Das Feature, vom 14.07.2020, 19:15 Uhr

Trumps Gesundheitspolitik und die FolgenBittere Pillen für Afrika

Von Arndt Peltner und Bettina Rühl

Seit US-Präsident Donald Trump an der Macht ist, können die christlichen Rechten die Leitlinien seiner Entwicklungshilfe weitgehend mitbestimmen. Organisationen, die Familienberatung oder Abtreibungen anbieten, werden nicht mehr finanziert.

Eltern mit ihren Kindern in einer Gesundheitsstation im Dorf Rukogo im Norden von Burundi  (picture-alliance / dpa / Tom Schulze)
Eltern mit ihren Kindern in einer Gesundheitsstation im Dorf Rukogo im Norden von Burundi (picture-alliance / dpa / Tom Schulze)

Grundlage ist die sogenannte „Mexico City Policy“, die Trump Anfang 2017 wieder einsetzte. Das hat massive Folgen für die Gesundheitssysteme etlicher afrikanischer Staaten, denn die staatliche Entwicklungsagentur USAID gehörte gerade im Gesundheitssektor jahrzehntelang zu den finanzstärksten Unterstützern.

Nun mussten in vielen afrikanischen Staaten Gesundheitszentren geschlossen und Angebote im Gesundheitswesen teils drastisch reduziert werden. Betroffen sind Projekte zur Aufklärung, Familienplanung, HIV-Programme und die Versorgung der LGBT-Community. Aber auch die allgemeine Gesundheitsversorgung.

Bittere Pillen für Afrika
Trumps Gesundheitspolitik und die Folgen
Von Arndt Peltner und Bettina Rühl

Regie: Karin Hutzler
Redaktion: Wolfram Wessels, Wolfgang Schiller
Produktion: SWR/Deutschlandfunk 2020

Bettina Rühl, geboren 1965 in Bad Homburg, lebt seit 2011 in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Von dort berichtet sie für den ARD-Hörfunk, Zeitungen und Magazine. Für ihre Features wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2015 mit dem "Prix Europa" für das beste investigative Radiofeature. Seit 2011 ist sie Mitglied des Korrespondentennetzwerks weltreporter.net, seit 2017 dessen Vorsitzende.

 
Arndt Peltner arbeitet seit 24 Jahren als freier Korrespondent in den USA. Mehrmals hat er schon über die Rolle und den Einfluss der christlichen Rechten in den USA auf die Politik berichtet, u.a. wurde er 2018 für seine Beiträge zu diesem Thema mit dem Medienpreis der "Deutschen Stiftung Weltbevölkerung" ausgezeichnet. Arndt Peltner ist seit 2019 Mitglied von weltreporter.net.

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