Seit 07:05 Uhr Feiertag
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 07:05 Uhr Feiertag
 
 

Fazit / Archiv | Beitrag vom 24.02.2010

"Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen"

Anke Leweke über einen Thriller mit Starbesetzung

Podcast abonnieren

Dieser Thriller nimmt uns mit in das von Hurrican Katrina verwüstete New Orleans. Er hängt sich an die Fersen eines von Nicolas Cage gespielten Polizisten.

USA 2009, Regie: Werner Herzog, Darsteller: Nicolas Cage, Eva Mendes,Val Kilmer, Länge: 121 Minuten

Lieutenant McDonagh leidet unter unerträglichen Rückenschmerzen, seit er einen Häftling mit einem tolldreisten Sprung ins Wasser aus einem überschwemmten Gefängnis rettete. Er wirft Schmerzmittel aller Art ein: Kokain, Morphium und andere Pülverchen, an die er durch seinen Job leicht herankommt.

Diese Geschichte eines drogenabhängigen Polizisten, der nach und nach alle Grenzen überschreitet, wurde von einem Regisseur gedreht, der selbst ein ewiger Grenzgänger ist. Werner Herzog drehte in der Arktis, in den Wüsten Südamerikas und im lateinamerikanischen Dschungel. Immer wieder versetzte er eigensinnige Helden in wahnsinnige Landschaften. Und so ist es nur folgerichtig, dass Herzog diese Geschichte eines innerlich verwüsteten Helden in einer verwüsteten Stadt erzählt.

Voll gepumpt mit Drogen hetzt Nicolas Cage durch die trübe, feuchte Südstaatenmetropole. Mit ihm geht die Kamera in schwarze Elendsgebiete. Sie blickt in die Hinterzimmer der Dealer, in düstere Spielclubs und auf das Luxusleben der weißen Oberschicht. Dabei ermittelt der kaputte Polizist in einem Drogenmord und hat eine Liebesgeschichte mit einer Prostituierten.

Werner Herzog gelingt es, seinen nüchternen, realistischen Blick auf die Stadt mit der übersteigerten Wahrnehmung seines Helden zu vermischen. Manchmal kriecht ein Alligator entlang des Highways und auch mal eine Echse durchs Gangster-Zimmer. "Bad Lieutenant - Cop ohne Gewissen" ist ein exzessiver Autorenfilm im Gewand des Thrillers.

Filmhomepage

Kulturpresseschau

weitere Beiträge

Fazit

Deutscher Filmpreis 2017"Mutige, ungewöhnliche Filme"
Anne Zohra Berrached, Maren Ade und Regisseurin Nicolette Krebitz beim 67. Deutschen Filmpreis. (dpa / Pedersen)

Drei Regisseurinnen haben die Lolas für den besten Spielfilm geholt: Maren Ade erhielt mit "Toni Erdmann" die Lola in Gold, Anne Zohra ("24 Wochen") Silber, Nicolette Krebitz ("Wild") Bronze. Alles "mutige" Filme mit ungewöhnlichen Autorenvisionen, meint unsere Filmexpertin Anke Leweke.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur