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Kulturnachrichten

Samstag, 18. April 2015

Niedergermanischer Limes soll Welterbe werden

Römischer Grenzwall habe gute Chancen

Der Niedergermanische Limes soll nach dem Willen von Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden Unesco-Welterbe werden. Dazu unterzeichneten die beiden Länder und drei Provinzen des Nachbarstaates gestern in Bonn eine entsprechende Vereinbarung, wie der Landschaftsverband Rheinland und das rheinland-pfälzische Kulturministerium mitteilten. "Die Bewerbung hat große Aussicht auf Erfolg, da der Niedergermanische Limes dann Teil der internationalen Unesco-Welterbestätte "Grenzen des Römischen Imperiums" wäre." Die frühere römische Provinz Niedergermanien (Germania inferior) umfasste den Angaben zufolge das Rheinland und weite Teile der heutigen Niederlande. Entlang des Rheins sei der Limes auf 385 Kilometern Länge von Remagen bis zur Mündung bei Katwijk an Zee verlaufen. Der Obergermanisch-Raetische Limes auf dem heutigen Gebiet von Rheinland-Pfalz, Bayern, Baden-Württemberg und Hessen ist bereits seit 2005 Unesco-Welterbe.

R&B-Sänger Johnny Kemp ist tot

Hit "Just Got Paid" machte ihn 1988 berühmt

Der 55-Jährige Kemp sei am Donnerstag leblos treibend vor Montego Bay auf Jamaika gefunden worden, meldete die Promiseite "TMZ.com". Die jamaikanische Polizei bestätigte den Tod Kemps. Die Umstände des Todes waren zunächst unklar. Offensichtlich war Kemp mit einer Kreuzfahrt auf der Insel. Der auf den Bahamas geborene Sänger war als Kind mit seiner Familie nach New York gekommen. 1988 hatte er mit "Just Got Paid" einen Hit, der später von der Boyband N'Sync gecovert wurde. Auch Nachfolgesongs waren noch erfolgreich, Kemps Ruhm verblasste aber schnell.

Bundesgartenschau an der Havel startet

Erstmals findet die Schau in einer ganzen Region statt

Die Bundesgartenschau 2015 ist heute im Beisein von Bundespräsident Joachim Gauck mit einem Festakt in Brandenburg an der Havel eröffnet worden. Erstmals in ihrer 65-jährigen Geschichte findet die Schau nicht an einem Ort, sondern in einer ganzen Region statt. An der Bundesgartenschau im Havelland beteiligen sich insgesamt fünf Städte in Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Die Schau zeigt über 50 Hektar Parkanlagen, 50 Themengärten und 32 wechselnde Blumenhallenschauen in zwei Kirchen. Insgesamt sollen rund eine Million blühende Pflanzen präsentiert werden. Der Vorsitzende des Kulturvereins Brandenburg, Außenminister Frank-Walter Steinmeier, hat zu diesem Anlass in Brandenburg an der Havel außerdem ein Denkmal für den Ehrenbürger der Stadt Vicco von Bülow alias Loriot eingeweiht. Es nimmt auf einen Sketch Loriots über den "Wilden Waldmops" Bezug und besteht aus einem Rudel gehörnter Bronze-Waldmöpse, einem Sockel mit den Fußstapfen Loriots und Informationstafeln.

München kündigt Dieter-Hildebrandt-Preis an

Preis soll jährlich verliehen werden

Der Kabarettist Dieter Hildebrandt soll mit einem eigens nach ihm benannten Preis posthum geehrt werden. Wie die Stadt München mitteilte, ist die Auszeichnung mit 10 000 Euro dotiert und soll künftig jährlich an politische Kabarettisten verliehen werden. Der Dieter-Hildebrandt-Preis soll die bis dato alle zwei Jahre verliehene und mit 6000 Euro dotierte städtische Kabarett-Auszeichnung ablösen. Der Stadtrat muss dem Beschluss noch zustimmen. Dieter Hildebrandt war 2013 gestorben.

Lilienthal wünscht Berlin mehr Experimentierfreude

Der Theaterszene könne das nur gut tun

Der designierte Intendant der Münchner Kammerspiele, Matthias Lilienthal, hält die von Claus Peymann, dem Intendanten des Berliner Ensembles, angestoßene Berliner Theaterdebatte für "total langweilig". Seiner Meinung nach ist das Berliner Ensemble der "eigentliche Event-Schuppen". Zur Diskussion um die Nachfolge von Frank Castorf an der Volksbühne, sagte Lilienthal, der derzeitige Direktor der Tate-Gallery in London, Chris Dercon, wäre ein guter Kandidat. Eine Durchmischung von Bildender Kunstwelt und Theaterwelt könne der Stadt Berlin nur gut tun, so Lilienthal. Lilienthal ging auch auf die Diskussion um das Festhalten an Ensemble-Strukturen ein. Er verwies darauf, dass sich dieses Modell an der Volksbühne längst aufgelöst habe: "Die Volksbühne bedient sich durch ein reisendes Ensemble, was in Berlin und Hamburg lebt, und stellt da immer wieder Stück-Ensembles zusammen." Auch Chris Dercon brauche solche lockeren Strukturen, um "gut arbeiten zu können", betonte Lilienthal.

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