Freistil, vom 04.08.2019, 20:05 Uhr

Von Selfies und anderen SelbstbildnissenHauptsache Ich

Heute werden sie ständig und überall gemacht: Selfies, Selbstporträts. Früher war diese Darstellungsform nur selbstbewussten Malern vorbehalten. Vor der Renaissance gab es überhaupt keine Selbstbildnisse, später verbreiteten sie sich auch in Film und Fotografie.

Eine Frau schießt am Strand ein Selfie. (picture alliance / dpa / Katia Christodoulou)
Nicht einmal die süße Katze darf mit aufs Bild - nur me, my selfie and I (picture alliance / dpa / Katia Christodoulou)

Was Künstler mit Bedacht arrangierten, schütteln Normalbürger heute aus dem Handgelenk und stellen es im Netz zur Schau. Das Selfie soll der Selbstinszenierung dienen, gerät aber oft zur Peinlichkeit. Einmal verbreitet, ist es kaum mehr aus dem Internet zu löschen.

Ironischerweise wird es in einer Zeit hip, in der Philosophen den Menschen erklären, das Ich sei eine Illusion. Vielleicht möchten sich einige gerade deshalb ständig vergewissern, dass ihres doch existiert.

Hauptsache Ich
Von Selfies und anderen Selbstbildnissen
Von Regina Kusch und Andreas Beckmann

Regie: Philippe Bruehl
Es sprachen: Henriette Nagel, Tristan Pütter, Bettina Kurth und Ecki Hoffmann
Ton und Technik: Peter Seifert
Redaktion Dlf: Klaus Pilger
Produktion: Dlf 2016

Hauptsache Ich – Von „Selfies“ und anderen Selbstbildnissen (PDF)

Hauptsache Ich – Von „Selfies“ und anderen Selbstbildnissen (Textversion)

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