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Freitag, 19.01.2018

Kulturnachrichten

Freitag, 19. Januar 2018

Sundance Filmfestival hat begonnen

Größtes Festival für den unabhängigen Film

Hollywoodstar und Festivalgründer Robert Redford hat in Park City im US-Bundeststaat Utah das Sundance Filmfestival eröffnet. Es ist das größte Festival für unabhängige, außerhalb Hollywoods produzierte Filme. Bis zum 28. Januar werden mehr als 110 Spielfilme, Dokus und Kurzfilme aus Dutzenden Ländern gezeigt. Bei dem Festival treten 56 Filme in vier Wettbewerbs-Kategorien gegeneinander an. Deutschland ist mit mehreren Produktionen vertreten. In der Wettbewerbssparte "World Cinema"-Dokumentarfilm tritt die deutsch-brasilianische Koproduktion "The Cleaners" an. Auch die deutsch-syrisch-libanesische Doku "Of Fathers and Sons" konkurriert in dieser Sparte. Der in Syrien geborene und in Berlin lebende Regisseur Talal Derki folgt darin dem Leben einer Familie eines islamistischen Kämpfers während des syrischen Bürgerkriegs.

Yoko Tawada erhält Carl-Zuckmayer-Medaille 2018

Tawada sei ein Sprachkünstlerin, sagte Malu Dreyer

Die deutsch-japanische Schriftstellerin Yoko Tawada hat am Donnerstagabend in Mainz für ihre Verdienste um die deutsche Sprache die Carl-Zuckmayer-Medaille 2018 des Landes Rheinland-Pfalz erhalten. "Die neue Preisträgerin ist eine wahre Sprachkünstlerin, deren Erzählungen, Gedichte, Romane und Theaterstücke ein besonderer Lesegenuss sind", sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer über die Preisträgerin. Die 1960 in Tokio geborene Yoko Tawada war für ein Studium der Literaturwissenschaften nach Deutschland gekommen. Mittlerweile lebt sie seit über 30 Jahren in der Bundesrepublik, wo sie Gedichte und Romane in deutscher und japanischer Sprache veröffentlicht. Zuletzt erschien 2014 ihr Roman "Etüden im Schnee".

Morsbroich: Positives Echo auf Rettungskonzept

Weniger Subventionen, höhere Eintrittspreise

Das Rettungskonzept für das Museums Schloss Morsbroich hat nach Angaben der Initiatoren ein erstes positives Echo in der Kommunalpolitik hervorgerufen. Der Museumsverein zitiert Leverkusens Oberbürgermeister Uwe Richrath (SPD), der bei der Konzept-Präsentation dabei war, mit wohlwollenden Worten: "Wir müssen verstehen, dass wir hier ein absolutes Juwel haben und dass wir mit dem Museum, dem Schloss und dem Park ein Stück Gesellschaft erhalten und weiterentwickeln müssen". Der Plan sieht vor, die jährlichen Ausgaben der Stadt für das Museum von etwa 1,15 Millionen Euro um mehr als 400 000 Euro zu reduzieren. Gleichzeitig soll das Angebot durch Investitionen attraktiver gestaltet werden. Zu den Vorschlägen zählen höhere Eintrittspreise und eine bessere Vermarktung des denkmalgeschützten Wasserschlosses und Parks, wie aus den Erläuterungen des Museumsverein hervorging.

Britischer Schauspieler Peter Wyngarde gestorben

Wyngardes Rolle als Jason King inspirierte die "Austin Powers"-Filme

Der britische Fernseh- und Bühnenschauspieler Peter Wyngarde ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Wie sein Manager Thomas Bowington mitteilte, starb Wyngarde bereits am Montag in einem Krankenhaus in London. "Sein Verstand war bis zum Ende rasiermesserscharf", so Bowington, "er unterhielt das ganze Krankenhaus." Wyngarde spielte Nebenrollen in "Mit Schirm, Charme und Melone" und "Flash Gordon", am bekanntesten war jedoch seine Verkörperung von Jason King in der Serie "Department S", die die "Austin Powers"-Filme inspiriert haben soll.

Uni Osnabrück schließt Kunstgeschichte-Institut

Widerstand war erfolglos

Die Universität Osnabrück wird ihr Institut für Kunstgeschichte nun definitiv schließen. Das Präsidium beschloss, die drei Professuren nicht mehr neu zu besetzen, teilte die Uni mit. Das Ende des Instituts ist für 2024 geplant, wenn alle jetzigen Professoren aus Altersgründen ausgeschieden sind. Gegen die schon seit längerem geplante Schließung des Instituts hatte sich viel Widerstand geregt. Im Sommer hatten zahlreiche Museen und Kulturinstitutionen in Osnabrück dagegen protestiert.

Deichtorhallen sagen Bruce-Weber-Schau ab

Starfotograf soll Männer belästigt haben

Nach Belästigungsvorwürfen gegen den US-amerikanischen Modefotografen Bruce Weber haben die Hamburger Deichtorhallen eine geplante Ausstellung abgesagt. "So lange die Vorwürfe nicht geklärt sind, kann man so eine Ausstellung nicht machen", sagte Pressesprecherin Angelika Leu-Barthel. Zuerst hatte die "Süddeutsche Zeitung" über die Absage berichtet. Vom 25. Oktober bis zum 24. Februar 2019 wollte das Haus der Photographie der Deichtorhallen unter dem Titel "Far from Home" eine große Ausstellung mit 300 Fotografien und Kurzfilmen des Starfotografen zeigen. Anfang der Woche war dem über 70jährigen Weber von Männern sexuelle Belästigung vorgeworfen worden. Laut "New York Times" soll Weber bei privaten Treffen mit Models und Assistenten nackte Atem- und Energieübungen angeregt habe und sie gegen ihren Willen intim berührt haben. Weber stritt die Vorwürfe in einem Statement seiner Anwälte ab.

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