Klangkunst, vom 04.06.2021, 00:05 Uhr

Hommage an den Jazz-Posaunisten MangelsdorffAnother Certain Beauty – Drift#4

Eine Posaune im Gras (EyeEm / Nonnut Nomrawee)
Die Posaune als Einladung: Ein musikalischer Dialog mit dem verstorbenen Jazz-Posaunisten Albert Mangelsdorff. (EyeEm / Nonnut Nomrawee)

Ende der Sechziger komponierte der Jazz-Posaunist Albert Mangelsdorff die Ballade "A Certain Beauty". Kurze Zeit später verließ er die vorgegebenen Pfade seines Instruments und perfektionierte eine neue Spielweise: Er spielte einen Ton und sang zugleich einen anderen durch das Instrument.

Was bedeutet es, wirklich frei zu spielen? Diese Frage treibt die improvisierte Musik um. Besonders im letzten Jahrhundert sind zahlreiche Musiker-Szenen und Genres entstanden, die ganz unterschiedliche Antworten anbieten.

Der Komponist Jan-Peter E.R. Sonntag lud unterschiedliche Musikerinnen ein, spontan miteinander zu interagieren: Protagonisten der Echtzeitmusik, der Neuen Musik und des Free Jazz. Sie alle improvisieren, doch nach verschiedenen Regeln, mit unterschiedlichen Techniken. Was passiert, wenn sie in einen Dialog treten?

Der Jazz-Posaunist Albert Mangelsdorff (1928-2005) im Jahr 1995. (picture-alliance / Jazzarchiv / Hardy Schiffler)Der Jazz-Posaunist Albert Mangelsdorff (1928-2005) im Jahr 1995. (picture-alliance / Jazzarchiv / Hardy Schiffler)


Lesen Sie hier die Anmerkung des Künstlers


Ursendung
Another Certain Beauty – Drift#4
Von Jan-Peter E.R. Sonntag
Idee und Realisierung: der Autor

Mit:
Roman Ott (Altsaxophon)
Uli Kempendorff (Flöte, Tenorsaxophon, Bassklarinette)
Biliana Voutchkova (Violine)
ER (Sopran-, Tenor- und Bassposaune, Synth-Programmierung und Stimme)
Ronny Graupe (Gitarre)
Quentin Tolimieri (präpariertes Piano)
Ignaz Schick (Turntables)
Uri Gincel (Flügel)
Lars Gühlcke (Kontrabass)
Andrew Lafkas (Kontrabass)
Oliver Sonntag (Drum Set)
Oliver Steidle (Drums Set)
Michael Vorfeld (Percussion und selbstgebaute Saiteninstrumente)

Ton und Technik: Martin Eichberg, Hermann Leppich
Produktion: Deutschlandfunk Kultur/N-solab 2021
Länge: 54'30


Jan-Peter E.R. Sonntag, geboren 1965 in Lübeck, ist Künstler und Komponist. Er studierte Kunst, Kunstgeschichte, Komposition und ästhetische Theorie. Seine vorwiegend raumbezogenen Werke werden weltweit präsentiert. Er war Stipendiat der Akademie Schloss Solitude, der Villa Aurora und erhielt zahlreiche Auszeichnungen u. A. 2008 den Deutschen Klangkunstpreis und den CYNETART Award. Zuletzt im Deutschlandradio Kultur: "Rundfunk Aeterna - a radio opera", commissioned Sound Work by documenta 14.

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