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Interview | Beitrag vom 12.10.2017

Dan Brown auf der Buchmesse"Ein ganz freundlicher, geduldiger Autor"

Kolja Mensing im Gespräch mit Nicole Dittmer und Julius Stucke

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US-Autor Dan Brown (l) stellt am 12.10.2017 auf der Buchmesse in Frankfurt am Main (Hessen) sein Buch "Origin" vor und wird dabei von Fotografen und Fernsehteams umlagert. Foto: Boris Roessler/dpa (picture alliance / Boris Roessler/dpa)
US-Autor Dan Brown (l) stellt am 12.10.2017 auf der Buchmesse in Frankfurt am Main (Hessen) sein Buch "Origin" vor und wird dabei von Fotografen und Fernsehteams umlagert. (picture alliance / Boris Roessler/dpa)

Viel los war heute früh auf der Frankfurter Buchmesse: Bei einer internationalen Pressekonferenz stellte Dan Brown seinen neuen Thriller "Origin" vor. Und er hatte nebenbei noch einiges zum Thema "Fake News" zu sagen, wie Kolja Mensing festgestellt hat.

Millionen Menschen auf der ganzen Welt haben seine Bestseller "Illuminati", "Sakrileg" oder "Der Da Vinci Code" gelesen. Und wenn ein Superstar der internationalen Bestsellerliteratur wie Dan Brown dann zur Frankfurter Buchmesse kommt, um seinen neuen Thriller "Origin" vorzustellen, ist das natürlich ein mediales Großereignis: "Es war ein sehr großer Andrang", sagt unser Redakteur Kolja Mensing, der bei der Pressekonferenz dabei war. "Der Saal war sehr, sehr voll."

Alle Journalisten hatten die gleiche Frage

Bei der Buchvorstellung habe sich Dan Brown als sehr freundlicher, geduldiger Autor präsentiert, so Mensing. "Sie müssen sich das so vorstellen, das ist eine internationale Pressekonferenz. Das heißt, es sind Journalisten aus der ganzen Welt da. Und beim Frage- und Antwortspiel, was es da dann gab, haben alle tatsächlich eigentlich immer nur die gleiche Frage gestellt, nämlich die Frage, wann Robert Langdon, der bekannte Protagonist bei Dan Brown – wann geht Robert Langdon endlich mal bei uns im Land auf die Jagd nach seinen rätselhaften Symbolen?"

So habe ein tschechischer Journalist Dan Brown Prag ans Herz gelegt und ein polnischer Werbung für die tollen polnischen Baudenkmäler und die vielen Geheimnisse in seinem Land gemacht. Interesse zeigte der Autor jedoch vor allem an Abu Dhabi:

"Ich muss zugeben: Ich sah die Pläne für das Guggenheim-Museum in Abu Dhabi, und wenn dieses Gebäude schon fertig gewesen wäre, als ich mit dem Buch anfing, hätten die Chancen nicht schlecht gestanden, dass ich die Handlung nach Abu Dhabi verlegt hätte."

Der Schauplatz von "Origin" ist Spanien - und Katalonien

Weil "Origin" aber nun einmal in Spanien und auch in Barcelona spielt, wurde Dan Brown außerdem nach der aktuellen Situation in Katalonien gefragt. Und antwortete sehr diplomatisch: "Ich liebe Katalonien, ich liebe Spanien, ich hoffe, sie werden das gelöst bekommen. Es ist eine herzzerreißende Situation. Aber es ist auch ein Zeichen unserer Zeit: Eines der Themen in 'Origin' und der Grund, warum ich die königliche Familie in die Handlung integriert habe, ist diese Idee vom sehr Alten und sehr Neuen."

(Bastei Lübbe) (Bastei Lübbe)"Origin" ist Dan Browns fünfter Roman um den Harvard-Professor Robert Langdon. Dieses Mal verschlägt es den Ikonologen und Symbologen nach Spanien. Dort hat ein Computerwissenschaftler den Beweis angekündigt, dass für die Entstehung von Leben kein Schöpfergott notwenig ist. Das ruft natürlich sofort die Kirche auf den Plan. Langdon gerät wieder einmal in ein Labyrinth aus Verschwörung und Intrigen, aus dem er sich nur mit Hilfe einer charmanten Künstlichen Intelligenz befreien kann. Trotz einer recht schablonenhaften Geschichte spannend und ambitioniert, urteilt unsere Kritikerin Irene Bilal. Hören Sie hier die gesamte Rezension:   

Weniger diplomatisch habe sich Brown zu seinem Heimatland, den USA, geäußert, so Mensing. So habe Brown wörtlich gesagt, dass er Amerika natürlich liebe - trotz Donald Trump. Und da es in seinen Büchern um Verschwörungstheorien geht, hatte der Bestsellerautor auch zum Thema "Fake News" etwas zu sagen:

"Einer der Gründe, warum ich den 'da Vinci code' geschrieben habe, war die Hoffnung, dass Menschen sich dadurch fragen würden, warum sie die Dinge glauben, die sie glauben. Und ich denke: Das müssen wir jetzt mehr denn je tun. Wir müssen unsere Informationsquellen genau betrachten und dabei sehr kritisch sein." (uko)

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