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Kulturnachrichten

Donnerstag, 20. März 2014

Fall Schavan: Präsident der Humboldt-Uni kritisiert Aberkennung des Doktortitels

"Geisteswissenschaftliche Arbeiten sind mehr als die Summe ihrer einzelnen Textbausteine."

Mit diesen Worten nimmt der Präsident der Berliner Humboldt-Universität, Jan-Hendrik Olbertz, die Ex-Bildungsministerin Annette Schavan in Schutz. Ihr Doktorgrad wurde vor gut einem Jahr durch die Universität Düsseldorf aberkannt. Olbertz sagte der "Berliner Morgenpost", der Entzug des Titels sei auf der damaligen Verfahrensgrundlage nicht gerechtfertigt gewesen. Es mangele an der nötigen Tiefe, wenn Textbausteine isoliert verglichen würden. Man müsse sie in die übergreifende Gedankenführung der Arbeit einordnen. Vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht beginnt am Vormittag die Prüfung des Aberkennungsverfahrens.

Schavan verliert Prozess um Doktortitel

Der Doktortitel von Annette Schavan ist weg - jedenfalls wenn es nach dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht geht.

Die ehemalige Bundesbildungsministerin hatte dagegen geklagt, dass ihr die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf vor rund einem Jahr den Titel aberkannt hatte. Diese Klage wies das Gericht nun ab. Kurz vorher hatte der Anwalt der ehemaligen Bundesbildungsministerin noch erfolglos beantragt, Schavans Doktorvater als Zeugen zu laden und ein externes Gutachten zur damaligen wissenschaftlichen Zitierweise einholen zu lassen. - Annette Schavan soll in ihrer Doktorarbeit von 1980 umfangreich abgeschrieben haben. Die Universität Düsseldorf hatte ihr vorsätzliche Täuschung vorgeworfen. Nach dem Titelentzug war Schavan als Bundesministerin zurückgetreten. Die Plagiatsvorwürfe wies sie nun erneut zurück und überlegt, weiter rechtlich dagegen vorzugehen.

Hier lesen Sie die Erklärung der Uni Düsseldorf vom 5. Februar 2013. Hier geht es zum Schavanplag.

Doktortitel in NRW: FHs wollen ihn über neues Institut vergeben

Das Thema Promotion sorgen noch für weitere Diskussionen in Nordrhein-Westfalen.

Dort fordern die Fachhochschulen, dass auch sie das Recht bekommen sollten, Doktortitel zu verleihen. Das ist bisher nur Universitäten vorbehalten. Die Fachhochschulen müssen mit den Unis zusammenarbeiten, damit auch ihre Absolventen einen Doktor machen können. Das sei aber nur begrenzt möglich, lautet die Kritik. Der Anteil der Fachhochschul-Absolventen an Promotionen in Deutschland betrage nur etwa ein Prozent. Deshalb schlagen die Rektoren der FHs in Nordrhein-Westfalen vor, dass sie ein gemeinsames Graduierteninstitut gründen könnten. Das soll dann Doktortitel verleihen dürfen.

Studenten klagen gegen "Apps for Education" von Google

Nur wer Google nutzt, kann Studieren.

Vor diesem Problem stehen Studenten an manchen Universitäten in den USA. Dort sind sie dazu gezwungen, die "Apps for Education" von Google zu benutzen. Dazu gehören unter anderem den E-Mail-Dienst Gmail und eine Kalender- und Kontaktfunktion. Weil dabei allerdings ihre Daten systematisch gesammelt und ausgewertet werden, haben mehrere Studenten eine Klage in Kalifornien eingereicht. Sie verlangen, dass Millionen Google-Nutzer für die digitale Überwachung entschädigt werden. Außerdem wollen sie erreichen, dass der US-Internetkonzern deutlicher über seine Datenschutzbestimmungen und Nutzungsbedingungen aufklären muss.

Welfenschatz kann in Berlin bleiben

Der Goldschatz der Welfen muss nicht an die Erben jüdischer Kunsthändler zurückgegeben werden.

Das hat die Limbach-Kommission nach jahrelangem Tauziehen um die mittelalterlichen Stücke empfohlen. Der Welfenschatz ist eine Hauptattraktion der Berliner Museen. Die Goldreliquien waren 1935 von vier Kunsthändlern an den preußischen Staat verkauft worden. Im Streit ging es darum, ob das ein "verfolgungsbedingter Zwangsverkauf" war. Das wurde nun von der Kommission verneint, deren Vorsitz die frühere Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, Jutta Limbach, innehat. Sie folgte damit der Linie der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, zu deren Bestand der Welfenschatz seit Jahrzehnten gehört. - Die Empfehlungen der Limbach-Kommission haben zwar keine rechtlich bindende Wirkung. Allerdings hatten sich beide Seiten auf die Anrufung des wichtigen Gremiums verständigt.

Hier lesen Sie die Empfehlung der Limbach-Kommission zum Welfenschatz.

Indischer Autor Khushwant Singh gestorben

Er galt als einer der angesehensten Essayisten und Kolumnisten Indiens.

Nun ist der Autor Khushwant Singh im Alter von 99 Jahren in Neu Delhi gestorben. Singh hatte für zahlreiche Magazine und Zeitungen geschrieben und mehr als 80 Bücher verfasst. Als Klassiker gilt sein Werk "Der Zug nach Pakistan". Es beschreibt die Gewalt im Jahr 1947, als die Kolonie Indien vom Britischen Empire unabhängig und in die Staaten Pakistan und Indien geteilt wurde. Das Buch wurde später verfilmt. Khushwant Singh verfasste auch Sachbücher, darunter Literatur über die Religion der Sikhs, der er selbst angehörte.

In den 80er Jahren war der Autor Mitglied des indischen Parlaments und erhielt den zivilen Verdienstorden Padma Vibhushan.
Hier lesen Sie einen englischsprachigen Nachruf über Singh.

Protest gegen Theaterstück um Mord an Armeniern

Ein Theaterstück sorgt in Konstanz für Ärger.

Das Werk soll am Freitag gespielt werden und handelt von der Tötung der Armenier in den Jahren 1915/16. Eine Sprecherin des Stadttheaters teilte mit, das Haus werde per E-Mail unter Druck gesetzt, das Stück abzusetzen. Außerdem habe das türkische Generalkonsulat in Karlsruhe darum gebeten, vor jeder Vorstellung über die gegensätzlichen Positionen zu den Ereignissen von 1915/16 informieren. Damals kamen nach unterschiedlichen Schätzungen zwischen 200.000 und 1,5 Millionen Armenier ums Leben. Der Türkei wird Völkermord vorgeworfen; sie bestreitet das aber.

Infos zum Theaterstück gibt es hier.

Naturschützer fordern strengere Regeln für Wildtierhandel

Eine Python oder ein Leguan für zu Hause - Reptilien sind hierzulande sehr beliebt.

Deshalb fordern Naturschützer, dass der Handel mit exotischen Wildtieren strenger kontrolliert werden muss. Tierbestände in Asien, Afrika und Lateinamerika dürften nicht länger für den Haustier-Markt geplündert werden. Das erklärten zehn Verbände, darunter der Naturschutzbund Deutschland. Verboten werden sollte unter anderem der Import von in der Natur gefangenen Tieren; die Privathaltung müsse auf geeignete Arten beschränkt werden. - Die Bundesrepublik ist den Informationen zufolge der größte Absatzmarkt für Wildtiere innerhalb der EU.

Reformationsjubiläum: länderübergreifende Partnerschaft

Die Feier wird international.

Wenn das 500. Reformationsjubiläum im Jahr 2017 ansteht, dann sind auch die Niederlande mit dabei. Das hat die evangelische Nordkirche in einer länderübergreifenden Partnerschaft besiegelt. Ihre Arbeitsstelle und die Stiftung Refo500 aus den Niederlanden unterzeichneten den Vertrag im Kieler Landeskirchenamt. Ziel sei es, bis zum Jubiläumsjahr 2017 der Öffentlichkeit ein Programm zu präsentieren, "das die Bedeutung der Reformation für die Gegenwart" aufzeige.

Dafür habe Refo500 auch eine internationale Plattform gegründet, auf der evangelische und katholische Organisationen, Universitäten, Museen, Städte sowie Verlage, Fernsehsender und Reisebüros zusammenarbeiteten. In der Nordkirche sind die ehemaligen Landeskirchen von Nordelbien, Mecklenburg und Pommern zusammengeschlossen.
Hier lesen Sie die Mitteilung der Nordkirche zur der internationalen Partnerschaft.

Kremlkritischer Internetsender: Mietvertrag nicht verlängert

Der Druck auf den kremlkritischen Internetsender Doschd steigt weiter.

Vermutlich muss der Kanal im Juni seine Büros im Zentrum Moskaus räumen. Der Vermieter hatte mitgeteilt, den auslaufenden Mietvertrag nicht verlängern zu wollen. Gründe für den Schritt nannte er nicht. Sein Schreiben veröffentlichte die Generaldirektorin des Senders auf Facebook. Zuvor hatten bereits mehrere russische Anbieter den Sender vom Netz genommen. - Kremlkritische Medien beklagen derzeit einen ungewöhnlich harten Angriff auf die Pressefreiheit. Zuletzt waren vier populäre Onlineportale auf eine Liste verbotener Internetseiten gesetzt worden.

Indische Fluglinie beurlaubt Piloten nach Tanzeinlage

Tanzen im Flugzeug - das war für zwei indische Piloten keine so gute Idee.

Wie Medien berichten, hatten sich die Männer anlässlich des hinduistischen Holi-Festes einer Tanzeinlage der Stewardessen an Bord angeschlossen. Videos davon landeten auch im Internet. Darin ist zu sehen, wie einer der Piloten aus dem Cockpit kommt und Fotos von dem Spektakel macht. Die indische Luftfahrtbehörden erklärte, trotz Autopilot sei gegen Sicherheitsregeln verstoßen worden. Daraufhin hat die Fluggesellschaft SpiceJet die beiden Piloten vom Dienst entbunden. - Das Frühlingsfest Holi zu Ehren des hinduistischen Gottes Krishna wird traditionell ausgelassen gefeiert. Dabei besprengen sich die Menschen auch mit gefärbtem Wasser und Puder.

Hier finden Sie einen englischsprachigen Bericht mit Video dazu.

Oper in San Diego stellt den Betrieb ein

Hier sangen Stars wie Joan Sutherland, Luciano Pavarotti und Beverly Sills.

Nun muss die Oper im kalifornischen San Diego schließen. Nach der letzten Vorführung der laufenden Saison werde der Betrieb eingestellt, teilte Operndirektor Ian D. Campbell mit. "Unüberbrückbare finanzielle Hürden" hätten zu dieser Entscheidung geführt. Statt Konkurs anzumelden, hätte der Vorstand des Opernhauses für die Schließung gestimmt, hieß es weiter. - Als letzte Vorstellung ist die Oper "Don Quichotte" des französischen Komponisten Jules Massenet am 13. April geplant.

Türkisches Gericht urteilt über Veröffentlichung von Telefonmitschnitten

Telefonmitschnitte des türkischen Regierungschefs Recep Erdogan sorgten in der Türkei für Wirbel.

Jetzt hat ein Gericht in Istanbul entschieden, dass die Veröffentlichung der Mitschnitte durch die Pressefreiheit geschützt ist. - Die Zeitung "Zaman" hatte ausführlich über ein Telefonat berichtet. Darin weist Erdogan seinen Verkehrsminister an, Geld zu besorgen, damit ein regierungsnahes Unternehmen die Tageszeitung "Sabah" kaufen könne. Das Blatt hatte daraufhin vor Gericht eine Gegendarstellung erwirken wollen. - Wenn man sich die Aktualität und den Informationsbedarf der Bevölkerung vor Augen halte, genieße die Pressefreiheit Priorität, urteilten die Richter.

Grütters wirbt für Museum der Moderne

"Wenn wir jetzt sagen, wir können uns einen Neubau nicht leisten, müssen wir auch wissen, was uns entgeht",

sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters im Bundestag. Die CDU-Politikerin warb für das geplante Museum der Moderne in Berlin. Für den Neubau sind 130 Millionen Euro veranschlagt. - Grütters sprach von einem akuten Platzmangel für die Kunst des 20. Jahrhunderts in Berlina. Derzeit könnten nur 20 Prozent der Bestände gezeigt werden, obwohl es um milliardenschwere "Weltklassekunst" gehe, sagte sie. - Nicht nur die Opposition, auch die SPD äußerte sich in der Debatte skeptisch. Der Bau dürfe nicht auf Kosten der Kulturförderung im Land gehen, sagte Grünen-Abgeordnete Ulle Schauws.

Digitales Denkmal für DDR-Planer und Architekten

Er hat die oft gescholtenen Plattenbauten mit entwickelt und Weichen für die Architektur in der DDR gestellt - trotzdem ist Wilfried Stallknecht vielen kaum bekannt.

Um an ihn und seine Kollegen zu erinnern, beteiligt sich das Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung an einem digitalen Archiv. Darin sollen alle Planer und Architekten der DDR erfasst werden, sagte ein Mitarbeiter des Instituts. DDR-Architekten seien selbst bei Fachleuten häufig unbekannt, ergänzte er. Dabei habe es gute Ideen und spannende Konzepte gegeben. Doch nach der Wende sei der gesamte Berufsstand in Vergessenheit geraten.

Lewitscharoff erneuert Kritik an künstlicher Befruchtung

"Von den Grundideen dieser Rede rücke ich nicht ab, ich rücke - wenn ich's noch einmal schreiben würde - von einigen Formulierungen ab, drei oder vier",

sagte Sibylle Lewitscharoff beim Literaturfest Lit.Cologne. Die Schriftstellerin steht in der Kritik, weil sie in einer Rede künstlich gezeugte Kinder als "Halbwesen" bezeichnet hatte. Diese Formulierung bedauerte sie später. - Ihre Skepsis gegenüber der künstlichen Befruchtung wiederholte sie in Köln. Es seien schwarze Fantasien im Umlauf, sagte Lewitscharoff. - Sie hielt auch an ihrem Vergleich zwischen der heutigen Reproduktionsmedizin und der "Menschenzucht" im Dritten Reich fest. Die Nationalsozialisten hätten mit vielen dieser Dinge angefangen.

Berlinale-Direktor würdigt Karl Baumgartner

Karl Baumgartner stand für die Verbreitung großer Art-House-Regisseure wie Andrei Tarkowski und Jim Jarmusch im deutschen Kino.

Im Deutschlandradio Kultur würdigte Berlinale-Direktor Dieter Kosslick die Leistungen des Produzenten und Verleihers. Baumgartner sei ein Undergroundkämpfer gewesen. Wenn er von einem Projekt überzeugt gewesen sei, habe er jedes Risiko in Kauf genommen, erinnerte sich Kosslick. Oft sei er monatelang in fremden Ländern untergetaucht und dann mit einem Film zurückgekommen. Zum Erbe Baumgartners gehöre es, dafür zu sorgen, dass der Art-House-Verleih in Deutschland am Leben bleibe, sagte Kosslick. - Karl Baumgartner ist am Dienstag im Alter von 65 Jahren gestorben.

Erste Islampartei in Deutschland löst sich auf

Die erste deutsche Islampartei, die auch zu Wahlen antrat, löst sich auf.

Das bestätigte der bisherige Bundesvorsitzende der Muslimisch Demokratischen Union, Bilal Uwe Wilbert, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Fast alle ihrer 250 Mitglieder würden in die ebenfalls von Muslimen gegründete Splitterpartei Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit (BIG) überführt, heißt es. Begründet wurde der Schritt mit dem Wunsch nach einer größeren Einheit unter Muslimen. Die MDU war 2011 erstmals bei der niedersächsischen Kommunalwahl angetreten. Damit machte sie bundesweit Schlagzeilen. Zeitweilig wurde sie vom Verfassungsschutz beobachtet.

Päsident der Hochschulrekoren besorgt über Lage an Unis in Baden-Württemberg

"In Baden-Württemberg ist der Fall dramatisch",

sagte Horst Hippler, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, über die Lage an den Unis in dem Bundesland. In der "Stuttgarter Zeitung" beklagte Hippler die mangelnde Grundfinanzierung der Hochschulen. Diese sei "eingefroren" worden. Baden-Württemberg lebe von der "Qualität der Vergangenheit" - aber wenn nicht bald gehandelt werde, sei es mit der Spitzenstellung der Unis dort vorbei.

Hippler forderte, dass die Hochschulen bei den laufenden Verhandlungen zum Solidarpakt III so ausgestattet werden, dass ihre Zukunft gesichert ist. Dass sei auch das Anliegen der baden-württembergischen Wissenschaftsministerin - allerdings würden die Gespräche mit dem Landesfinanzminister geführt.

Buchmesse 2016 mit den Niederlanden und Flandern als Gastländern

Cees Noteboom, Leon de Winter und Marten t'Haart sind niederländische Schriftsteller, die auch in Deutschland sehr viele Leser haben.

Weitere, hierzulande vielleicht noch unbekannte Autoren, könnten bald ebenfalls von sich reden machen. Wie die Frankfurter Buchmesse mitteilte, werden die Niederlande und das belgische Flandern im Jahr 2016 gemeinsam Gastländer sein. Beide kündigten an, sie wollten nicht nur ihre Literatur, sondern ihre "Kreativindustrie" als Ganzes vorstellen. - In diesem Herbst ist zunächst Finnland Ehrengast der Buchmesse, danch folgt Indonesien.

Lettland: Kontroverse über Besuch von Kirchenoberhaupt

Der Besuch von Kyrill I. sollte eigentlich ein Zeichen der Versöhnung werden.

Doch vor dem Hintergrund der Krim-Krise mehren sich in Lettland die Forderungen, das Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche wieder auszuladen. Der Autor Andris Grûtups sagte in einem Interview mit der nationalkonservativen Zeitung "NRA", dass durch den Besuch die russische Minderheit in Lettland aufgestachelt werden könne. - Der Historiker Aleksandrs Gavriïins sagte dagegen, ein Besuch von Kyrill sei wichtig für die orthodoxen Gläubigen in Lettland und könne den Boden für ein Treffen auf oberster politischer Ebene bereiten.

Die Einladung an Kyrill I. wurde bereits 2010 vom damaligen Staatspräsidenten Valdis Zatlers ausgesprochen, jedoch erst 2013 offiziell angenommen. Rund 40 Prozent der Einwohner Lettlands sind ethnische Russen, viele von ihnen gehören der Orthodoxen Kirche an.

Schriftsteller über EU-Beitritt der Ukraine

Er gehört zu den wichtigsten literarischen Stimmen der Ukraine.

Im Interview mit der "Berliner Zeitung" sprach sich der Schriftsteller Juri Andruchowytsch für einen EU-Beitritt der Ukraine aus. Dieser wäre die beste Grundlage dafür, die Vielfalt des Landes zu schätzen und die Potenziale zu nutzen. - Mit Blick auf die derzeitige Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putin sagte der Autor, man könne nicht immer weiter zurückweichen und den Dingen ihren Lauf lassen. Die autoritären Strukturen Russlands seien nicht länger zu übersehen.

SZ: Al Jazeera könnte mit Muslimbrüdern kooperiert haben

Der Fernsehsender Al-Jazeera soll eng mit den Muslimbrüdern zusammenarbeiten.

Darüber wird in Ägypten schon eine Zeit lang spekuliert, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Jetzt will eine Zeitung aus den Vereinigten Arabischen Emiraten den Beweis für diese Zusammenarbeit gefunden haben: Al Jazeera habe gemeinsam mit den Muslimbrüdern beschlossen, die Jugend gegen die ägyptische Regierung aufzuhetzen. Dazu habe der Sender Beiträge über die Rolle der Studenten im nationalen Befreiungskampf gebracht. Al Jazeera hat die Vorwürfe laut "Süddeutscher Zeitung" zurückgewiesen.

Der Sender wird vom Emirat Katar finanziert. Im Februar waren drei Al-Jazeera Journalisten in Ägypten angeklagt worden, weil sie eine Terrorgruppe unterstützt haben sollen.

Künstler Aljoscha über politische Kunst

"Ich empfinde es als Korruption, wenn Künstler sich gezielt mit politischen Geschehnissen auseinandersetzen",

sagte der russisch-ukrainische Künstler Aljoscha im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. Polit-Kunst empfinde er als eine Form des Versagens. Stattdessen solle Kunst sich in ihrer Unzweckmäßigkeit manifestieren. - Aljoscha war einer von wenigen, der den Maidan während der Demonstrationen in Kiew zum Ort der Kunst gemacht hat.

Aljoscha, der mit richtigem Namen Alexej Potupin heißt, ist Sohn eines Russen und einer Ukrainerin. Seit gut 20 Jahren lebt er in Deutschland.

Musik-Mix entsteht auf dem eigenen Rechner

Remix, Sample und Mashup: Für viele Musiker sind das spannende Stilmittel - Juristen stellen sie jedoch vor große Probleme.

Wenn verschiedene Musikstücke neu kombiniert werden, ensteht oft nicht nur ein neues Werk, sondern auch ein Urheberrechtsstreit. Die "Süddeutsche Zeitung" verweist auf einen kreativen Lösungsansatz. Die Internet-Seite "legitmix.com" bietet Künstlern die Möglichkeit, ihre Kreationen ganz legal anzubieten: Verbreitet wird dabei nur das "Rezept" für den Mix, die Zutaten, also die Original-Musikstücke muss der Nutzer selbst auf seinem Rechner haben - oder kaufen. So könnten endlich auch die kopierten Künstler von den Remixen ihrer Songs profitieren, lobt die SZ.

Medienpreis des Bundestags geht an Film über NSU-Ausschuss

Wie konnte es zu den Taten der rechtsextremen Terrorvereinigung NSU kommen?

Das ist die zentrale Frage einer ARD-Dokumentation, die mit dem diesjährigen Medienpreis Politik des Bundestags ausgezeichnet wurde. In dem halbstündigen Film zeigen drei Journalisten, wie die Parlamentarier das Fiasko der Sicherheitsbehörden bei der NSU-Mordserie ausleuchten. Der Film tauge auch als Beispiel für das, wofür man das Parlament brauche, sagte Bundestagspräsident Norbert Lammert gestern Abend bei der Preisverleihung.

Mit dem Medienpreis Politik werden seit 1993 jährlich Journalisten aller Mediengattungen ausgezeichnet. Er ist mit 5000 Euro dotiert.

Das "Huhn aus der Hölle" bekommt einen Namen

Es war dreieinhalb Meter lag, wog bis zu 300 Kilogramm und rannte auf dürren Hinterbeinen durch den Nordwesten der USA - das "Huhn aus der Hölle".

Nun hat der vogelähnliche Dinosaurier auch einen wissenschaftlichen Namen. Es heißt Anzu wyliei. Der Name setzt sich aus dem mythologischen Dämon Anzu zusammen und dem Namen des dinosaurierbegeisterten Enkels des Kurators des Carnegie-Museums in Pittsburgh. Dort steht seit zehn Jahren eine Replik des Tieres.

US-Wissenschaftlern zufolge gehört Anzu wyliei zur Gruppe der Oviraptor-Saurier, deren fossile Überreste meist in Zentral- uncd Ostasien gefunden wurden.

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Karl der GroßeKunstsinniger Barbar
Eine Figur Karls des Großen steht am 16.06.2014 in Aachen (Nordrhein-Westfalen) im Centre Charlemagne. Die Ausstellung "Karl der Große, Macht, Kunst, Schätze" ist vom 20.06.2014 bis zum 21.09.2014 in Aachen zu sehen.  (picture alliance / dpa / Oliver Berg)

Er war einer der Gründungsväter Europas: Karl der Große hat die karolingische Renaissance eingeleitet. Eigentlich sei es ihm aber nur um die Legitimierung seiner Macht gegangen, meint Kunsthistoriker Michael Imhof. Mehr

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