Seit 00:05 Uhr Feature
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 00:05 Uhr Feature
 
 

Konzert / Archiv | Beitrag vom 23.10.2016

3 x MagnificatDie begeisterte Maria

Aufzeichnung aus dem Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin

Der Komponist Paweł Łukaszewski (Website Paweł Łukaszewski)
Der Komponist Paweł Łukaszewski ist mit seinem "Magnificat et Nunc dimittis" vertreten (Website Paweł Łukaszewski)

Ein besonderes Kooperationsprojekt: Das Breslauer Leopoldinum Kammerorchester und der Berliner Hugo-Distler-Chor führten drei Magnificat-Vertonungen aus der Frühklassik und der Gegenwart auf. Die Konzerte fanden natürlich in der Europäischen Kulturhauptstadt Wrocław und in Berlin statt. Wir bringen hier den Mitschnitt vom Vortag aus der Philharmonie Berlin.

"Magnificat anima mea Dominum – Meine Seele preist die Größe des Herrn". Der Hymnus der Jungfrau Maria, die ein Kind erwartet und schon ahnt, dass dieses ein besonderes Kind werden wird, ist einer der meistvertonten Texte der europäischen Musikgeschichte und beinhaltet wichtige theologische Aussagen, nicht nur zum Wunder der so genannten unbefleckten Empfängnis und zur Vorherbestimmtheit des Leidens dieses besonderen Kindes. 

Es ist "die leidenschaftliche, hingerissene, stolze, begeisterte Maria, die hier spricht." Das schrieb der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer über einen Text, der für seine Konfession eher weniger Bedeutung hat. Doch gerade die für den Protestantismus so maßgeblichen Komponisten Johann Sebastian Bach und sein Sohn Carl Philipp Emanuel haben den Mariengesang zu eindrücklichen und sehr feierlichen Sakralwerken umgewandelt, die eine universelle Bedeutung erlangt haben.

Der Hugo-Distler-Chor Berlin und das Leopoldinum Kammerorchester, ein Ensemble des Nationalen Musikforums Breslau, spielten und sangen gemeinsam in ihren Heimatstädten drei Magnificats, zuerst das von Carl Philipp Emanuel Bach, und darauf jeweils eines der beiden Gegenwartskomponisten Paweł Łukaszewski aus Warschau und Tarik O’Regan aus London. Łukaszewski ist ein Spezialist für sakrale Vokalmusik und hat den Ruf, ein "antimoderner" Komponist zu sein. O'Regan wiederum schöpft in seiner Musik aus ganz unterschiedlichen Quellen wie der Renaissance-Polyphonie, der Musik Nordafrikas oder der britischen Rockmusik.

Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom 22. Oktober 2016

Tarik O’Regan
"Magnificat"

Paweł Łukaszewski
"Magnificat et Nunc dimittis" für Saxofon, gemischten Chor und Orchester

Carl Philipp Emanuel Bach
"Magnificat" für Soli, gemischten Chor und Orchester D-Dur Wq 215

Laurence Servaes, Sopran
Susanne Langner, Alt
Florian Sievers, Tenor
Jörg Gottschick, Bass
Stefanie Unger, Saxofon
Hugo-Distler-Chor Berlin
NFM Leopoldinum Kammerorchester Wrocław
Leitung: Stefan Schuck, Hartmut Rohde

Konzert

BBC PromsJakub Hrůša und das BBC Symphony Orchestra
(Prague Philharmonia/IMG Artists)

Ohne Jan Hus hätte es Luthers Reformation nicht gegeben. Daran erinnerten jetzt bei den BBC Proms das BBC Symphony Orchestra und Dirigent Jakub Hrůša - und daran, wie immens die Bedeutung der Hussiten-Choräle für die tschechische Musik war.Mehr

Kunstfest WeimarZweimal Prokofjew: Großvater und Enkel
Undatierte Aufnahme des russischen Komponisten und Pianisten Sergej Prokofjew. Er wurde am 27. April 1891 in Sonzowka geboren und ist am 5. März 1953 in Moskau gestorben. (picture-alliance / dpa / Röhnert)

Es war eine Art grandioser Sackgasse, in die Sergej Prokofjew wenige Jahre nach seiner Rückkehr in die Sowjetunion hineinlief: erst fand seine gewaltige Revolutionskantate keine Gnade vor Stalin – und nach der späteren "Tauwetter"-Politik wollte sie erst recht keiner mehr hören.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur