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Kompressor | Beitrag vom 10.03.2015

Frage des TagesImmer mehr Museen verbieten Selfie-Sticks - richtig?

Jörg Dittmer im Gespräch mit Christine Watty

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Zwei italienische Touristen machen am am Brandenburger Tor in Berlin ein Selbstporträt mit einem "Selfie-Stick". (picture alliance / dpa)
Zwei italienische Touristen machen am am Brandenburger Tor in Berlin ein Selbstporträt mit einem "Selfie-Stick". (picture alliance / dpa)

Das Magazin "Time" zählt den Selfie-Stick zu den 25 wichtigsten Erfindungen im Jahr 2014. Die künstlichen Armverlängerungen sind bei Touristen beliebt, Kultureinrichtungen fürchten jedoch um die Sicherheit ihrer Besucher - und ihrer Kunstschätze.

In deutschen Museen sind Selfie-Sticks nicht erwünscht, sagt Jörg Dittmer, Leiter Öffentlichkeitsarbeit im Museum der bildenden Künste in Leipzig. "Die sind also wie ein Regenschirm auch verboten." Unter den langen sperrigen Gegenständen seien nur Blindenstöcke erlaubt

Das hat sein Haus nicht davon abgehalten, Seminare für Aufnahmen mit dem Selfie-Stick anzubieten. Denn damit könne man "verzerrungsfreie Bilder" von sich machen oder aus ungewöhnlichen Perspektiven fotografieren - also auch so etwas wie Kunst produzieren.

Alle, die Selfies lieben, fordert Dittmer dazu auf, sich mit dem "Bild" sowie der klassischen Malerei auseinanderzusetzen. Das fehle ihm oft bei der inflationären Produktion von Selfies. Denn ganz oft würden Selfies ohne jede Auseinandersetzung mit dem Thema gepostet.

Mehr zum Thema:

Tragbare Elektronik - Die Selfie-Drohne
(Deutschlandfunk, Forschung aktuell, 04.11.2014)

Netzphänomen - #selfie
(DRadio Wissen, Kultur, 16.12.2013)

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