Seit 01:05 Uhr Tonart

Donnerstag, 22.02.2018
 
Seit 01:05 Uhr Tonart

Kompressor | Beitrag vom 27.03.2015

80 Jahre "Triumph des Willens"Leni Riefenstahls Spuren in der Popkultur

Der Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger im Gespräch mit Christine Watty

Podcast abonnieren
Die Regisseurin Leni Riefenstahl und der Kameramann Sepp Allgeier während des NSDAP-Parteitags im Jahr 1934 in Nürnberg. (picture-alliance / dpa / Friedrich Rohrmann)
Die Regisseurin Leni Riefenstahl und der Kameramann Sepp Allgeier während des NSDAP-Parteitags im Jahr 1934 in Nürnberg. (picture-alliance / dpa / Friedrich Rohrmann)

Vor 80 Jahren wurde "Triumph des Willens" von Leni Riefenstahl uraufgeführt. Bis heute ist der NS-Propagandafilm umstritten. Wie er die Ästhetik der Popkultur beeinflusst hat, erklärt der Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger.

"Triumph des Willens", "Leni-Riefenstahl-Ästhetik" das weckt bei vielen Menschen sofort Assoziationen. Nur welche eigentlich? Was heißt das - jenseits von Floskeln - genau?

Vor fast genau 80 Jahren, am 28. März 1935, hatte der NS-Propagandafilm im Ufa-Palast am Zoo in Berlin Premiere. Aber wer hat mehr als Sekunden-Schnipsel des Films in Geschichts-Dokus gesehen, wer hat den Propagandastreifen je in voller Länge gesehen und kann Riefenstahls Werk beurteilen?

Ein "böser" Film als "gute" Kunst

Ob ein "böser" Film "gute" Kunst sein kann und wie modern oder neu seine Ästhetik ist, sind bestimmende Fragen in der Debatte um die Relevanz von "Triumph des Willens".

Von Ridley Scott über "Star Wars" bis zur Duschgel-Werbung - überall finden sich heute popkulturelle Verweise der "Riefenstahl-Ästhetik". Seit wann es diese Verweise gibt und wofür sie stehen, erläutert der Filmwissenschaftler Markus Stiglegger im "Kompressor".

Mehr zum Thema:

Frage des Tages - Warum attackieren Sie Berlins Olympia-Bewerbung mit Nazi-Symbolik?
(Deutschlandradio Kultur, Kompressor, 11.02.2015)

NS-Olympiade in ästhetisch-heroisierenden Bildern
(Deutschlandradio Kultur, Kalenderblatt, 20.04.2013)

Voller Gegensätze und doch ähnlich
(Deutschlandradio Kultur, Lesart, 11.12.2011)

Fragwürdige Inthronisierung
(Deutschlandradio Kultur, Kalenderblatt, 28.03.2010)

Fazit

Deutscher Kolonialismus100 Jahre Koloniales Nicht-Gedenken
Eine Gedenktafel für die "Opfer des deutschen Völkermordes in Namibia von 1904 bis 1908" betrachtet Israel Kaunatjike, Angehöriger des Herero-Volkes, am Mittwoch (11.08.2004) auf dem Garnisonfriedhof in Berlin.  (picture alliance / dpa / Stephanie Pilick)

Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben, dass die Kolonialvergangenheit ebenso Bestandteil der Erinnerungskultur sein soll, wie die NS-Vergangenheit und der DDR-Unrechtsstaat. Ein Blick auf Orte des Gedenkens, beziehungsweise Nicht-Gedenkens an die Opfer deutscher Kolonialherrschaft.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur