Das Feature, vom 27.05.2014, 19:15 Uhr

Rechtsradikalismus "Ich weiß, wie Opa ums Leben kam"

Der Neofaschismus in Griechenland
Von Marianthi Milona

Neofaschistische Parolen, Jagd auf Ausländer, antisemitische Hetze: Nach dem Ende der Herrschaft der Militärjunta 1974 war rechtsradikales Denken in der griechischen Bevölkerung nicht populär. Zumal auch die Erinnerungen an das nationalsozialistische deutsche Besatzungsregime im Zweiten Weltkrieg mit seinen Gräueln gegen die Zivilbevölkerung und die Partisanenbewegung noch lebendig geblieben waren.

Ein Mann passiert ein Graffiti mit der Aufschrift "In Germany, France or England Chrissi Avgi beats up Greek immigrants", was soviel heißt wie "In Deutschland, Frankreich oder England macht Chrissi Avgi den Immigranten das Leben schwer".  (picture-alliance / dpa / Orestis Panagiotou)
Welchen Einfluss haben soziale Verwerfungen auf das Aufkommen des Neofaschismus in Griechenland? (picture-alliance / dpa / Orestis Panagiotou)

Umso überraschender war dann das Wahlergebnis von 2011. Die rechtsradikale Partei Chrissi Avgi (Goldene Morgenröte) erhielt 15 Prozent der Wählerstimmen und zog damit zum ersten Mal ins Parlament ein. Wer sind diese neuen Rechtsradikalen, woher kommen sie und wer unterstützt sie? Griechenland leidet unter Korruption und Vetternwirtschaft, weite Teile der Bevölkerung sind im Zuge der Finanzkrise verarmt und müssen mit weiteren Härten rechnen. Welchen Einfluss haben diese sozialen Verwerfungen auf das Aufkommen des Neofaschismus in Griechenland?

Produktion: DLF 2014

"Ich weiß, wie Opa ums Leben kam." Der Neofaschismus in Griechenland (PDF)

"Ich weiß, wie Opa ums Leben kam." Der Neofaschismus in Griechenland (Text)

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