Seit 05:05 Uhr Studio 9
 

Dienstag, 16.01.2018

Aktuell / Archiv | Beitrag vom 06.10.2014

DDR-Roman "Kruso"Lutz Seiler bekommt den Deutschen Buchpreis

Der Schriftsteller Lutz Seiler: Für seinen DDR-Roman "Kruso" wurde er von der Kritik gefeiert. (dpa / picture alliance / Arne Dedert)
Der Schriftsteller Lutz Seiler: Für seinen DDR-Roman "Kruso" wurde er von der Kritik gefeiert. Jetzt bekommt er den Deutschen Buchpreis. (dpa / picture alliance / Arne Dedert)

Für seinen Roman "Kruso" wird Lutz Seiler mit dem Deutschen Buchpreis 2014 ausgezeichnet. Der Autor erzählt darin von der Insel Hiddensee in den Wendewirren - eine Allegorie auf die untergegangene DDR.

Lutz Seiler erhält für seinen Roman "Kruso" den Deutschen Buchpreis 2014. Das gab die Jury am Montagabend in Frankfurt bekannt. Seiler habe poetisch und sinnlich den Sommer des Jahres 1989 auf der Insel Hiddensee beschrieben, heißt es in der Begründung. Als "Vorhof des Verschwindens" sei Hiddensee damals ein Ort für Sonderlinge, Querdenker, Freiheitssucher und angehende DDR-Flüchtlinge geworden. Daraus habe Seiler eine packende Robinsonade um den titelgebenden Kruso und den jungen Abwäscher Edgar gemacht, so die Jury.

Für das Finale des Buchpreises waren sechs Romane nominiert. Auf der Shortlist vertreten waren neben Seiler Angelika Klüssendorf ("April"), Thomas Hettche ("Pfaueninsel"), Gertrud Leutenegger ("Panischer Frühling") und Heinrich Steinfest ("Der Allesforscher").

Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels seit 2005 jährlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den besten deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Er gilt als die populärste Literaturauszeichnung in Deutschland. Der Gewinner erhält 25 000 Euro, die übrigen Finalisten je 2500 Euro. Im vergangenen Jahr bekam Terézia Mora die Auszeichnung für ihren Roman "Das Ungeheuer".

Programmtipp: Ein Gespräch mit dem Preisträger Lutz Seiler hören Sie ab 23:07 Uhr in der Sendung "Fazit".

Weiterführende Information

Roman - Robinsonade auf Hiddensee (Deutschlandradio Kultur, Buchkritik, 30.08.2014)

Alles rund um die Frankfurter Buchmesse in unserem Blog

Studio 9

Aktivisten in HongkongDer einsame Kampf für Bürgerrechte
An der Chinese University diskutieren fünf Professoren und Studentenvertreter über Meinungsfreiheit. (Steffen Wurzel)

An Hongkongs Universitäten herrscht Angst: Seit Monaten geht die Regierung gegen Demokratie- und Menschenrechtsaktivisten vor. Doch die Studierenden geben den Widerstand gegen Pekings wachsenden Einfluss nicht auf und kämpfen weiter für die Meinungsfreiheit.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur