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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 25.10.2017

Geschichte eines russischen Revolutionärs (Teil I und II)Boris' Traum

Von Boris Schumatsky

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Sturm auf das Winterpalais in St. Petersburg (Petrograd) am 7. November 1917. (picture-alliance / dpa / UPI)
Sturm auf das Winterpalais in St. Petersburg (Petrograd) am 7. November 1917. (picture-alliance / dpa / UPI)

Unser Autor hatte einen Urgroßvater, der genauso hieß wie er: Boris Schumatsky. Der Urgroßvater war ein russischer Revolutionär und am Sturz der Zarenfamilie beteiligt. Er träumte – und starb zum Schluss dafür. Dies ist seine – vom Urenkel erzählte – Geschichte.

Das Feature "Boris' Traum" erzählt die Geschichte von Boris Schumatsky. Der war der Urgroßvater unseres Autors: ein Eisenbahnlehrling, Sozialdemokrat, Untergrundkämpfer, politischer Häftling im Russland des frühen 20. Jahrhunderts, ein junger Mann, der an eine bessere Welt glaubte.

(Copyright: Boris Schumatsky)Boris Schumatsky: Traum und Albtraum (Copyright: Boris Schumatsky)

1917 war er einer der Revolutionäre, die ein welthistorische Ereignis möglich machten: den Sturz des Zaren, den revolutionären Umbau der russischen Gesellschaft. Schumatsky war erfüllt von der Hoffnung, dass nun für die Welt eine neue, bessere Zeit anbräche.

Vom Traum zur revolutionären Wirklichkeit

Als sowjetischer Kulturpolitiker verfolgte er große Ziele. Doch die revolutionäre Wirklichkeit entsprach nicht den Visionen des jungen Mannes von 1917, der an der Seite Lenins und Stalins gekämpft hatte.

Boris Schumatsky (ganz rechts im Bild) auf einem Gruppenfoto mit Stalin (Copyright: Boris Schumatsky)Boris Schumatsky (ganz rechts im Bild) auf einem Gruppenfoto mit Stalin (Copyright: Boris Schumatsky)

Schumatsky erlebte, wie sich der Traum vom großen Menschheitsglück in ein menschenverachtendes System verwandelte. Er hatte direkten Zugang zu Stalin und wagte es, bei der Silvesterfeier 1937 dem Machthaber zu widersprechen. Es war das Ende seines Traums: Den Widerspruch hat er nicht überlebt.

"Boris' Traum" senden wir in zwei Teilen, am 25. und 26. Oktober 2017 um jeweils 19.30 Uhr. Das vollständige Manuskript finden Sie hier.

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