Klangkunst, vom 29.03.2019, 00:05 Uhr

Klangkunst: Abschied von den HörgewohnheitenFigures / Ground

Die Künstlerin Jessica Ekomane (Foto: Camille Blake)
Die Künstlerin Jessica Ekomane (Foto: Camille Blake)

Die Erkenntnisse der Psychoakustik und der Gestaltpsychologie liefern der Klangkünstlerin Jessica Ekomane wichtige Inspirationen. In ihrem zweiteiligen Stück "Figures / Ground" entstehen aus statischen oder sich nach einfachen Regeln transformierenden Tönen überraschende Klanggebilde, die in ständiger Wandlung begriffen sind und geläufige Hörweisen destabilisieren. Durch ihre zyklische Struktur und Rhythmik erlauben sie aber auch ein vertiefendes Hören, das sich in einem Spannungsfeld zwischen Trance und Selbstbeobachtung der eigenen Wahrnehmungsprozesse bewegt.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Untraining the Ear" hat Ekomane im Dezember 2018 den Kunstraum SAVVY Contemporary bespielt und daraus im Anschluss eine binaurale Radiokomposition entwickelt.

Die in Frankreich geborene und in Berlin lebende Jessica Ekomane bewegt sich zwischen Klangkunst, experimenteller Musik und bildender Kunst. Kürzlich wurde sie als eine von sechs Komponistinnen nominiert, eine Komposition für die Installation von Natascha Süder Happelmann beizutragen, die dieses Jahr den deutschen Pavillon auf der Biennale von Venedig bespielen wird.


Ursendung
Untraining the Ear
Figures / Ground
Klangkunst von Jessica Ekomane
Produktion: SAVVY Contemporary / Deutschlandfunk Kultur / CTM Festival 2019
Länge: 50’35


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