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Montag, 20.11.2017

Zeitreisen / Archiv | Beitrag vom 10.11.2010

Die Legende vom "Jud Süß"

Zur Rezeptionsgeschichte eines Justizopfers

Von Beate Ziegs

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"Jud Süß - Film ohne Gewissen"  von Regisseur Oskar Roehler (AP)
"Jud Süß - Film ohne Gewissen" von Regisseur Oskar Roehler (AP)

Der Film "Jud Süß – Film ohne Gewissen" hat in diesem Jahr noch einmal einen der erfolgreichsten Hetzfilme des Dritten Reiches in Erinnerung gerufen. Jud Süß ist zu einer Propagandafigur geworden, die in den Köpfen auch den Untergang der Nazi-Diktatur überlebt hat.

Grundlage ist eine Legende, an der seit über 200 Jahren gewoben wird und deren Spuren bis in die Gegenwart wirken. Jedes Genre hat sich der legendären Figur angenommen: der historische Essay, die Erzählung, der Roman, der Film, die Oper, das Theater. Künstlerische Phantasie und antisemitische Ausschlachtungsbegierden wechselten in dieser vielfältigen Rezeptionsgeschichte.

Die historische Wahrheit über den Mann Joseph Süß Oppenheimer blieb dabei weitgehend auf der Strecke. Es ist die Geschichte eines Justizmordes im Herzogtum Württemberg im 18. Jahrhundert.

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