Das Feature, vom 11.09.2020, 20:05 Uhr

Über die Liebe zu einem behinderten KindPflege lebenslänglich

Hat das eigene Kind eine Behinderung, dann stellt sich für viele Eltern die Frage: Kann ich es pflegen? Viele versuchen es und opfern sich auf. Häufig für den Rest des eigenen Lebens.

Einige Pflegeutensilien für körperbehinderte Kinder. (imago / IPON)
Pflegeutensilien für körperbehinderte Kinder. (imago / IPON)

31 Jahre ist es her, dass Benjamin durch Sauerstoffmangel bei der Geburt schwerbehindert zur Welt kam. Seit 31 Jahren ist seine Mutter Gudrun Deitermann nicht von seiner Seite gewichen. Benjamin kann nicht sprechen, nicht kauen, ist auf ständige Hilfe angewiesen. Gudrun Deitermann würde alles für ihren Sohn tun. Doch manchmal stößt sie an ihre Grenzen. So wie viele Eltern, die ihre Kinder pflegen.

Etwa 2,5 Millionen pflegende Angehörige gibt es in Deutschland. Der Großteil von ihnen sind Frauen. Neben der täglichen Belastung durch die Pflege müssen sie sich häufig noch mit anderen Problemen befassen: Wie rechnet man Windeln richtig ab? Was passiert, wenn ich selbst einmal krank werde? Wie lange reicht das Geld? Ist der zu pflegende Angehörige das eigene Kind, ist der Wunsch, diese Aufgabe zu übernehmen, oft besonders groß.

Das Feature porträtiert drei Frauen, die ihre Kinder pflegen. Seit Jahrzehnten. Und die immer wieder gegen Probleme ankämpfen. Gegen zu viel Bürokratie. Gegen finanzielle Sorgen. Und dagegen, sich vor lauter Liebe zum eigenen Kind selbst zu verlieren.

Pflege lebenslänglich
Über die Liebe zu einem behinderten Kind
Von Marius Elfering

Regie: Philine Velhagen
Redaktion: Tina Klopp
Produktion: Deutschlandfunk 2020

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