Klangkunst, vom 24.11.2017

Klangkomposition über den WindAnemoi

Von Lasse Marc Riek

Während Tonaufnahmen macht er sich meist durch Störgeräusche bemerkbar: Der Wind.

Das Satellitenbild der NASA zeigt den Wirbelsturm Debbie am 27.03.2017 über dem Osten von Australien (NASA Goddard MODIS Rapid Response Team/dpa)
Wirbelsturm Debbie 2017 über dem Osten von Australien (NASA Goddard MODIS Rapid Response Team/dpa)

Ohne einen guten Windschutz für das Mikrofon braucht man das Haus gar nicht erst zu verlassen. Doch der Wind selbst klingt gar nicht. Erst wenn er auf Hindernisse trifft, hören wir das vertraute Rauschen, Pfeifen, Säuseln. Der Klangkünstler Lasse Marc Riek hat sich an das Naturphänomen gewagt. Er untersucht die akustische Vielfalt windbewegter Objekte und lässt Telefonleitungen, Zäune, Drähte, Windharfen, Gräser, Baumkronen und Felsspalten vom "äolischen Geist" erzählen.

Anemoi
Von Lasse Marc Riek
Produktion: WDR 2017
Länge: 53'42

Hier ist der Link zu Nachhören.

Lasse Marc Riek, geboren 1975 in Bad Segeberg, lebt und arbeitet in Hanau am Main. Seine Arbeiten sind interdisziplinär und gehören sowohl der Bildenden Kunst als auch der Klangkunst an. Als Klangkünstler arbeitet er in den Bereichen 'Akustische Ökologie', 'Bioakustik' und 'Public Recording'. Riek ist Mitbegründer des Audioverlags "Gruenrekorder", der sich auf Soundscapes, Field Recordings und Elektroakustische Kompositionen konzentriert. Für Deutschlandradio Kultur Geräusche des Monats 2010: "Kalenderstücke".