Seit 18:30 Uhr Weltzeit
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 18:30 Uhr Weltzeit
 
 

Fazit | Beitrag vom 19.06.2017

Humboldt-ForumWas hält der "Zweifel"-Künstler vom Kuppelkreuz?

Lars Ø Ramberg im Gespräch mit Vladimir Balzer

Beitrag hören Podcast abonnieren
Links der "Zweifel" Schriftzug. Rechts ein Modell des Berliner Stadtschloss. (imago / Andreas Praefcke / Collage: Deutschlandradio)
Links zu sehen: Der Schriftzug "Zweifel", eine Installation des norwegischen Künstlers Lars Ramberg, rechts das Modell des zukünftigen Humboldt-Forums. (imago / Andreas Praefcke / Collage: Deutschlandradio)

Das zukünftige Humboldt-Forum ziert gemäß dem historischen Vorbild ein Kreuz. Darüber gab es Aufregung - genauso wie um den Vorschlag, die Installation "Zweifel" des Künstlers Lars Ø Ramberg dazu zu stellen. Was sagt der Künstler dazu?

Der Schriftzug "Zweifel" neben dem Kreuz auf dem zukünftigen Berliner Humboldt-Forum? Das wünschen sich die drei Gründungsdirektoren Hermann Parzinger, Neil McGregor und Horst Bredekamp. Gestaltet wurde die "Zweifel"-Installation 2005 vom norwegischen Künstler Lars Ø Ramberg für den Palast der Republik - kurz vor dessen Abriss.

Der Künstler zweifelt - was auch sonst?

"Wenn man das jetzt wiederverwenden würde, habe ich selbstverständlich – wie es sein muss – meine Zweifel", sagte Ramberg im Deutschlandfunk Kultur. 

"Die Frage ist, was sollte denn Zweifel kontextualisieren jetzt außerhalb dieses Diskurses mit Kreuz oder nicht Kreuz? Das finde ich lokal interessant, aber für mich ist Zweifel viel größer, das muss dann auch unsere Zeit kontextualisieren, den ganzen Ort kontextualisieren", so der Künstler.

"Es soll auch kein Quickie sein. Wenn man den Zweifel auf das Dach stellt, darf man nicht denken: Ach, jetzt ist alles wieder gut. Weil, ich finde den Schlossplatz in sich zu rekonstruieren, ist immer noch problematisch."

Ein starkes Symbol, das in die Vergangenheit weist

Dass künftig ein Kreuz die Kuppel des Schloss-Neubaus zieren soll, findet Ramberg "als architektonische geschichtliche, auch kontextuelle Platzierung" im Prinzip nicht problematisch. Andererseits sei das Kreuz ein starkes Symbol, "was selbstverständlich uns ein bisschen festhält an der Vergangenheit. Es schaut ja nicht besonders nach vorne".  

Dass die Kuppel des Berliner Schloss-Neubaus, in dem das Humboldt-Forum untergebracht sein wird, mit einem Kreuz ausgestattet werden soll, wird in Berlin kontrovers diskutiert. Manche halten das für "ein fatales Signal", andere verteidigen dies als echte historische Rekonstruktion.

(uko)

Mehr zum Thema

Debatte um Humboldt-Forum - "Zweifel"-Schriftzug und Kreuz auf das Berliner Schloss?
(Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 06.06.2017)

Humboldtforum im Stadtschloss - Es barockt in Berlin
(Deutschlandfunk Kultur, Länderreport, 15.07.2016)

Ein Kreuz für das Humboldtforum? - "Das ist ein fatales Signal"
(Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 09.05.2017)

Kulturpresseschau

weitere Beiträge

Fazit

Filmfestival in SüdkoreaFilme, die Türen öffnen
Filmstars laufen 2016 bei der Eröffnung des 21. Filmfestivals in Busan über den roten Teppich. (imago / stock&people / Yonhap)

Während die USA und Südkorea Kriegsschiffe ins Japanische und Gelbe Meer senden, treffen sich in der südkoreanischen Hafenstadt Busan die Stars der internationalen Filmbranche. Das dortige Filmfestival zeigt, wie das südkoreanische Kino die Trauma der Vergangenheit verarbeitet.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur