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Kompressor | Beitrag vom 14.08.2014

Festival im Fernseher"Minimalistisch, quadratisch, gut"

Juha van Ingen über Videotext als interaktive Kunst

Moderation: Stefan Karkowsky

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Das Teletext-Festival findet ausschließlich im Teletext statt: Hier kann man sich die Kunst anschauen. (Screenshot: http://www.ard-text.de/)
Das Teletext-Festival findet ausschließlich im Teletext statt: Hier kann man sich die Kunst anschauen. (Screenshot: http://www.ard-text.de/)

Die Vorgaben sind strikt: 24 Zeilen mit je 39 Zeichen - darauf müssen sich Künstler beim am Mittwoch gestarteten Internationalen Teletext Art Festival beschränken. Das Ergebnis, in Deutschland zu besichtigen auf den Videotext-Seiten der ARD, ist "magisch", sagt Kurator Juha van Ingen.

900.000 Besucher - doppelt so viele wie die letzten Biennale in Venedig - zählte 2013 das Teletext Art Festival. Auch dieses Jahr erwartet  der Finne Juha van Ingen ähnlich viele Fans, die sich für die Betrachtung der Kunstwerke nicht vom heimatlichen Sofa weg bewegen müssen, weil sie sich die Galerie ins Wohnzimmer holen können. Das Festival, das bis 14. September läuft, werde auf diese Weise "zur weltgrößten Kunstausstellung". Auch im österreichischen und Schweizer Fernsehen und über den Sender Arte sind die Kunstwerke abrufbar.

Teletext-Kunst sei "ein Spielplatz, auf dem  ganz andere Regeln herrschen: Ideen müssen reduziert werden." Das Ergebnis sei "minimalistisch, quadratisch, gut".  Ebenso unterschiedlich wie die beteiligten internationalen Künstler seien auch die kleinen Kunstwerke: figurativ, textbasiert oder auch abstrakt.

Auch Couchpotatoes werden aktiv

Was macht diese Kunstform so interaktiv? Die Betrachter sind ausdrücklich aufgefordert, das, was sie auf dem Bildschirm sehen, abzufotografieren und ihre Fotos anschließend an die Organisatoren zu schicken, damit diese die Fotos auf der Website des Festivals veröffentlichen können.

"Ich hoffe, dass wir auf diese Weise einen Beitrag dazu leisten können, dass auch die Couchpotatoes etwas aktiver werden", sagt van Ingen. Und damit die Teletext-Kunstwerke Bestand haben, haben die Festival-Organisatoren ein Museum of Teletext Art gegründet, das nur aus einer Website besteht - innerhalb des finnischen Teletextes.

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