Seit 01:05 Uhr Tonart
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 01:05 Uhr Tonart
 
 

Wortwechsel | Beitrag vom 19.05.2017

CyberangriffeWie gut sind die Deutschen gerüstet?

Moderation: Oliver Thoma

Beitrag hören Podcast abonnieren
Besucher des Kongresses des Chaos Computer Clubs (CCC) spielen mit ihrem digitalem Spiegelbild. (picture alliance / dpa / Axel Heimken)
Erpressung im Netz - Cyberangriffe werden immer raffinierter. (picture alliance / dpa / Axel Heimken)

Bei der jüngsten weltweiten Cyberattacke wurden hunderttausende Rechner von einer Schadsoftware blockiert. Die Angreifer hatten Computerdaten verschlüsselt und ein Lösegeld verlangt, um sie wieder freizugeben. Sind wir gegen derartige Angriffe gewappnet?

Krankenhäuser, Firmen oder Privatpersonen: Die Erpressersoftware "WannaCry" hat hunderttausende Computer in 150 Ländern angegriffen. "Das ist der größte Cyberangriff, den wir weltweit bisher gesehen haben", sagt Steven Wilson vom europäischen Cybercrimezentrum in Den Haag. Zahl und Umfang von Cyberangriffen nehmen dramatisch zu. Allein auf die deutschen Regierungsnetze gibt es täglich bis zu 400 Hacker-Attacken.

Jährliche Kosten bis zu 50 Milliarden Euro

Datendiebstahl und Sabotage kosten die deutsche Wirtschaft jährlich bis zu 50 Milliarden, schätzen Experten. Fast jeder zweite Internetnutzer in Deutschland wurde in den vergangenen 12 Monaten Opfer von Cyberkriminalität, lautet das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Hat der Chef des deutschen Verfassungsschutzes, Maaßen recht, wenn er die immer stärkere digitale Vernetzung als "Hochsicherheitsraum" bezeichnet? Können ein paar Zeilen Quellcode in den falschen Händen gefährlicher als Bomben sein? Stecken eher Kriminelle oder staatliche Stellen hinter Cyberangriffen? Gibt es geeignete Schutzmaßnahmen? Und wie gut sind Regierungsstellen, Unternehmen und private Verbraucher in Deutschland gegen Hackerangriffe gerüstet?

Über diese und weitere Fragen diskutieren im "Wortwechsel":

Saskia Esken, SPD, stellv. netzpolitische Sprecherin SPD-Frakion
Arne Schönbohm, Präsident Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Felix Esser, BDI-Experte für Cyberschutz 
Dr. Sven Herpig, Leiter Transatlantisches Cyber-Forum

Moderation: Oliver Thoma

Mehr zum Thema

Cyberattacke in Großbritannien - Hacker fordern Lösegeld
(Deutschlandfunk Kultur, Studio 9, 13.05.2017)

Hybride Kriegsführung - Nimmt Putin Einfluss auf den Bundestagswahlkampf?
(Deutschlandfunk Kultur, Zeitfragen, 08.05.2017)

Hackerangriff auf die Telekom - Raus aus der digitalen Unmündigkeit
(Deutschlandfunk Kultur, Kommentar, 03.12.2016)

Wortwechsel

Hoffen auf den Schulz-Effekt Die SPD vor ihrer Schicksalswahl?
Der Parteivorsitzende der SPD Martin Schulz und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft heben am 02.04.2017 in Essen (Nordrhein-Westfalen) gemeinsam ihre Hand. Die NRW-SPD startet die "heiße Phase" des Wahlkampfes für die Landtagswahl in NRW. Foto: Bernd Thissen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ (dpa /Bernd Thissen)

Der mit traumhafter Mehrheit gewählte Kanzlerkandidat Martin Schulz schien das Unmögliche möglich zu machen: Die Sozialdemokratie aus der schmerzhaften Fessel der Großen Koalition zu befreien und Kanzlerin Merkel abzulösen. Ist der Schulz-Effekt bereits verpufft?Mehr

Skandale in der BundeswehrWelche Führung braucht die Truppe?
Generalleutnant Jörg Vollmer, Inspekteur des Heeres, Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Generalinspekteur der Bundeswehr Volker Wieker (l-r), stehen am 03.05.2017 beim Besuch des Jägerbataillons 291 der Bundeswehr in Illkirch bei Straßburg (Frankreich) vor den Journalisten und geben ein Pressestatement. Der terrorverdächtige (dpa / Patrick Seeger)

Jahrelang wird ein Offizier mit rechtsextremer Gesinnung bei der Bundeswehr geduldet. In der Kaserne in Pfullendorf berichten Soldaten von demütigenden Aufnahmeritualen. Bei den Gebirgsjägern in Bad Reichenhall kommt es zu sexuellen Übergriffen. Nur eine Auswahl der Bundeswehr-Skandale der letzten Zeit. Mehr

Mobilität in der ZukunftElektrisch, digital, autonom?
Ist Elektromobilität tatsächlich klimafreundlicher?  (picture alliance / dpa)

Europa soll "eine Supermacht im Autobau bleiben", sagte EU-Kommissar Šefčovič anlässlich der Eröffnung der Hannover-Messe. Deshalb unterstützt die EU den Aufbau eines europaweiten Netzes von Ladestationen für Elektroautos. Ist das der richtige Weg?Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur