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Fazit / Archiv | Beitrag vom 22.04.2005

Flick spendet an Zwangsarbeiterstiftung

Kunstmäzen gibt fünf Millionen Euro

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Die Flick-Ausstellung im "Hamburger Bahnhof" in Berlin (AP)
Die Flick-Ausstellung im "Hamburger Bahnhof" in Berlin (AP)

Der Kunstmäzen Friedrich Christian Flick hat der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" zur Entschädigung der NS-Zwangsarbeiter fünf Millionen Euro gespendet. Das teilte die Stiftung am Freitag in Berlin mit. "Herr Flick möchte das Schicksal der ehemaligen Zwangsarbeiter würdigen und ihnen seinen tiefen Respekt und sein Mitgefühl zum Ausdruck bringen", heißt es in einer Erklärung der Stiftung.

Die Ausstellung von Kunstwerken seiner Sammlung im "Hamburger Bahnhof" in Berlin war kürzlich heftig kritisiert worden, weil der Flick-Konzern als einer der wichtigsten Rüstungsbetriebe im "Dritten Reich" bis zu 60.000 Zwangsarbeiter beschäftigte, sich aber bislang nicht am Entschädigungsfonds der deutschen Wirtschaft beteiligt hatte.

Historiker Schoeps: "Es war der öffentliche Druck"

Julius H. Schoeps, Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums (Moses Mendelssohn Zentrum)Der Historiker Julius Schoeps (Moses Mendelssohn Zentrum)Der Historiker Julia Schoeps erklärte im Fazit-Gespräch: "Es war ganz offensichtlich der öffentliche Druck, der Christian Flick bewegt hat, diese fünf Millionen Euro zu bezahlen." Das Problem sei damit aber nicht gelöst.

Die Wirtschaft hatte 2,55 Milliarden Euro gespendet. Im Jahr 2000 wurde die Stiftung gegründet, der weitere 2,55 Milliarden Euro vom Bund zur Verfügung stehen. Bislang wurden 3,85 Milliarden Euro an mehr als 1,6 Millionen Empfänger ausbezahlt.


Hinweis: Das Interview mit dem Historiker Julius Schoeps finden Sie als Audio in der rechten Spalte.

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