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Nachspiel / Archiv | Beitrag vom 07.08.2016

Kampagne "Children Win"Kampf ums Bleiberecht

Marianne Meier im Gespräch mit Thomas Jaedicke

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Der Eingang zur Favela Vidigal in Rio de Janeiro. (dpa/picture alliance/Dean Lewins)
Eine Favela in Rio: Von Umsiedlungen sind immer die Armen betroffen. (dpa/picture alliance/Dean Lewins)

Die Kampagne Children Win will Zwangsumsiedlungen im Zuge von sportlichen Großveranstaltungen verhindern. Projektmanagerin Marianne Meier erzählt im Interview, warum sie schon jetzt die Olympischen Spiele 2024 ins Visier nimmt.

"Children Win" ist eine Kampagne des internationalen Kinderhilfswerks Terre des Hommes, die sich mit den Auswirkungen von Sportgroßveranstaltungen auf Kinder und Jugendliche beschäftigt. Projektmanagerin Marianne Meier sagte im Deutschlandradio Kultur, dass diese Initiative mit dazu beigetragen habe, den Menschen in Rio, speziell in der Favela Vila Autodromo, eine Stimme zu geben.

Zwangsumsiedlungen, wie sie in Rio wegen Olympia stattfanden, gibt es immer wieder. Auch zu den Fußball-Weltmeisterschaften 2014 in Brasilien und 2010 in Südafrika hatten tausende Menschen ihre Häuser verloren. Ziel von Children Win ist es, solche Zwangsumsiedlungen künftig zu verhindern. Dafür beobachte Terre des Hommes die Entwicklung von Sport Mega Events vor deren Austragung, während der Veranstaltung und auch danach sehr genau, sagt Meier.

Rechtlicher Rahmen für 2024

Um so etwas in Zukunft zu verhindern, versucht die Organisation nun in Gesprächen mit dem IOC und der Olympia-Gastgeberstadt 2024, die im kommenden Jahr benannt wird, einen rechtlichen Rahmen abzustecken. Konkret geht es dabei um die Verträge mit der Ausrichterstadt. Nach den Vorstellungen von Terre des Hommes sollen in diesen explizit mögliche Menschenrechts-, Kinderrechtsverletzungen und Korruption thematisiert und vertraglich festgelegt werden. Verstöße müssten konsequentgeahndet werden.

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