Das Feature, vom 15.12.2020, 19:15 Uhr

Pflege in Zeiten der Corona-PandemieDie Isolation der Alten

Von Sonja Ernst und Christine Werner

Die Pflegeheime sind in einem Dilemma: Sie sollen die Alten schützen, die durch das Coronavirus besonders gefährdet sind. Aber mit welchen Folgen? Telefon oder Video-Konferenzen können Nähe und Berührung nicht ersetzen. Und auch nicht die Hilfe der Angehörigen bei der Pflege.

Mutter und Tochter in einem Zelt vor dem Seniorenheim Maria Königin, geschützt durch eine Trennscheibe (aufgenommen am 10.05.2020 in Mainz). (picture alliance/Thomas Frey/dpa)
Besuch im Seniorenheim nur mit Trennscheibe möglich (picture alliance/Thomas Frey/dpa)

Am 11. März 2020 stufte die Weltgesundheitsorganisation die Ausbreitung des Coronavirus als Pandemie ein. Kurz darauf verhängten die Bundesländer Besuchsverbote für Alten- und Pflegeheime. Auch Nicole Stern sollte von heute auf morgen ihre Mutter (79) nicht mehr besuchen dürfen. Sie wehrte sich, startete eine Online-Petition gegen die soziale Isolation der Pflegeheim-Bewohner. Andere appellierten an die Ministerien. Und wiederum andere fühlten sich einfach nur ohnmächtig. Was wurde aus der Pflege während der Pandemie? Und welchen Spielraum hatten die Heime?

Die Isolation der Alten
Pflege in Zeiten der Corona-Pandemie
Von Sonja Ernst und Christine Werner

Regie: Philippe Brühl
Redaktion: Wolfgang Schiller
Produktion: Deutschlandfunk 2020

Sonja Ernst, geboren 1973, hat Politikwissenschaft studiert. Sie ist freie Journalistin und lebt und arbeitet in Köln. Im April 2020 kam ihre Mutter überraschend ins Krankenhaus: erst Intensivstation, später Reha-Klinik. Die Familie konnte sie fünf Wochen nicht sehen.

Christine Werner, geboren 1967, arbeitete nach dem Studium für eine TV-Produktionsgesellschaft und danach zehn Jahre im aktuellen Hörfunkprogramm beim SWR in Baden-Baden. Heute lebt sie als freie Journalistin und Featureautorin wieder in Köln.

Abonnieren Sie unseren Newsletter!