Seit 14:30 Uhr Kulturnachrichten
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 14:30 Uhr Kulturnachrichten
 
 

Fazit / Archiv | Beitrag vom 22.04.2005

Flick spendet an Zwangsarbeiterstiftung

Kunstmäzen gibt fünf Millionen Euro

Podcast abonnieren
Die Flick-Ausstellung im "Hamburger Bahnhof" in Berlin (AP)
Die Flick-Ausstellung im "Hamburger Bahnhof" in Berlin (AP)

Der Kunstmäzen Friedrich Christian Flick hat der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" zur Entschädigung der NS-Zwangsarbeiter fünf Millionen Euro gespendet. Das teilte die Stiftung am Freitag in Berlin mit. "Herr Flick möchte das Schicksal der ehemaligen Zwangsarbeiter würdigen und ihnen seinen tiefen Respekt und sein Mitgefühl zum Ausdruck bringen", heißt es in einer Erklärung der Stiftung.

Die Ausstellung von Kunstwerken seiner Sammlung im "Hamburger Bahnhof" in Berlin war kürzlich heftig kritisiert worden, weil der Flick-Konzern als einer der wichtigsten Rüstungsbetriebe im "Dritten Reich" bis zu 60.000 Zwangsarbeiter beschäftigte, sich aber bislang nicht am Entschädigungsfonds der deutschen Wirtschaft beteiligt hatte.

Historiker Schoeps: "Es war der öffentliche Druck"

Julius H. Schoeps, Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums (Moses Mendelssohn Zentrum)Der Historiker Julius Schoeps (Moses Mendelssohn Zentrum)Der Historiker Julia Schoeps erklärte im Fazit-Gespräch: "Es war ganz offensichtlich der öffentliche Druck, der Christian Flick bewegt hat, diese fünf Millionen Euro zu bezahlen." Das Problem sei damit aber nicht gelöst.

Die Wirtschaft hatte 2,55 Milliarden Euro gespendet. Im Jahr 2000 wurde die Stiftung gegründet, der weitere 2,55 Milliarden Euro vom Bund zur Verfügung stehen. Bislang wurden 3,85 Milliarden Euro an mehr als 1,6 Millionen Empfänger ausbezahlt.


Hinweis: Das Interview mit dem Historiker Julius Schoeps finden Sie als Audio in der rechten Spalte.

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsDer Gegner, der in die Karten spielt
Ein Demonstrant hält ein Protestplakate mit der Aufschrift "Ihr seid Nazis Punkt!" hoch. (dpa / Frank Rumpenhorst)

Auf der Frankfurter Buchmesse wurden Bücher von rechten Verlagen geklaut oder mit Zahnpasta beschmiert. Andererseits hätten Anhänger der identitären Bewegung eine Veranstaltung gestört. "Die Zeit" schreibt über diesen "Kampf zwischen linkem und rechtem Denken".Mehr

weitere Beiträge

Fazit

Filmfestival in SüdkoreaFilme, die Türen öffnen
Filmstars laufen 2016 bei der Eröffnung des 21. Filmfestivals in Busan über den roten Teppich. (imago / stock&people / Yonhap)

Während die USA und Südkorea Kriegsschiffe ins Japanische und Gelbe Meer senden, treffen sich in der südkoreanischen Hafenstadt Busan die Stars der internationalen Filmbranche. Das dortige Filmfestival zeigt, wie das südkoreanische Kino die Trauma der Vergangenheit verarbeitet.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur