Freistil, vom 20.10.2019, 20:05 Uhr

Vom Leben im KleinenWinzig wohnen

Von Ulrich Land

Small und smart. Hochflexibel, gut durchdacht und geradezu verschwindend klein. Der Trend geht zum Wohnen auf wenigen Quadratmetern und kommt aus den USA. Tiny Houses heißen die reduzierten, oft mobilen Eigenheime. Die Bewegung findet immer mehr Anhänger - auch in Deutschland. Sich zu verkleinern ist hip: Downsizing heißt das Phänomen.

Auf dem Parkplatz der Ikea Filiale in Berlin Lichtenberg stehen im März 2019 diverse Tiny Houses auf Rädern versammelt. Sie bilden das Ausstellungsprojekt "Tiny House Ville" (Kai Uwe Heinrich / TSP)
Ausstellungsprojekt "Tiny House Ville": Im März 2019 präsentiert der Berliner Architekt Van Bo Le Mentzel eine ganze Ansammlung kleinster Wohnformate in Berlin (Kai Uwe Heinrich / TSP)

Dem Mangel an Wohnraum und den hochschießenden Mieten will man mit kleinen, aber raffiniert ausstaffierten Wohneinheiten beikommen. Die aus den USA stammende Tiny-House-Bewegung greift jetzt auch hierzulande um sich.

Immer mehr Studenten und Jungakademiker werkeln an einem Mini-Häuschen. Hamburg versucht sich als Floating-Home-City zu positionieren. Auf Berliner Gewerbegebäude werden kleine, clever ausgeklügelte Wohnmodule gesetzt.

Betuchte Architekten legen hochtrabende Zukunftskonzepte für bescheidenes Wohnen vor. Durchaus nicht unproblematisch für die, die auf den Trend gesprungen sind: Denn woher eine Stellfläche fürs Tiny House nehmen? Ist Wohnminimalismus wirklich eine Alternative für Hartz-IV-Empfänger? Oder müssen wir zurück in die Höhle?

Winzig wohnen
Vom Leben im Kleinen
Von Ulrich Land

Regie: Susanne Krings
Es sprachen: Judith Jakob, Mareike Hein und Ulrich Land
Ton und Technik: Gunther Rose und Angelika Brochhaus
Redaktion: Klaus Pilger
Produktion: Dlf/SWR 2019

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