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Thema / Archiv | Beitrag vom 17.06.2013

"Deutsches Google ist Unsinn"

Piraten-Politikerin Domscheit-Berg kritisiert den Vorschlag für eine deutsche Suchmaschine

Moderation: Dieter Kassel

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Die Startseiten der Suchmaschinenanbieter Yahoo, Bing und Google (picture alliance / dpa - Karl-Josef Hildenbrand)
Die Startseiten der Suchmaschinenanbieter Yahoo, Bing und Google (picture alliance / dpa - Karl-Josef Hildenbrand)

In der Debatte um die Überwachung des Internets durch Geheimdienste hat die Piraten-Politikerin Anke Domscheit-Berg Vorschläge aus CSU und SPD für ein "deutsches Google" zurückgewiesen. Das sei "kompletter Quatsch". Das Internet sei ein globaler, virtueller Raum.

Alles, was im Internet nationalstaatlich ausgerichtet werden solle, sei Unsinn. "Ich kann diese Vorschläge überhaupt nicht verstehen, davon abgesehen, dass man niemals Bürgerinnen und Bürger dazu kriegen wird, einen bestimmten deutschen Dienst zu benutzen", sagte sie. Notwendig sei hingegen "viel mehr Aufklärung".

So ergebe zum Beispiel das Nutzen aller Google-Dienste das Gesamtprofil einer Person. Sie würde deswegen raten, auf Suchmaschinen wie startpage.comauszuweichen, die die Bewegungen im Netz nicht speicherten, sagte Domscheit-Berg.

Zum Besuch des US-Präsidenten Obama in Deutschland sagte die Piraten-Politikerin, Bundeskanzlerin Merkel solle ihm gegenüber wegen der Ausspionierung des Internets durch den US-Geheimdienst NSA protestieren. Es sei von Bedeutung, ob Merkel die Rechte der deutschen Bürger gegenüber Obama vertrete - ganz unabhängig davon, ob dieser darauf höre oder nicht.


Das vollständige Gespräch mit Anke Domscheit-Berg können Sie mindestens bis zum 17.6.2013 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Player nachhören.

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