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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 24.11.2008

Der Kampf gegen das Böse

Kriminalpolitik und Populismus

Von Heiner Dahl

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Jugendstrafanstalt Berlin (AP)
Jugendstrafanstalt Berlin (AP)

Die Kriminalpolitik rüstet auf. "Zero tolerance" ist mehr als nur ein Schlagwort für eine angeblich erfolgreiche Strategie. Bei dem derzeitigen Umgang mit Kriminalität fällt auf, dass verstärkt ethisch-moralische (Ab-)Wertungen gegenüber tatsächlichen, vermuteten oder besonders fokussierten Straffälligen in den Vordergrund rücken.

Vermehrt tauchen politische Ideen, Vorschläge und auch sprachliche Gewohnheiten auf, mit denen Straffällige als schlecht und böse, bzw. moralisch minderwertig ausgewiesen werden. Und wer so ist, soll weniger mit Verständnis und mehr mit Gefängnis und Härte rechnen. Diese Art Kriminalitätsbekämpfung ist auf den ersten Blick bestechend einleuchtend und effektiv. Sie verschafft dem Bösen im Zweifel ein Zuhause: hinter Gittern geschlossener Anstalten. Das besänftigt die Ängste der Opfer und die Empörungen der Öffentlichkeit - und bringt auch Wählerstimmen.

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat

Links:
Deutscher Präventionstag
Wissenschaftliche Arbeit zur Kriminalpolitik
Die Kriminalpolitik der Spätmoderne


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Zeitfragen

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Das Wort "postfaktisch" steht am 08.12.2016 in Wiesbaden (Hessen) eingekreist auf dem Papier eines Flipcharts während einer Sitzung der Gesellschaft für deutsche Sprache zum "Wort des Jahres". Postfaktisch ist das "Wort des Jahres" und wird alljährlich von der Gesellschaft für deutsche Sprache bestimmt. Mit dem "Wort des Jahres" wird der Begriff gekürt, der nach Ansicht der Experten die öffentliche Diskussion in den vergangenen Monaten am meisten bestimmte. (picture alliance / dpa / Susann Prautsch)

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