Das Feature, vom 30.10.2020, 20:05 Uhr

Leben nach dem Missbrauch – eine LangzeitbeobachtungLust auf Leben

Angelika und die Schatten ihrer Kindheit
Von Charly Kowalczyk

Angelika, die als Kind jahrelang missbraucht wurde, ist inzwischen dreißig. Die Spuren bleiben, aber ihr Lebenswille ist ungebrochen. Was kann getan werden, damit sich ihre Geschichte nicht anderswo wiederholt?

Angelikas Lebenswille ist ungebrochen. (EyeEm / Vedrana Sucic)
Angelikas Lebenswille ist ungebrochen. (EyeEm / Vedrana Sucic)

Vor zehn Jahren berichtete Angelika, wie sie als Kind hungerte und von ihrem Vater, Onkel und Bruder sexuell missbraucht wurde. Sie war im Alter von neun Jahren vom Jugendamt aus der Familie genommen und in eine Pflegefamilie vermittelt worden. Nun trifft der Autor die mittlerweile 30-Jährige wieder. Angelika lebt inkognito in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Die Kraft, ihren Vater und Onkel anzuzeigen hat sie (noch) nicht. Würde es ihr helfen, wenn sexuelle Gewalt juristisch nicht verjährte? Und: Wie soll die Gesellschaft mit Tätern umgehen, die von ihren Opfern nicht angezeigt werden und deshalb eine Gefahr für andere Kinder sein können?


Lust auf Leben
Angelika und die Schatten ihrer Kindheit
Von Charly Kowalczyk
Regie: Friederike Wigger
Mit: NN
Ton: NN
Produktion: Deutschlandfunk Kultur/NDR 2020
Länge: ca. 54'30


Charly Kowalczyk, 1957 in Singen (Baden-Württemberg) geboren, schreibt Features, Reportagen und Sachbücher. Er ist Mitgründer der Veranstaltungsreihe "bremer hörkino". Sein Feature "Halt’s Maul, du lügst – Verdingkinder in der Schweiz" (Dlf/HR/SWR/WDR 2013) wurde mit dem Featurepreis ‘13 der Stiftung Radio Basel ausgezeichnet, "Angelika – Annäherung an ein Kinderleben" (DKultur/NDR 2010) mit dem Deutschen Sozialpreis, dem Robert Geisendörfer Preis und dem Medienpreis der Kinder- und Jugendärzte.

Missbrauch und das Leben danach - Angelika
(Deutschlandfunk Kultur, Feature, 20.10.2020)

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