Das Feature, vom 02.11.2010

Von Jörn Klare

Zweite Fußballbundesliga, der 1. FC Union Berlin im Stadion 'Alte Försterei', ein verlorenes Heimspiel im Regen: Noch 20 Minuten nach dem Schlusspfiff singen die Fans auf den Stehplätzen.

Spagat zwischen Kult und Kommerz beim Fußball. (Stock.XCHNG / arkos arkoulis)
Spagat zwischen Kult und Kommerz beim Fußball. (Stock.XCHNG / arkos arkoulis)

Tausende Fans stimmen wieder und wieder ein berührendes Mantra an: "Unsere Liebe. Unsere Mannschaft. Unser Stolz. Unser Verein. Eisern Union."

Ihre Fußballarena haben die Fans - einmalig im europäischen Profifußball - selbst aufwendig umgebaut. An den Spieltagen wird auf eine in anderen Bundesligastadien übliche Halbzeitshow und die daraus resultierenden Einnahmen verzichtet. Und im Stadion gilt nach wie vor das Gebot, die eigene Mannschaft nicht auszupfeifen. So versucht der Verein mit den traditionsbewussten Anhängern seinen speziellen Spagat zwischen Kult und Kommerz. Wie aber kann eine solche Gratwanderung in der profitorientierten Fußballbundesliga gelingen? Und was bedeutet es, wenn die eigene Geschichte wiederum zur Marke stilisiert, vermarktet werden soll?

Produktion DLF 2010

Manuskript zur Sendung als pdf oder im Textformat.