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Fazit / Archiv | Beitrag vom 20.06.2017

Frankreich auf der Frankfurter Buchmesse"Wir wollen jenseits der Grenzen gehen"

Andrea Gerk im Gespräch mit Paul de Sinety

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Verlagsstand auf der Frankfurter Buchmesse (dpa / picture alliance / Boris Roessler)
Archivbild: Stand auf der Frankfurter Buchmesse. (dpa / picture alliance / Boris Roessler)

Als Gastland der Frankfurter Buchmesse 2017 will Frankreich nicht das Land, sondern die französische Sprache in den Mittelpunkt stellen. Geladen sind Autoren aus aller Welt, von Afrika über die Karibik bis nach Kanada.

Ehrengast Frankreich wird zur Frankfurter Buchmesse im Oktober mit 134 Autoren und Künstlern aus dem gesamten französischsprachigen Raum kommen. "Wir wollen jenseits der Grenzen gehen", sagte der Vorsitzende des Ehrengastauftritts, Paul de Sinety, am Dienstag im Deutschlandfunk Kultur. Die Autoren kämen aus Afrika, Asien, dem Maghreb oder Amerika. "Für uns ist das Wichtigste, die Vielfalt der französischen Sprache zu fördern."

Viele neue Autoren

Dabei seien auch Autoren vertreten, die bisher noch nicht so bekannt sind. Dank der deutschen Verlage gebe es viele neue Übersetzungen. "Die neuen Generationen sind sehr wichtig, um der Aktualität zu begegnen", so der Organisator des deutschen Auftritts in Frankfurt. Zur Buchmesse vom 11. bis 15. Oktober werden fast 500 Titel aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt. 130 deutschsprachige Verlage sind dabei beteiligt.

Europa als bestimmendes Thema

Weiteres wichtiges Thema des französischen Auftritts sei der Austausch der Jugend zwischen Frankreich und Deutschland. "Man kann eine neue Energie spüren, in Deutschland sowie in Frankreich", betonte de Sinety. "Ich bin sicher, Europa ist das neue Thema für die Generationen der deutschen und französischsprachigen Schriftsteller." Sie alle stellten die Frage: Wie können wir zusammen ein kulturelles Europa schöpfen?

Nicht nur Literatur

Bereits seit Beginn des Jahres hat Frankreich eine große Kulturoffensive in zahlreichen deutschen Städten gestartet. Bis Ende 2017 sind rund 450 Veranstaltungen geplant. Es gehe darum Frankreich nicht nur literarisch, sondern auch kulturell zu zeigen, betonte de Sinety.

(uz)

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