Seit 15:05 Uhr Interpretationen

Sonntag, 22.04.2018
 
Seit 15:05 Uhr Interpretationen

Interview / Archiv | Beitrag vom 17.07.2017

Britische EigenständigkeitWarum aus "Sachsen-Coburg und Gotha" Windsor wurde

Karina Urbach im Gespräch mit Dieter Kassel

Podcast abonnieren
Windsor Castle (Imago / PA Images)
Windsor Castle (Imago / PA Images)

Das britische Königshaus ist unter dem Namen Windsor bekannt. Das war nicht immer so: Bis 1917 hieß der offizielle Titel des Königs: Georg V. von Sachsen-Coburg und Gotha.

Georg V., Großvater von Elizabeth II., verfügte am 17. Juli 1917, dass seine Familie sich nach der königlichen Residenz Windsor Castle nennt. Der Namenswechsel erfolgte nach Ansicht der Historikerin Karina Urbach jedoch nicht wegen der Antipathie der Briten gegenüber den Deutschen während des Ersten Weltkrieges:

Karina Urbach (privat)Karina Urbach (privat)"Bisher wurde die Geschichte immer falsch dargestellt, man glaubte die britische Seite hätte 1917 aus Protest ihren deutschen Namen abgelegt. Tatsächlich musste die britische Royal Family ihren Namen ändern weil die Coburgs sie ein paar Monate vorher aus dem Haus Sachsen-Coburg-Gotha ausgeschlossen hatten. Das habe ich 2016 in meinem Buch 'Hitlers heimliche Helfer' belegen können."

Seit Jahrhunderten waren die Briten von deutschen Familien - zunächst von dem "Haus Hannover", dann von "Sachsen-Coburg und Gotha" - regiert worden.

Über diesen Namenswechsel und auch über die anstehenden Brexit-Verhandlungen sprechen wir mit der Adelsexpertin und Historikerin Karina Urbach in "Studio 9" am 17. Juli gegen 7.40 Uhr.

Interview

Frauen in der SPDGleichberechtigung - auch im Ortsverein!
Männer in Anzügen stehen im Kreis. (dpa-Zentralbild)

Eine Frau als Parteivorsitzende und 50 Prozent Ministerinnen: Für die SPD-Feministin Bettina Martin ist das zwar ein Fortschritt, aber nicht genug. Frauen müssten auf allen Ebenen gleichberechtigt vertreten sein. "Das bringt dann auch einen Kulturwandel mit sich."Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur