Seit 06:55 Uhr Wort zum Tage
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 06:55 Uhr Wort zum Tage
 
 

Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 15.01.2016

Deutschland zum Jahresbeginn 2016Das Ende der Willkommenskultur?

Moderation Monika van Bebber

Podcast abonnieren
Eine Frau und ein Mann mit einem Regenschirm mit der Aufschrift "Refugees welcome" nehmen in der Innenstadt in Hamburg an einer Demonstration für die Rechte von Flüchtlingen teil. (Daniel Bockwoldt, dpa picture-alliance)
Demonstration für die Rechte von Flüchtlingen in Hamburg: Sind strengere Gesetze nötig? Brauchen wir Obergrenzen bei der Einwanderung? (Daniel Bockwoldt, dpa picture-alliance)

Nach den Übergriffen an Silvester in Köln, Hamburg und anderen Städten kippt die Stimmung in Deutschland – meinen unisono der frühere Verfassungsgerichts-Präsident Papier und die New York Times. Sind wir am Neujahrsmorgen in einem anderen Land aufgewacht?

In aller Eile bereitet die Bundesregierung schärfere Gesetze gegen kriminelle Ausländer und Asylbewerber vor. Und die Gesellschaft diskutiert über rechtsfreie Räume, muslimische Frauenbilder und angebliches Vertuschen der Herkunft von Tätern durch Behörden und Medien. Mancherorts patrouillieren selbsternannte Bürgerwehren, werden fremdländisch aussehende Menschen gezielt angegriffen.

Sind wir am Neujahrsmorgen in einem anderen Land aufgewacht?
Nähert sich die deutsche Willkommenskultur ihrem Ende?
Waren wir blauäugig beim Öffnen unserer Grenzen für hunderttausende Schutzsuchende?
Hat in Köln und anderswo der Staat beim Schutz seiner Bürger versagt? 
Sind strengere Gesetze nötig, und was bringen sie? 
Brauchen wir Obergrenzen bei der Einwanderung? 
Schlägt jetzt die Stunde der Populisten – oder besteht nun die Chance auf mehr Ehrlichkeit bei der Debatte über Migration und Integration?

Darüber diskutieren im Wortwechsel auf Deutschlandradio Kultur:

Stephan Mayer (CSU), Innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag
Sevim Dağdelen (Linke), Beauftragte für Migration und Integration der Fraktion Die Linke im Bundestag
Prof. Jürgen Friedrichs, Soziologe, Universität Köln
Stephan Detjen, Leiter Hauptstadtstudio Deutschlandradio

Moderation: Monika van Bebber

 

Mehr zum Thema

Absage an Residenzpflicht - "Das Etikett Ghetto bleibt nicht folgenlos"
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 13.01.2016)

Aus den Feuilletons - Wurde der Dom als Kulisse gewählt?
(Deutschlandradio Kultur, Kulturpresseschau, 12.01.2016)

Flüchtlinge im Dorf Sumte - 100 hier, 1000 da
(Deutschlandradio Kultur, Aktuell, 12.01.2016)

Wortwechsel

CyberangriffeWie gut sind die Deutschen gerüstet?
Besucher des Kongresses des Chaos Computer Clubs (CCC) spielen mit ihrem digitalem Spiegelbild. (picture alliance / dpa / Axel Heimken)

Bei der jüngsten weltweiten Cyberattacke wurden hunderttausende Rechner von einer Schadsoftware blockiert. Die Angreifer hatten Computerdaten verschlüsselt und ein Lösegeld verlangt, um sie wieder freizugeben. Sind wir gegen derartige Angriffe gewappnet?Mehr

Hoffen auf den Schulz-Effekt Die SPD vor ihrer Schicksalswahl?
Der Parteivorsitzende der SPD Martin Schulz und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft heben am 02.04.2017 in Essen (Nordrhein-Westfalen) gemeinsam ihre Hand. Die NRW-SPD startet die "heiße Phase" des Wahlkampfes für die Landtagswahl in NRW. Foto: Bernd Thissen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ (dpa /Bernd Thissen)

Der mit traumhafter Mehrheit gewählte Kanzlerkandidat Martin Schulz schien das Unmögliche möglich zu machen: Die Sozialdemokratie aus der schmerzhaften Fessel der Großen Koalition zu befreien und Kanzlerin Merkel abzulösen. Ist der Schulz-Effekt bereits verpufft?Mehr

Skandale in der BundeswehrWelche Führung braucht die Truppe?
Generalleutnant Jörg Vollmer, Inspekteur des Heeres, Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Generalinspekteur der Bundeswehr Volker Wieker (l-r), stehen am 03.05.2017 beim Besuch des Jägerbataillons 291 der Bundeswehr in Illkirch bei Straßburg (Frankreich) vor den Journalisten und geben ein Pressestatement. Der terrorverdächtige (dpa / Patrick Seeger)

Jahrelang wird ein Offizier mit rechtsextremer Gesinnung bei der Bundeswehr geduldet. In der Kaserne in Pfullendorf berichten Soldaten von demütigenden Aufnahmeritualen. Bei den Gebirgsjägern in Bad Reichenhall kommt es zu sexuellen Übergriffen. Nur eine Auswahl der Bundeswehr-Skandale der letzten Zeit. Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur