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Sonntag, 17.12.2017

Lange Nacht / Archiv | Beitrag vom 17.06.2017

Eine Lange Nacht über den skeptischen Romantiker Giacomo LeopardiAlles ist eitel, außer dem schönen Trug

Von Rüdiger Achenbach

Der schwermütig-romantische italienische Dichter ("Gedanken aus dem Zibaldone") in einer zeitgenössischen Darstellung. Er wurde am 29. Juni 1798 in Recanati geboren und ist am 14. Juni 1837 in Neapel gestorben. (picture-alliance / dpa)
Giacomo Leopardi (1798-1837) in einer zeitgenössischen Darstellung. (picture-alliance / dpa)

1798 wurde Graf Giacomo Leopardi in der kleinen italienischen Provinzstadt Recanati geboren. Er ist ein Dichter und Denker an der Schwelle von Aufklärung und Romantik.

In seiner Jugend flieht er vor den ersten Anzeichen einer heimtückischen Krankheit in ein rastloses Studium. Schon bald beginnt sein geistiger Feldzug gegen das zweckrationale Fortschrittsdenken der Moderne.

Leopardis Korrektiv ist die Fantasie, mit deren Hilfe er die Ästhetik mit den existentiellen Fragen der Menschen verbindet. Für ihn gehören Poesie und Philosophie zusammen. Doch der Querdenker macht sich in den literarischen Salons auch viele Feinde. Als er mit 38 Jahren in Neapel stirbt, entwickelt sich sein Tod zu einem rätselhaften Kriminalfall.

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