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Interview / Archiv | Beitrag vom 13.11.2014

Digitalisierung des kulturellen ErbesGrenzenlose Wissenswelten

Wissenschaftler Kurt Fendt über den digitalen Zugang zum kulturellen Erbe der Menschheit

Moderation: Kathrin Heise und Christian Rabhansl

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Blick in die größtenteils aus Marmor gefertigte Treppenhalle der "Bibliotheca Albertina" der Universität in Leipzig (picture-alliance/ ZB / Waltraud Grubitzsch)
Treppenhalle der "Bibliotheca Albertina" in Leipzig: Die größte Bibliothek der Welt ist das Internet. (picture-alliance/ ZB / Waltraud Grubitzsch)

Mit den Potenzialen des digitalen Teilens von Kulturschätzen beschäftigt sich eine Berliner Konferenz. Damit habe sich die Forschungslandschaft radikal verändert, sagte der Wissenschaftler Kurt Fendt vom Massachusetts Institute of Technology.

Wo liegen die Pozentiale des digitalen Teilens von Kulturschätzen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die internationale Konferenz "Zugang gestalten" in Berlin. Dort soll darüber diskutiert werden, wie Museen, Kulturinstitutionen, Bibliotheken, Forschungsinstitute den digitalen Zugang ermöglichen können. Es geht auch um die Verantwortung für das kulturelle Erbe im Netz.

Mit diesem digitalen Zugang verändere sich die ganze Forschungslage im Moment auf radikale Weise, sagte Kurt Fendt im Deutschlandradio Kultur. Der Wissenschaftler und Spezialist für interaktive Medienprojekte Kurt Fendt vom (MIT) sieht darin auch neue Chancen:

"Es ist nicht mehr so der einzelne Forscher, sondern es gibt sehr viel mehr kooperative Forschung. Es wird über Disziplinen hinaus geforscht und auch über nationale Grenzen. Durch diese Vielfalt kommt eine neue Strukturierung hinein. Das war vorher eigentlich nicht möglich."

Neue Erkenntnisse - neue Fragestellungen

Die Tendenz gehe dahin, die Dokumente einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, meinte Fendt. Dann stelle sich die Frage, ob man das nur auf den Webseiten mache oder Wissenschaftler auch noch auf andere Weise auf die Daten zugreifen ließe:

"Dass sie zum Beispiel andere Daten dazu bringen können, etwa die von Klimaforschern. Und plötzlich gibt es die berühmten 'Data Mashups', wo man Daten zusammenbringt. Und dadurch entstehen ganz neue Erkenntnisse, aber auch ganz neue Fragestellungen, die man vorher so nie hätte stellen können."

Kurt E. Fendt ist Forschungs- und Lehrbeauftragter im Comparative Media Studies (CSM)-Programm des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Er ist einer der Forschungsleiter des CMS und Leiter des HyperStudio, eines Entwicklungslabors für pädagogische Medienprojekte in den Geisteswissenschaften am MIT. Fendt ist außerdem Mit-Forschungsleiter und Manager des MetaMedia-Projektes.

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