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Dienstag, 12.12.2017

Nachspiel | Beitrag vom 13.08.2017

FußballAchtung Videobeweis! Revolution in der Fußball-Bundesliga

Von Wolf-Sören Treusch

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Bei der Fußball-WM 1986 gewinnt Argentinien das Viertelfinalspiel gegen England und wird schließlich Weltmeister (dpa / picture alliance / El Heraldo)
Berühmtes Foul: Bei der Fußball-WM 1968 boxt Maradona den Ball mit der Hand und erzielt ein irreguläres Tor im Viertelfinalspiel. (dpa / picture alliance / El Heraldo)

Die "Hand Gottes" soll es zukünftig nicht mehr geben – zumindest nicht in der Bundesliga. Wo sonst auch schon mal menschliches Versagen zum Sieg verhalf, soll zukünftig ein Video-Schiedsrichter für Gerechtigkeit sorgen. Doch geht damit nicht auch ein Stück Fußballgeschichte zu Ende?

Phantomtore und Elfmeterschwalben wird es in der Bundesliga nicht mehr geben. So jedenfalls der Plan. In den Stadien der Ersten Liga wird der Video-Schiedsrichter eingeführt. Flächendeckend bei allen 306 Saisonspielen. Das wird den Profifußball in Deutschland revolutionieren. Der Video-Assistent wird sich nur dann ins Spiel einmischen, wenn er eine gravierende Fehlentscheidung erkennt. Und auch nur in vier speziellen Fällen: Tor, Strafstoß, Platzverweis und Spielerverwechslung.

Das umstrittene Tor des englischen Stürmers Geoff Hurst (nicht im Bild) im Finale Deutschland gegen England bei der Fußball-WM 1966 am 30. Juli im Londoner Wembley-Stadion. (picture alliance / dpa)Bis heute ist umstritten, ob das sogenannte Wembley-Tor am 30. Juli 1966 ein gültiger Treffer war oder nicht. (picture alliance / dpa)

Wird das Spiel dadurch gerechter?

Die Schiedsrichter selbst versprechen: Die meisten groben Fehler lassen sich dadurch künftig korrigieren, das Spiel wird gerechter. Die Basis unkt: Jetzt werde es noch mehr Diskussionen um Schiedsrichter-Entscheidungen geben. Im Elitebereich des Fußballs werden die Arbeitsbedingungen für Schiedsrichter immer professioneller, an der Basis jedoch nehmen die Nachwuchssorgen zu. Angesichts zunehmender Gewalt auf den Fußballplätzen wollen immer weniger junge Menschen Schiedsrichter werden.

Mehrere Männer sitzen im Medienzentrum Köln vor den Bildschirmen des Video-Assistenten (Wolf-Sören Treusch)Mehrere Männer sitzen im Medienzentrum Köln vor den Bildschirmen des Video-Assistenten (Wolf-Sören Treusch)

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