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Kulturnachrichten

Montag, 16. März 2015

Sechs Jahre Gefängnis für Helge Achenbach

Das Landgericht Essen sprach ihn des Betrugs in 18 Fällen schuldig.

Achenbach hatte gestanden, den 2012 gestorbenen Aldi-Erben Albrecht und den Pharma-Unternehmer Christian Boehringer betrogen zu haben. Nach eigener Aussage hatte Achenbach bei Kunstverkäufen verdeckte Preisaufschläge berechnet und dafür auch Rechnungen gefälscht. Die Anklage hatte sieben Jahre Freiheitsstrafe gefordert. Die Verteidigung hatte auf ein deutlich niedrigeres Strafmaß plädiert. Achenbachs mitangeklagter ehemaliger Geschäftspartner Stefan H. bekam eine Bewährungsstrafe. Achenbach war im Juni 2014 am Flughafen Düsseldorf festgenommen worden. Seitdem saß der 62jährige in Untersuchungshaft.
Achenbach war einer der einflussreichsten Strippenzieher der Kunstszene. 1973 hatte er seine erste Galerie gegründet. "Ein überschwänglicher Mensch voller Ideen", beschreibt ihn Glenn D. Lowry, Direktor des Museums of Modern Art in New York. "Ein Filou war er immer schon", sagt der Maler Gerhard Richter, der von Achenbach in den 70er Jahren maßgeblich gefördert wurde.

Alfred Holighaus verlässt die Deutsche Filmakademie

Er scheide auf eigenen Wunsch Ende Juni aus der Geschäftsführung, teilte die Akademie mit.

Der 55jährige wolle sich einer neuen Aufgabe in der Filmbranche widmen. "Meine bisherige berufliche Biografie war wesentlich davon bestimmt, dass ich mich mit Neugierde und Energie auf den unterschiedlichsten Feldern der deutschen Filmlandschaft betätigt und engagiert habe", schreibt Holighaus. "In der Filmakademie konnte ich die dort gemachten Erfahrungen nutzen und neue Erfahrungen machen. Besonders in den Jahren der engen Zusammenarbeit mit Anne Leppin, die ich schon jetzt vermisse. Da ich die Akademie in sehr gutem Zustand weiß, reizt es mich, beruflich eine neue Herausforderung anzunehmen." Holighaus hat die Deutsche Filmakademie in Berlin seit ihrer Gründung 2003 begleitet. 2010 - nach Jahren als Chef der "Perspektive deutsches Kino" bei der Berlinale - wurde er Mitglied der Geschäftsführung. Die Akademie wünscht ihm "Glück für seinen weiteren beruflichen Werdegang." Sie machte keine Angaben, mit wem der Posten neu besetzt wird.

Letzte Stücke aus Raubkunstsammlung gehen nicht an Zypern

Das Oberlandesgericht München hat heute die Entscheidung bekannt gegeben.

Die wertvolle Funde - Fresken, Ikonen und andere vorwiegend klerikale Kunstgegenstände im Millionenwert - sollen aus Plünderungen während der türkischen Besetzung Zyperns stammen. 1997 waren die Kunstwerke in der Münchner Wohnung eines türkischen Händlers sichergestellt worden. Das Münchner Landgericht hatte der Republik Zypern und der Griechisch-Orthodoxen Kirche des Inselstaates den Großteil zugesprochen. Der Händler hatte dagegen Berufung eingelegt, die das Oberlandesgericht im März 2013 weitgehend zurückwies. Nunmehr ging es um einige restliche Stücke.

Deutschlands immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet

Insgesamt stehen 27 Traditionen und Wissensformen auf der Liste

Der Orgelbau, die Morsetelegrafie, der rheinische Karneval, die deutsche Brotkultur, das Reetdachdecker-Handwerk, die Flößerei sowie die deutsche Theater- und Orchesterlandschaft sind heute von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) offiziell als immaterielles Kulturerbe Deutschlands ausgezeichnet worden. Diese Liste wurde erstmals für Deutschland erstellt. Das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes solle für Wertschätzung sorgen, indem bewusst gemacht werde, dass Reichtum nicht allein im Wohlstand begründet liege, "sondern auch in der Vielfalt unserer Kultur", so Grütters bei der Urkundenverleihung in der Landesvertretung Schleswig-Holstein in Berlin. Ende März soll zudem die Genossenschaftsidee als deutscher Vorschlag für die internationale "Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit" eingereicht werden.

Nur Russschäden am Glockenturm des Moskauer Neujungfrauenklosters

... sagte Vize-Kulturminister Grigori Pirumow der russischen Nachrichtenagentur Interfax.

Das Feuer auf einem Holzgerüst rund um den mehr als 70 Meter hohen Glockenturm des Neujungfrauenklosters sei wohl durch einen Kurzschluss ausgelöst worden. Mehrere Stunden hatte es gestern Abend gedauert, bis das Feuer mit Hilfe von mehr als 100 Feuerwehrleuten gegen Mitternacht gelöscht war. Das Neujungfrauenkloster wurde 1524 vom Moskauer Großfürsten Wassili III. in Erinnerung an die Rückeroberung von Smolensk im Jahre 1514 gegründet. Die Touristenattraktion gilt als eines der Wahrzeichen des Moskauer Barock und wurde 2004 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Neuer Deutscher Jazzpreis 2015 an das Filippa Gojo Quartett

Das teilte die IG Jazz nach der Publikumswahl in Mannheim mit.

Der mit insgesamt 10 000 Euro dotierte Preis gilt als höchstdotierte Auszeichnung für
professionelle deutsche Jazzbands. Sein erstes Album brachte das Filippa Gojo Quartett um Frontfrau Filippa Gojo aus Bregenz, Pianist Sebastian Scobel, Kontrabassist Rhodes David Andres und Percussionist Lukas Meile vor zwei Jahren heraus. Die 26jährige Sängerin gewann auch noch den Solistenpreis.

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