jahr 1953 und der Machtkampf nach seinem Tod thematisiert. Dumaabgeordnete hatten den Film vorab als untragbar bezeichnet und ein Verbot gefordert. In Deutschland soll das Werk Ende März in die Kinos kommen.

Jazz-Legende Hugh Masekela ist tot

Südafrikanischer Musiker starb im Alter von 78 Jahren

Der legendäre südafrikanische Jazzmusiker Hugh Masekela ist tot. Der Trompeter sei im Alter von 78 Jahren in Folge einer Prostata-Erkrankung gestorben, hieß es in einer Stellungnahme seiner Familie. 1960 verließ der Multi-Instrumentalist, der in einem Township groß geworden war, den Apartheid-Staat, sang aus dem Exil in den USA für Nelson Mandela und kehrte nach dessen Freilassung nach Südafrika zurück. "Das Land hat einen einzigartigen Musiker verloren", erklärte Kulturminister Nathi Mthethwa. Seine zeitlose Musik habe die Herzen der Menschen höher schlagen lassen. Masekela galt als einer der Pioniere des Afro-Jazz.

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