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Kulturnachrichten

Freitag, 3. Juli 2015

Online Ausstellung über "Charlie Hebdo" startet

Karikaturenmuseen zeigen französische Saire in deutscher Übersetzung

Ein halbes Jahr nach den blutigen Attentaten von Paris ist das Satiremagazin Charlie Hebdo in deutscher Übersetzung im Netz. Eine Online-Ausstellung der Karikaturenmuseen in Frankfurt am Main, Hannover, Kassel und Basel zeigt ausgewählte Bilder und Texte aus den Jahren 2010 bis 2015 und informiert über die Zeitung und ihre Macher. Da nur wenige Deutsche die französischsprachige Zeitung kennen, wolle vorstellen, sagte Thomas Kronenberg, Kurator des Museums Caricatura in Frankfurt am Main Deutschlandradiokultur. Die Seite ist einzusehen unter http://museen-fuer-caricatur.com

"taz"-Chefredakteurin geht zur Deutschen Welle

Ines Pohl wird Korrespondentin in Washington

Die Chefredakteurin der Tageszeitung "taz" verlässt das Blatt und wechselt als Washington-Korrespondentin zur Deutschen Welle (DW). Das teilte der Sender am Freitag in Bonn mit. "Nach sechs Jahren als taz-Chefin wird es Zeit für etwas Neues und ich freue mich sehr, wieder als Korrespondentin zu arbeiten", sagte Pohl. Die 48-Jährige stand seit 2009 an der Spitze der "taz", seit gut einem Jahr zusammen mit Co-Chefredakteur Andreas Rüttenauer.
Ihre neue Stelle in Washington soll sie Ende 2015 antreten.

IS brüstet sich mit Zerstörung von Büsten aus Palmyra

Die Kunstschändung wird von Experten angezweifelt

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat nach eigener Darstellung weitere Kunstschätze aus der historischen Stadt Palmyra in Syrien zerstört. Es handele sich um sechs Büsten, die bei einem Schmuggler konfisziert worden seien, erklärte der IS. Fotos sollen die Zerstörung der Büsten durch IS-Extremisten belegen. Daneben zeigten Bilder, wie der angebliche Schmuggler ausgepeitscht wurde.
Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in Großbritannien meldete allerdings Zweifel an. Es sei nicht klar, ob die Büsten authentisch seien oder ob Fälschungen zerstört wurden, um den eigenen Schmuggel des IS mit Artefakten zu vertuschen. Satellitenbilder legen nahe, dass in IS-Gebieten archäologische Schätze geplündert wurden.

Neuer Chefdirigent in Weimar

2016 kommt Kirill Karabits aus Bournemouth

Der gebürtige Ukrainer Kirill Karabits wird ab der übernächsten Spielzeit Generalmusikdirektor und Chefdirigent des Deutschen Nationaltheaters und der Staatskapelle Weimar. Der 38-Jährige tritt die Nachfolge von Stefan Solyom an, dessen Amtszeit 2016 nach sieben Jahren endet. Das teilte das Theater mit. Der Vertrag von Karabits, der seit 2008 als Chefdirigent das Bournemouth Symphony Orchestra leitet, läuft zunächst drei Jahre. Karabits war 2013 von der Royal Philharmonic Society in Anerkennung seines Wirkens in Großbritannien zum Dirigenten des Jahres gekürt worden.

Britische BBC muss 1000 Stellen streichen

Einnahmen aus TV-Gebühren sind eingebrochen

Die britische BBC muss 1000 ihrer insgesamt 20 000 Stellen streichen, weil weniger Menschen fernsehen. Das gab die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt in London bekannt. Die Einnahmen aus TV-Gebühren seien eingebrochen. Nach Angaben von Intendant Tony Hall haben derzeit eine Million Briten weniger ein Fernsehgerät zu Hause als dies im Jahr 2011 vorhergesagt wurde. Dies habe Mindereinnahmen in Höhe von 150 Millionen Pfund (211 Millionen Euro) zur Folge. Die Kürzungen sollen vor allem Mitarbeiter auf Verwaltungsjobs betreffen. Sie sollen Einsparungen in Höhe von 50 Millionen Pfund einbringen. "Eine einfachere und schlankere BBC ist der richtige Weg und es kann uns auch helfen, die finanziellen Herausforderungen zu stemmen, vor denen wir stehen," sagte Hall.

Weiter Streit bei der Vertriebenenstiftung

CDU-Mann wirft Grütters Verfahrensfehler vor

Nach dem Streit um die Wahl von Winfrid Halder zum Direktor der Berliner Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, gibt es neuen Ärger. Der Vizevorsitzende der ost- und mitteldeutschen Vereinigung der CDU/CSU, Rüdiger Goldmann, hat der Bundesregierung und Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) Verfahrensfehler vorgeworfen. Goldmann sagte der "Rheinischen Post": "Die ganze Sache wurde falsch angelegt. Warum hat man mit der Wahl eines neuen Leiters der Bundesstiftung nicht gewartet, bis im Herbst der Stiftungsrat und vor allem der wissenschaftliche Beirat neu besetzt wird?"
Nachdem der Düsseldorfer Historiker Halder vom Stiftungsrat Anfang der Woche zum neuen Direktor gewählt worden war, waren fünf Beiratsmitglieder zurück getreten.

Bundesregierung will Kunsthandel stärker kontrollieren

Gesetzentwurf soll illegalen Handel mit Artefakten aus Nahost bekämpen|

Die Bundesregierung will den grenzüberschreitenden Handel mit Kunst- und Kulturgütern strenger regeln. Über den Referentenentwurf zum neuen Kulturschutzgesetz berichtet der "Spiegel" am Samstag. Private Sammler und Händler dürfen bestimmte Kunstwerke nur noch mit einer staatlichen Ausfuhrgenehmigung ins Ausland bringen - das gilt auch innerhalb der EU. Außerdem ist ein Nachweis der Quelle erforderlich. Kunstschieberei kann mit einer Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren bestraft werden. Damit soll der illegale Handel von antiken Artefakten aus Krisengebieten des Nahen und Mittleren Ostens bekämpft werden.
Private Sammler wie der Berliner Rechtsanwalt Peter Raue kritisieren den Gesetzentwurf als "den schlimmsten Schlag gegen den Kunsthandel in der Geschichte der Bundesrepublik".

Studio Babelsberg mit Minusergebnis

Unsichere Bedingungen bei der Förderung sollen der Grund sein.

Eine geringere Studioauslastung und zwei gestrichene internationale Aufträge drücken auf das Ergebnis von Studio Babelsberg. Bemerkbar machten sich dabei vor allem die unsicheren Bedingungen bei der Filmförderung in Deutschland, teilte das Studio zur Vorstellung des Geschäftsberichts am Freitag mit. 2014 schloss die Gruppe mit einem Verlust in Höhe von 2,4 Millionen Euro nach einem Gewinn im Vorjahr von 0,8 Millionen. Es gebe weniger mittelgroße Produktionen mit Budgets zwischen 30 und 60 Millionen Euro, die für Babelsberg eine wesentliche Rolle spielten. Solche Produktionen seien jedoch von der Filmförderung abhängig. Der Deutsche Filmförderfonds (DFFF), der auf 50 Millionen Euro gedeckelt wurde, sei begrenzt und könne bereits in der Mitte eines laufenden Kalenderjahres erschöpft sein.

Verena Keysers wird Leiterin des RBB-"Kulturradios"

Der Vertrag von Ernst Christian Zander endet im Oktober

Verena Keysers wird Leiterin des RBB-"Kulturradios". Sie tritt die Nachfolge von Ernst Christian Zander an, dessen Vertrag im Oktober endet. Bis zu ihrem Start im September 2016 soll Wortchefin Claudia Ingenhoven das Programm führen, teilte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) am Freitag mit.
Keysers war von 2006 bis 2011 Redakteurin beim Sender, dann wechselte sie in die Intendanz. Sie studierte Literatur- und Theaterwissenschaften sowie Kulturelle Kommunikation in Berlin und Paris.

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