Hörspiel, vom 24.09.2014, 21:33 Uhr

Wenn man ein gleichschenkliges Dreieck auf den Kopf stellt

Von Ursula Krechel

Zwei Schwestern, die »Frau mit den disziplinierten Ellenbogen« und die »Frau mit den entblößten Zahnhälsen«, erinnern sich an ihre Kindheit, an den Vater, den »hehren Lehrer« und an die Mutter, die sich in Krankheiten flüchtete.

Die Pyramiden von Gizeh im Gegenlicht (Aufnahme vom 20.1.2010). (picture-alliance / Arved Gintenreiter)
Silhouette eines Dreiecks - die Pyramiden von Gizeh in Ägypten (picture-alliance / Arved Gintenreiter)

"Dreimal habe ich meine Mutter verloren." "Was heißt hier deine Mutter?" "Ich habe sie verloren. Du hast sie behalten, an dich gezerrt, dich an sie geschmiegt. Ich habe sie dreimal verloren. So lernte ich zählen". Zu Wort kommt auch der "Mann mit den nervösen Fingern", Ehemann zuerst der einen und dann der anderen Schwester. "Er lag bei dir nur herum, er passte besser in meine Wohnung als in deine."

Regie: Hans Gerd Krogmann
Mit: Hedi Kriegeskotte, Hille Darjes, Christoph Bantzer, Hans Diehl
Ton: Rolf Knapp
Produktion: SWR 2013

Länge: 55'15

Ursula Krechel, geboren 1947 in Trier, lebt als Schriftstellerin in Berlin. Mehrere Literatur-Dozenturen und Auszeichnungen, zuletzt  "Deutscher Buchpreis" (2012) für den Roman "Landgericht". Schreibt Lyrik, Prosa, Theaterstücke, Essays und Features sowie zahlreiche Hörspiele, zuletzt für DKultur ›Festbeleuchtung der Nacht‹ (2007).

 

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