Hörspiel, vom 29.09.2021, 22:03 Uhr

Hörspiel über Insolvenz und Ungleichheitbin pleite ohne mich

Von Gesche Piening

Pleite sein, bankrottgehen, hochverschuldet leben, Privatinsolvenz anmelden – das sind Bedrohungen, die wir uns lieber nicht so genau ausmalen und schon gar nicht selbst erleben möchten. Aber was, wenn es doch passiert?

(Unsplash / Sigmund)
Selbst in der Pleite sind nicht alle gleich. (Unsplash / Sigmund)

Hier spricht das erschütterte Selbstwertgefühl jener, die nicht mehr mithalten können. Das Hörspiel zeichnet das Bild einer Gesellschaft, in der auch die Chancen auf Rehabilitierung unterschiedlich verteilt sind: Für die eine ist die Privatinsolvenz "das Problem ihres Lebens", für den anderen nur ein Problem in einer Kette von Problemen, die es ein Leben lang abzuarbeiten gilt. Die Autorin beschäftigt sich mit Formen gesellschaftlicher Ungleichheit und den damit verbundenen Lebensrealitäten: "Durch zahlreiche Interviews mit Betroffenen verschiedener sozialer Milieus habe ich festgestellt: selbst pleite sind nicht alle gleich… soziale, wirtschaftliche und psychologische Ungleichheiten perpetuieren sich im finanziellen Ruin."


Ursendung
bin pleite ohne mich
Von Gesche Piening

Mitwirkende:
Herr Rissler: Stefan Bissmeier
Frau Hübner: Katja Bürkle
Herr Schack: Martin Feifel
Frau DeLongo: Julia Gräfner
Expertin: Raphaela Möst
Stimme: Andreas Neumann
Herr Kant: Murali Perumal
Frau Fiedlier: Nina Steils
Frau Deining: Cathrin Störmer

Komposition: Mathis Nitschke
Kontrabass: Leonhard Schilde
Schlagzeug: Erik Kosta
Dramaturgie: Katja Huber
Ton: Michael Krogmann
Technik: Adele Kurdziel

Produktion: BR / Deutschlandfunk Kultur 2021
Länge: 53'15

Das Hörspiel steht Ihnen ab dem Sendetag zum Download zur Verfügung. 


. (Piening). (Piening)Gesche Piening, geb. 1978, Schauspielerin, Regisseurin, Autorin und Dozentin, bundesweit interdisziplinäre Kunstproduktionen in Theaterhäusern und auf Festivals, mehrere preisgekrönte Feature, Ödön-von-Horváth-Förderpreis 2016 für ihr bisheriges Werk. Recherchestipendium im Rahmen von Neustart Kultur des Fonds Daku/Take Care für "bin pleite ohne mich". Für den BR Radioarbeiten, u.a. "Besser ist nicht gut genug. Leben in der atemlosen Gesellschaft" (2016), "Heute mit beschränkter Haftung? Keine Gesellschaft ohne Zukunft" (2017), "Einsam stirbt öfter. Ein Requiem" (2020). Die Recherchen zu "bin pleite ohne mich" wurden gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Abonnieren Sie unseren Newsletter!