Freistil, vom 25.10.2020, 20:05 Uhr

Vom Umgang mit VorgefundenemHinterlassenschaften

Etwas ist da, und es ist nicht von mir - eine Hinterlassenschaft. Spuren der Vergangenheit im Leben der Gegenwart. Manchmal kurzlebig, oft beständig. Normalerweise nehmen wir sie nicht wahr, manchmal aber stolpern wir darüber.

 Alte Krankenakten aus dem verlassenem FDGB-Sanatorium in Bad Berka. (Deutschlandradio / Florian Felix Weyh)
Alte Krankenakten aus dem verlassenem FDGB-Sanatorium in Bad Berka. (Deutschlandradio / Florian Felix Weyh)

Wie über den Hundehaufen auf dem Gehweg. Über vermachte Schulden. Über geerbte Talente. Wie soll man damit umgehen? Sollte man die negativen Hinterlassenschaften forträumen, um den Berg nicht weiter anwachsen zu lassen? Sich ihnen aktiv verweigern? Sollte man das positiv Hinterlassene ehren oder vermehren, um so voll davon zu profitieren? Oder muss man die Hinterlassenschaften einfach belassen, wo sie sind, womit man zugleich ihre Existenz befestigt?

Manche Hinterlassenschaft, etwa die der Eltern im eigenen Gencode, muss man akzeptieren. Sind Hinterlassenschaften also einfach Glück oder Pech? Oder stellen sie einen nicht eher vor die Aufgabe, originelle Umgangsweisen damit zu suchen?

Obwohl alle Menschen im Laufe ihres Lebens mit Hinterlassenschaften zu tun bekommen, gibt es kaum Handreichungen, wie man damit umgehen soll. Anhand überraschender Beispiele entwickelt das Feature ein ironisches Handout zu Hinterlassenschaftsbewältigung: Tabula rasa wäre eine Fiktion.

Hinterlassenschaften
Vom Umgang mit Vorgefundenem
Von Florian Felix Weyh

Regie: Thomas Wolfertz
Es sprachen: Justine Hauer, Janina Sachau, Florian Seigerschmidt und der Autor
Ton und Technik: Wolfgang Rixius und Hanna Steger
Redaktion: Klaus Pilger
Produktion: Deutschlandfunk 2020

Hinterlassenschaften. Vom Umgang mit Vorgefundenem (PDF)

Hinterlassenschaften. Vom Umgang mit Vorgefundenem (Textversion)

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