Klangkunst, vom 20.11.2020, 00:05 Uhr

Arabische Musik auf europäischen InstrumentenEine Frage der Stimmung

Reihe: Here History Began
Von Khyam Allami und Julia Tieke
Jede Taste wird einmal gespielt und dann markiert. (Foto: Julia Tieke)
Jede Taste wird einmal gespielt und dann markiert. (Foto: Julia Tieke)

"Hofmann Oriental" steht auf einem Klavier in Beirut, das Vierteltöne wiedergeben kann, charakteristisch für arabische Musik. Es wurde 1954 in Wien gebaut, nach Plänen von Abdallah Chahine, der jahrzehntelang an Prototypen getüftelt hatte.

"Comma" heißt die Software, mit der der irakische Musiker Khyam Allami etwas Ähnliches für digitale Musik erreichen will: Viertel- und Mikrotöne individueller stimmen.

Die Diskussionen um die vielfältige Stimmung arabischer Musik reichen von der Kairoer Konferenz für Arabische Musik 1932 bis zum Berliner CTM Festival 2019.


Reihe: Here History Began
Eine Frage der Stimmung
Von Khyam Allami und Julia Tieke
Kompositionen und Klavier: Khyam Allami
Piano Oriental: Joseph Kai
Produktion: SAVVY Contemporary/CTM/Deutschlandfunk Kultur 2019
Länge: 54'30

Eine Wiederholung vom 26.04.2019


Khyam Allami, geboren 1981 in Damaskus als Sohn irakischer Eltern, aufgewachsen in London, ist Oudspieler, Komponist, Toningenieur und Labelbetreiber. Seit dem ersten Golfkrieg beschäftigt er sich intensiv mit ethnologischer Musik. Gleichzeitig spielte er als Rockmusiker in verschiedenen Bands.

Julia Tieke, geboren 1974, ist Kulturwissenschaftlerin, Autorin und Regisseurin. Projektleiterin der Wurfsendung von Deutschlandfunk Kultur. Zuletzt für diesen Sender: "Die Kunst sich zum Affen zu machen" (2017) und "Eine Frage der Stimmung" (2019).

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