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Thema / Archiv | Beitrag vom 29.04.2013

Eine weiße Hand aus Ton für Ringo Starr

Der Musiker und Beatles-Begleiter Klaus Voormann erinnert sich

Klaus Voormann im Gespräch mit Matthias Hanselmann

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Klaus Voormann: "Ich habe das genommen, was auf mich zukam." (picture alliance / dpa / Victoria Bonn-Meuser)
Klaus Voormann: "Ich habe das genommen, was auf mich zukam." (picture alliance / dpa / Victoria Bonn-Meuser)

Als Klaus Voormann die Beatles 1960 in Hamburg kennen lernte, waren sie, wie er sagt, noch "wirklich arme Schlucker". Unwesentlich älter als sie fühlte er sich dennoch wie "Mutter und Vater". Die Musikerfreundschaft hält bis heute - auch dank kleiner Geschenke.

Matthias Hanselmann: Die Beatles waren und sind die weltweit berühmteste Band und begeistern Generation für Generation mit ihren großartigen Songs. Die Beatles waren vier, John, Paul, George und Ringo. Aber es gibt einen Mann, der schon früh der fünfte Beatle genannt wurde, der die Jungs ganz am Anfang ihrer Karriere kennengelernt hat und immer wieder mit dem einen oder anderen Beatle zusammen aufgetreten ist oder im Studio war. Außerdem hat er als Grafikdesigner sehr viel für die Fab Four getan, zum Beispiel das legendäre Cover des Erfolgsalbums "Revolver" gezeichnet. Heute wird dieser Mann 75 Jahre alt. Am Telefon begrüße ich den wunderbaren Klaus Voormann. Guten Tag und natürlich herzlichen Glückwunsch zum 75.!

Klaus Voormann: Vielen, vielen Dank!

Hanselmann: Klaus, Sie feiern Ihren 75. in diesem Jahr nicht umsonst auf einem Vulkan, auf Teneriffa, dem Teide. Es ist nicht nur Ihr 75., sondern auch ein 50. Jubiläum und das hängt auch mit Teneriffa zusammen. Erzählen Sie uns, wie das zustande kommt!

Voormann: Vor 50 Jahren war ich auch auf Teneriffa und mein Vater hatte ein Haus. Und dann hat Paul McCartney mir einen Brief geschrieben: Sag mal, Klaus, können wir dich besuchen kommen, wir haben jetzt ein paar Tage frei? Das war gerade zu der Zeit, wo sie zum ersten Mal einen Nummer-eins-Hit hatten und die "Please please me"-LP war draußen. Und haben gefragt, ob sie mich besuchen können. Da wollten also Ringo, George und Paul mich besuchen. Das fand ich natürlich toll, habe natürlich Ja gesagt und dann kamen sie an.

Hanselmann: Sie haben einen augelassen, das war John, was hat der denn gemacht, warum ist der nicht mitgekommen?

Voormann: Der ist nach Spanien mit Brian Epstein. Das hatte er wohl schon vorher abgesprochen.

"Sie fragte: Wer sind die Beatles?"

Hanselmann: Sie sagten, "Please please me" war raus, der erste Nummer-eins-Hit war da. Wie stand es denn damals um die Beatlesmania, war die schon so weit, dass in diesem Urlaub auf Teneriffa jeder sie erkannt hat und Autogramme wollte und so weiter?

Voormann: Also, das Schöne war, sie waren in England schon wirklich bekannt und da hatte die Beatlemania schon zugegriffen, aber in Teneriffa war es so, dass zum Beispiel keiner wusste, wer die überhaupt waren. George war verliebt in so ein Mädchen, das er da gesehen hatte in einem Geschäft, die war ein wunderhübsches Mädchen …

Hanselmann: Natürlich!

Voormann: Er wollte sich irgendwie an die ranmachen, und da ging er dann hin und sie erkannte ihn nicht. Und das war für ihn dann schon in dem Moment irgendwie komisch, dass sie nicht wusste: Oh, ist einer der Beatles! Und da ist er hingegangen mit einem Cover, mit dem "Please please me"-LP-Cover und hat ihr das gezeigt. Und: That’s me, here, George Harrison, The Beatles! Und das Mädchen sagte: "Beatles? Qué?" Sie fragte: Wer sind die Beatles? Keine Ahnung!

Hanselmann: Supergeschichte! Ein paar Jahre später wäre George wahrscheinlich eher weggerannt.

Voormann: Genau.

Hanselmann: Weil sie eh so alle auf ihn losgestürmt sind immer. Klaus, hätten Sie damals, 1963, gedacht, dass Ihre Freunde mal so unglaublich weltberühmt werden würden, dass heute, 50 Jahre später, ihre Musik für viele Menschen weltweit immer noch das Größte ist und das vielleicht oder wahrscheinlich auch für nachfolgende Generationen so sein wird?

Voormann: Genau so kann man das nicht vorhersehen. Für mich war völlig klar, dass das eine Konstellation war, die einmalig ist. Die drei Typen, die waren so einmalig auf der Bühne, man kann es nicht erklären. Und ich weiß ja, dass niemand diese Band live hat sehen können in der Form. Was dann später eben Beatles-mäßig gelaufen ist, das war eine andere Nummer. Das Erste, was ich gesehen habe, waren ja nur Cover-Versionen von irgendwelchen Rock-’n’-Roll-Stücken und sie waren halt eine Tanzband. Und das war schon so beeindruckend: Johns Stimme, Pauls Stimme, George mit seinen niedlichen kleinen Songs zu der Zeit. Es war klasse, es war spitze! Und ich war sicher, dass aus denen was wird!

Hanselmann: Klaus, Sie haben für unsere halbe Stunde drei Songs ausgesucht. Der erste ist "Jealous Guy" von John Lennons "Imagine"-Album. Sie waren ja auch Teil der Plastic Ono Band. Erzählen Sie uns kurz, warum Sie sich den ausgesucht haben!

Voormann: Es ist ein Beispiel dafür – und das ist auch, wenn die Leute sich das anhören, schön laut, wenn es geht, mit Kopfhörern –, das ist … Die Stimmung war in dem Studio – und das war oft so, aber bei "Jealous Guy" war es extrem – war so, John sitzt da und spielt Gitarre und singt das Lied und du hörst den Text und du fühlst dich so langsam in das Stück ein, du hast ein paar Mal probegespielt und dann kommt der Take, wo du weißt, jetzt ist es wunderbar! Da machst du die Augen zu, du spielst, du weißt gar nicht mal, welchen Ton hat er oder was, du spielst einfach. Es ist einfach Magie. Und das sind die Momente, die ich auch bis heute noch in mir habe und nie vergessen werde, und deswegen habe ich "Jealous Guy" ausgesucht.

((Musik))

"Da hatten die kaum was zu futtern"

Hanselmann: Klaus, Sie waren junge Männer, als Sie sich getroffen haben, und Ihre Leben haben sich ja zum Teil völlig verschieden entwickelt. Die Beatles waren permanent umgeben von Menschen, die alle ihre besten Freunde sein wollten. Wie kommt es eigentlich, dass Ihre Freundschaft mit den Beatles so lange gehalten hat? War das vielleicht genau, weil Sie sich schon kannten, als sie noch nicht so berühmt waren?

Voormann: Ja, das ist ja der Hauptgrund. Es ist wahnsinnig schwierig, wenn du in so einer Position bist, zu wissen, wer ist dein Freund und wer ist ein Hang-on, der sich also an dich ranhängt und nur nah bei dir sein will, weil du einer der Beatles bist. Und da hatten wir natürlich Glück, weil wir kannten die, da waren die noch gar nichts, da hatten die kaum was zu futtern und lebten in fürchterlichen kleinen Kabuffs, die man noch nicht mal als Zimmer bezeichnen konnte. Sie waren also wirklich arme, arme Schlucker, die sich dann irgendwie, ja, bekrabbelt haben später und dann eben nicht die alten Freunde vergessen haben. Und es war ja auch so, dass in Hamburg … Du hattest an sich viele Menschen da, die auch die Band gut fanden, aber das waren … Oh Gott, was läuft auf der Reeperbahn normalerweise rum! Und abgesehen von unserer Truppe haben sich nicht viele der Band genähert, vielleicht weil die das auch gar nicht wollten. Also, wir waren sozusagen zu der Zeit so Mutter und Vater, obwohl ich gar nicht so viel älter war, fühlte ich mich trotzdem irgendwie verantwortlich dafür. Und wir sind mit denen ausgegangen und sind zur Ostsee gefahren und zum Baden oder wir sind irgendwo ins Kino gegangen oder spazieren gegangen oder zum Hafen. Und das sind Sachen, die die nie vergessen und wir auch nicht.

Hanselmann: Deutschlandradio Kultur, das "Radiofeuilleton", wir sprechen mit dem Künstler und Musiker Klaus Voormann, der früher Wegbegleiter der Beatles war und der unter vielen anderen Dingen für sie das Cover des Albums "Revolver" gezeichnet hat, das die Beatles mit Spaghettihaaren zeigt, ein großartiges Cover, wie nicht nur ich finde. Klaus, wir hören gleich einen Song aus Ihrem Solo-Album "A Sideman’s Journey", und für dieses Album haben Sie viele der Musiker, mit denen Sie über die Jahre gespielt haben, wieder zusammengebracht. Sind das die Leute, die Sie am meisten geprägt haben, oder wie haben Sie das entschieden, wer da mitmachen darf?

Voormann: Also, die Entscheidung war erst mal, dass es mein 70. Geburtstag war, dass es eine Charity-Geschichte ist, und das war dann der Hauptanlass. Und dann sollten es alle Stücke sein, auf denen ich entweder mit auf den Originalen gespielt habe, von George Harrison, von John Lennon, und so wollte auch Carly Simon oder Randy Newman oder auch was immer es war, das wollte ich. Dass es Stücke sind, wo ich irgendwo dran Teil gehabt habe oder mit Leuten, mit denen ich auf der Bühne gestanden habe wie zum Beispiel Don Preston, der damals beim Bangladesh-Konzert die Gitarre gespielt hat, der singt dann auch auf der LP.

"Komm Klaus, spiel mal!"

Hanselmann: Der Song, den Sie für uns ausgesucht haben, heißt "I’m in Love Again", das Album heißt "A Sideman’s Journey". Sagen Sie vorher, was das Besondere an diesem Song ist, damit man es entsprechend auch hört!

Voormann: Ja, es war so, dass ich Paul dazu … was heißt überreden wollte. Ich habe ihm gesagt, ich mache diese CD und machst du mit? Und dann sagte ich ihm, ich habe eine Idee: Wie war das denn, als wir … Top Ten, das war also 1962, da haben Stuart Sutcliffe, der der Bassspieler war, der drückte mir den Bass in die Hand. Und ich hatte keine Ahnung, ich habe vorher nie Bass gespielt. Ich habe ein bisschen auf einer Gitarre rumgeklimpert, aber der sagte einfach: Komm Klaus, spiel mal! Das war mitten in der Nacht, da waren nicht mehr so viele Leute im Club, da waren vielleicht so 20 Hanseln, die da irgendwo rumhingen an der Bar oder knutschten in der Ecke rum. Und da haben die dann, ja, komm auf die Bühne und spiel! Und um Gottes Willen, nee, traue ich mich nicht! Da habe ich mich vor die Bühne gesetzt und da gibt es auch einen Druck, wo ich diese Szene gezeichnet habe, im Top Ten Club, wo ich auch vor der Bühne sitze und die Band spielt und ich spiele das erste Stück. Und ich weiß, ich sagte zu Paul, du, das war eine Fats-Domino-Nummer! Und er sagte, ja, "I’m in Love Again", der konnte sich genau erinnern, welches Stück das war! Und aus dem Grund habe ich dieses Stück genommen, habe dann auch den Originalbass, den ich damals gespielt habe im Top Ten Club, den habe ich dann auch auf der Platte drauf. Und Paul hat alles gespielt, der hat also nicht nur … Der hat mich eingeladen in sein Studio und er hat gesungen, er hat Klavier gespielt, er hat eine Rhythmusgitarre drauf gespielt, er hat eine elektrische Rhythmusgitarre drauf gespielt, er hat drei verschiedene Gitarrensoli gespielt, Mundharmonikasolo, Orgel hat er gespielt, und dann ist er sogar ans Schlagzeug gegangen und hat Schlagzeug gespielt!

Hanselmann: "I’m in Love Again", Paul McCartney spielt so gut wie alle Instrumente bis auf eins, nämlich den Bass, und so klingt es!

((Musik))

Hanselmann: Klaus, bevor Sie die Beatles trafen, hatten Sie sich zum Grafiker ausbilden lassen, erst durch die Bekanntschaft mit ihnen – das schreiben Sie auf Ihrer Website – wurden Sie vom Rock-’n’-Roll-Buck gebissen. Sie haben eben nicht nur mit John Lennon, sondern auch mit eigenen Bands, in der Manfred Mann Band, und als Studio- und Bühnenmusiker mit vielen anderen Größen gespielt, Sie waren Scout für Plattenfirmen, haben dann zum Beispiel Trio entdeckt. Kurz, Sie waren und sind mit dem Zeichenstift und als Musiker erfolgreich. Wenn Sie heute wählen dürften, wofür würden Sie sich entscheiden - für Musik oder Grafik?

Voormann: Ich würde mich für die Musik entscheiden, muss ich ganz ehrlich sagen. Ich hätte am liebsten Musik studiert, das wollte ich eigentlich schon, als ich 17 war oder auch noch jünger. Ich habe sehr viel klassisch Klavier gespielt. Nur man darf nicht vergessen, ich weiß nicht, die Jugend heute kann sich das gar nicht vorstellen: Zu der Zeit gab es überhaupt keine Popmusik. Sie gab es nicht, da gab es Frank Sinatra oder … Die ganze Szene existierte noch nicht, auch die ganze Studioszene existierte nicht. Okay, es gab Filmmusik, aber wenn jetzt, als die Entscheidung getroffen wurde, da sagten eben meine Eltern: Oh, Mensch, mit der Musik, wenn du da Klavier spielst und wie viel klassische Pianisten schaffen es wirklich, Welttouren zu machen und Geld damit zu verdienen, und hast du denn Lust, im Orchester zu sitzen, die Harfe zu spielen, oder … Was soll das alles? – Und das habe ich dann auch irgendwie eingesehen und dann habe ich eben nicht Musik studiert. Und irgendwo tut es mir sehr, sehr weh, weil ich sehr frustriert bin. Wenn ich zum Beispiel meinen Freund Van Dyke Parks, der auch auf meiner CD drauf ist, der ein sagenhafter Musiker ist, und da schlackern mir die Ohren, wenn ich höre, wie die mit Musik umgehen. Und das hätte ich auch gerne gemacht.

Hanselmann: Haben Sie eigentlich bei den Dingen, die Sie getan haben, musikalisch oder künstlerisch, nach einem bestimmten Lebensmotto oder so etwas Ähnlichem gehandelt, oder einem Lebensthema? Wonach haben Sie entschieden, was Sie tun und was Sie lassen?

Voormann: Rein nach Gefühl, also einfach das, wozu ich Lust hatte. Einerseits kannst du mir einen Vorwurf machen, dass man sich einfach so leiten lässt durch das, was auf einen zukommt. Ich habe das genommen, was auf mich zukam. Und wie es der Zufall will, sind eben Sachen auf mich zugekommen, die gut waren. Viele Leute sagen: Oh, Mann, hast du ein Glück gehabt und Mann, ja, dann ist das ja alles einfach. Einfach war das überhaupt nicht. Wenn ich nicht hätte Bass spielen können oder wenn ich nicht geübt hätte, dann hätte ich niemals in dieser Situation sein können. Genauso wenig hätte ich ein "Revolver"-Cover, ich hätten niemals den Job gekriegt, ein "Revolver"-Cover zu machen, wenn ich nicht eine gute Idee gehabt hätte und wenn ich nicht in der Lage wäre, das umzusetzen. Also, es gehört schon eine Menge Können irgendwie doch dazu, kann man nicht anders sagen.

Hanselmann: Wir hören noch mal einen Song von Ihrem Solo-Album "A Sideman’s Journey", ein weltbekannter Popklassiker namens "Mighty Quinn". Vielleicht einen Satz dazu, was ist das Besondere an der Aufnahme?

Voormann: Ach, das war toll. Wir sind damals in der Manfred Mann Band immer rumgezogen und haben Lieder gesucht, die wir aufnehmen können. Manfred Mann selbst hat überhaupt keine Stücke geschrieben, Mike Hugg schrieb und Mike d’Abo, aber wir suchten eben irgendetwas, was eben Hitpotenzial hatte. Und da kamen diese Basement-Tapes von Dylan auf unseren Tisch beziehungsweise wir sind hingegangen zu den Publishing Companys in London. Und da haben wir gedacht, ja, "Mighty Quinn" hört sich gut an, lass mal machen! Und dann sind wir ins Studio und haben uns dann eben ein Intro ausgedacht und haben "Mighty Quinn" gemacht! Und das war toll. Paul Jones sang die Harmonie und spielte die Mundharmonika und es war eine richtig lustige, frische, fröhliche Atmosphäre und wir haben viel Spaß gehabt.

Hanselmann: Und das ist dabei herausgekommen!

((Musik))

Hanselmann: Klaus, es ist ja unglaublich oft erzählt worden, wie Sie die Beatles im Hamburger Kaiserkeller kennengelernt haben, wie Sie sich angefreundet haben, zum Mitglied des inneren Zirkels wurden und so weiter, und in den Medien hießen Sie lange gern "der fünfte Beatle". Es gibt ja da noch einen anderen, nämlich George Martin, der diesen Titel auch manchmal bekommt. Wer von Ihnen beiden hat ihn eigentlich am meisten verdient?

Voormann: Ich glaube, da kannst du fünf sagen, da kannst du einmal Stuart Sutcliffe sagen, dann kannst du sagen Pete Best, dann kannst du sagen Billy Preston, also, George Martin, ich … Wahrscheinlich bin ich derjenige, der die meiste Zeit mit ihnen verbracht hat, weil ich ja nicht nur die gekannt habe von Kindesbeinen auf sozusagen, sondern ich habe ja nur auf den Solo-Sachen gespielt. Aber die Zeit, die ich mit den Personen verbracht habe, die ist natürlich sehr, sehr viel gewesen. Bei Ringo war ich oft zu Hause oder John habe ich besucht, mit George habe ich ja gewohnt eine ganze Zeit lang. Also von der Zeit her habe ich wahnsinnig viel mit ihnen verbracht.

Hanselmann: Treffen Sie Ringo Starr noch oder Paul McCartney, die beiden noch lebenden Original-Beatles?

Voormann: Na ja, wie zum Beispiel, jetzt hatte Ringo in München im Zirkus Krone hatte er seinen Auftritt mit seiner Band und da hat er mich dann eingeladen. Und dann waren wir hinter der Bühne und da bin ich dann hin mit meiner Frau Christina und meinen Kindern und wir haben zusammen gequatscht. Ich hatte ihm auch noch ein kleines Geschenk gebastelt. Und das machen die dann schon, wenn sie irgendwo in der …

Hanselmann: Jetzt bin ich neugierig, was haben Sie Ringo Starr für ein Geschenk gebastelt?

Voorman: Ich habe eine Hand gemacht aus Ton und habe die dann gebrannt und dann habe ich sie glasiert und habe sie weiß, eine weiße Hand, wo die Finger dann, er hat so dieses Peace-Zeichen, was er so zeigt. Und da habe ich dann so kleine blaue Sterne drauf gemalt und das habe ich ihm dann geschenkt.

Hanselmann: Das hätte ich auch gern bekommen! Hier im Studio machen alle gerade das Peace-Zeichen! Sie leben nach Zeiten in Hamburg, London, Los Angeles seit Langem am beschaulichen Starnberger See mit Ihrer Frau, Sie feiern heute Ihren 75. Geburtstag mit Ihren Kindern auf Teneriffa und Sie arbeiten nach wie vor tatkräftig. Was würden Sie heute sagen an Ihrem 75. - sind Sie ein glücklicher Mensch?

Voormann: Natürlich, na klar bin ich glücklich! Und vor allen Dingen mit der Familie zusammen zu sein, das macht so viel Spaß, das ist so toll, freue ich mich riesig.

Hanselmann: Wir gratulieren noch mal ganz herzlich und freuen uns auf noch viele Gespräche mit Ihnen! Danke schön, Klaus Voormann!

Voormann: Wiedersehen!



Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Deutschlandradio macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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